Nachdem ich Martina Sommeregger in der Sendung "SWR 3 Leute night" gesehen hatte, war ich so fasziniert von dem Thema Braunbären, daß ich kurzfristig beschloß mir das Buch über ihren Bären Kenny zu kaufen u. ich muß sagen, ich habe es bis heute nicht eine Sekunde bereut mir dieses tolle Buch gekauft zu haben, gibt es doch einen unheimlich interessanten, spannenden u. irgendwie auch ein wenig skurilen (Wer lebt schon mit einem Braunbären zusammen in einem Haus !!!) Eindruck über das Miteinanderwohnen zwischen Bär u. Mensch. Der Bär Kenny ist schon ein tolles Tier u. sehr intelligent, was man so aus dem Buch erfährt. Gelesen hatte ich das Buch schon vor dem traurigen Schicksal des armen "Bruno" (der Bär der in Bayern einfach abgeschossen wurde ), daher ging mir der Tod des armen Braunbären Bruno auch besonders nahe, denn durch die Lektüre von Frau Sommeregger's Buch wurde einem Anhand von Bär Kenny die Spezies Braunbär so vertraut gemacht, da fand man es dann besonders schrecklich was in Bayern geschehen ist. Aus dem Buch gelernt habe ich auf jeden Fall, daß Braunbären Fluchttiere sind, d.h. wenn sie einen Menschen sehen laufen sie weg u. wenn man sie nicht bedrängt, dann soll einem auch angeblich nichts passieren, wenn man sich ganz ruhig von dem Bären entfernt. Dies u. vieles mehr aus dem Alltag u. Leben der Braunbären erfährt man in dem sehr liebevoll geschriebenen Buch von Martina Sommeregger, der meine Hochachtung gilt, wie sie sich für die Gattung der Braunbären ganz persönlich einsetzt. Das österreichische Projekt zum Schutz der Bären finde ich toll, nur schade, daß es in Deutschland so eine regelrechte "Bärenhysterie" gegeben hat, nicht zuletzt "Dank" der Medien, die damit z.B. "Bruno" final geschadet haben, leider.
Fazit, ein klasse Buch, das man unbedingt besitzen sollte, da es sehr, sehr lesenswert ist !!!
P.S.: Zu der "Bärenhysterie" in Deutschland sei noch gesagt, wer Angst vor Bären hat sollte auf keinen Fall Urlaub in Kanada machen, denn dort laufen die Bären noch völlig artgemäß in der freien Natur herum u. dort regt das wahrscheinlich keinen Kanadier groß auf...