Der Augensammler: Psychothriller und über 1,5 Millionen weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle. Erfahren Sie mehr

Jetzt eintauschen
und EUR 0,70 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Der Augensammler: Psychothriller auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der Augensammler: Psychothriller [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Sebastian Fitzek
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (428 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition EUR 9,99  
Gebundene Ausgabe, Restexemplar --  
Taschenbuch EUR 9,99  
Audio CD, Audiobook EUR 10,99  
Hörbuch-Download, Ungekürzte Ausgabe EUR 20,95 oder EUR 0,00 im Probeabo von Audible.de

Kurzbeschreibung

1. Juni 2010
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …

Hinweise und Aktionen



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Droemer (1. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426198517
  • ISBN-13: 978-3426198513
  • Originaltitel: Der Augensammler
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (428 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.892 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Der Augensammler ist sauer. Er fühlt sich von der Presse missverstanden. Schon das Etikett des Sammlers ist ihm nicht angemessen. Es stimmt: Der Augensammler tötet die Mütter, entführt die Kinder und gibt den Ermittlern die Chance, in etwas mehr als 45 Stunden seine Opfer zu finden, bevor er diesen ein Auge entfernt. Aber der Mörder will sich weniger als Sammler, sondern eher als Spieler verstehen.

Zum Spiel gehört auch der Reporter Alexander Zorbach, der einmal zur Polizei gehörte. Ihn sucht die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev auf, die aussagt, den Augensammler in Behandlung (und dabei Visionen) gehabt zu haben. Und so nimmt eine Geschichte ihren Lauf, in der der Ich-Erzähler Zorbach erkennen muss, dass er mehr zum Spielball geworden ist, als ihm in diesem tödlichen Duell lieb sein kann...

Seit seinem Roman Die Therapie gilt der in Berlin geborene Schriftsteller Sebastian Fitzek als einer der wichtigsten deutschen Autoren des Psychothrillers. Dabei hat man ihm von Anfang an vorwerfen können, dass seine Plots nicht immer ganz stringent und im Besonderen allzu konstruiert wirken. Auch beim Bestseller Splitter, der durchaus zu begeistern wusste, war das der Fall. Aber bei Splitter täuschte eine ungeheuer rasante Handlung über derartige Schwächen noch hinweg. Da gab es keinen überflüssigen Satz, im Gegenteil: Beizeiten hätte man sich als Leser vielleicht sogar die ein oder andere Passage, die ein oder andere Erklärung mehr gewünscht, um etwas zur Ruhe zu kommen

Bei Der Augensammler ist es genau umgekehrt: Hier ware man als Leser mehr als froh, wenn die Geschichte etwas schneller zur Sache käme. Dabei stimmt die Grundidee. Und trotzdem schleppt sich die Handlung und zieht sich hin. Es hilft alles nichts: 50 Seiten weniger hätten dem Augensammler mehr als gut getan. Hartgesottene Fitzek-Fans wird dies natürlich trotzdem nicht stören. -- Stefan Kellerer

Der Verlag über das Buch

Interview mit Sebastian Fitzek zu „Der Augensammler“

Herr Fitzek, haben Sie eigentlich Angst im Dunkeln?
Kommt drauf an, was ich vorher gemacht habe. Wenn ich gerade einen
spannenden Thriller gesehen oder gelesen habe, dann sind dunkle Keller
nicht gerade mein bevorzugter Aufenthaltsort. Allerdings habe ich (unter anderem) die Macke, dass ich nur bei kompletter Dunkelheit einschlafen kann – selbst ein Standbylämpchen des Fernsehers kann mich da schon stören.

Da Sie Ihren Lesern quasi Alpträume auf dem literarischen Silbertablett servieren – verraten Sie uns, ob Sie selber einen Alptraum haben, der Sie nachts einholt?
Ja – und den habe ich natürlich gleich verbraten, damals schon in meinem Erstling „Die Therapie“. Ich fahre nachts mit meiner Freundin im Auto und wir können die Küste nicht finden, zu der wir eigentlich wollen. Die Straße ist sehr eng und führt durch einen dunklen, dichten Wald. Ich denke mir: „Mensch, wir müssten doch schon längst am Meer sein, so lange, wie wir schon unterwegs sind“, da lichtet sich auf einmal der Wald und ich erkenne, dass wir die gesamte Zeit nicht auf einer Straße sondern auf einem Steg gefahren sind. Der Steg führt weit über das offene Meer und hört plötzlich auf – ich sehe das Ende und kann nicht bremsen. Sobald das Auto abhebt und in den tosenden Wellen zu versinken droht, wache ich auf. Das ist so in etwa der Alptraum, der Viktor Larenz auf Parkum heimsucht.

Im „Augensammler“ geht es um einen mörderischen Wettlauf gegen einen Mann, der ritualisierte Morde an Frauen und Kindern vollzieht. Auf den ersten Blick wirkt das ausschließlich grausam, auf den zweiten zeigt sich ein krankhaftes, aber logisches System. Wie kommen Sie zu so einem Motiv – legen Sie diese Plots an reale Fälle an oder fallen Sie Ihnen einfach ein?
In diesem Fall entspringt das Szenario meiner Phantasie und ich hoffe, dass es dafür keine Parallele in der Realität gibt. Aber meine Erfahrung zeigt, dass die Wirklichkeit die Fiktion an Grausamkeit leider oftmals um Längen schlägt.

Ebenso beeindruckend wie beklemmend ist Ihr medizinisches Wissen, zum Beispiel in der Szene mit der eingeschweißten Frau. Wie  recherchieren Sie diese Details?
Zuerst einmal habe ich eine bestimme Szene in meinem Kopf. Ich weiß genau, wie es in diesem Keller aussieht und was mit der eingeschweißten Frau geschieht. Dann versuche ich dieses Bild in meinem Kopf zu „zeichnen“, indem ich es anfangs ohne Recherche herunter schreibe. Ich gestehe, das Schreiben hat auch den Effekt, dass ich das schreckliche Bild (für eine kurze Zeit) aus meinem Kopf bekomme.
Dann erst beginne ich in Büchern und im Internet zu recherchieren, ob ein solcher oder ähnlicher Zustand zuvor schon einmal dokumentiert wurde. Ich gebe das Kapitel dann Ärzten zu lesen und nehme am Ende die notwendigen Korrekturen vor.
Viele gehen sicher andersherum vor – aber ich persönlich mag keine Bücher und Filme, denen man anmerkt, dass sich da jemand durch gerichtsmedizinische Literatur gewälzt hat, auf der Suche nach möglichst grausamen Todesarten. Das kennt man zum Beispiel von den späteren SAW-Folgen (die erste hat mir noch sehr gefallen).
Wenn ich explizite Gewalt schildere, (meist seelische), dann ergibt die an dieser Stelle einen übergeordneten Sinn im Gesamtgefüge. Ich baue meine Geschichten nicht um derartige Stellen herum, sondern sie entwickeln sich während des Schreibens von alleine. Deswegen steht bei mir in der Regel erst die Phantasie und dann die Recherche. Aber das ist keine starre Regel. Selbstverständlich stoße ich auch während meiner Recherche auf interessante Fakten, die mich dann wieder inspirieren – meist für ein neues Buch.

Die Seitennummerierung des Buches verläuft entgegengesetzt. Stand das von Anfang an fest oder haben Sie das „unterwegs“ entschieden?
Das stand von Anfang an fest, nachdem ich den Prolog schrieb und dachte, dass könnte ebenso gut ein Epilog sein. Nicht nur die Seitenzahlen laufen daher rückwärts, auch die Kapitelnummerierungen.

Sie schreiben über seelische Abgründe, perfide Verbrechen und strauchelnde Menschen – wie schreibt man so etwas, ohne sich selbst darin zu verlieren? Abgedunkelte Schreibhöhle oder lichtdurchflutetes Arbeitszimmer?
Gute Frage! Erst kürzlich habe ich darüber nachgedacht, dass es schon paradox ist: Aber je grausamer eine Geschichte ist, desto schöner muss der Ausblick sein, den ich beim Schreiben habe. Aus diesem Grund habe ich meinen Schreibtisch in den Wintergarten gewuchtet. Der ist zwar viel zu groß für den kleinen Raum und sieht auch nicht besonders aus, aber von hier aus habe ich einen herrlichen Blick in den bewaldeten Garten und auf einen Mini-Teich. Ich glaube, das stellt den Ausgleich her, wenn ich ein verliebtes Entenehepaar beobachte, während der Held meines Buches gerade am Ersticken ist.

Im Augensammler schaffen Sie das Kunststück, trotz der grausamen Faszination des Mörders und seiner Taten die eigentliche Spannung in die Figur des Ermittlers zu legen. Wer war zuerst da, der Gute oder der Böse?
Die Blinde! Ich hatte von Anfang an Alina Gregoriev, die blinde Physiotherapeutin vor Augen, die behauptet, sie könne bei bestimmten Menschen durch bloße Berührungen in deren Vergangenheit sehen. Und zuletzt habe sie den Augensammler behandelt und seine Morde „gesehen“. Für mich ist Alina die heimliche Hauptfigur, nicht zuletzt weil ich mich ein Jahr lang intensiv mit der Welt der Blinden und Sehbehinderten beschäftigt habe. Ich stand mit über zwanzig Blinden in direktem Austausch, habe sie interviewt, mich mit ihnen getroffen und die wesentlichen Kapitel vorab zum Lesen gegeben. Die Einblicke, die mir gewährt wurden, waren so faszinierend (nehmen Sie nur mal die Frage, wie blind Geborene träumen), dass ich das alles gar nicht in einem Buch unterbekommen habe.

Was fällt Ihnen leicht zu schreiben, was finden Sie besonders schwer?
Das kann ich so allgemein nicht beantworten. Schreiben ist für mich wie Sport. Man muss sich jeden Tag aufs Neue motivieren und den inneren Schweinehund überwinden, der immer schönere Tätigkeiten findet, wenn man das Glück hat, sich seinen Tag selbst einzuteilen. Am Anfang ist es dann manchmal beschwerlich, aber wenn man dann mittendrin ist (und zu schwitzen beginnt;) macht es auf einmal plötzlich Spaß und alles scheint wie von selbst zu laufen. Am Schönsten aber ist es, wenn man das Ende erreicht hat und mit einem guten Gefühl unter der Dusche steht - oder vor dem Kühlschrank. Passt auch beides auf Sport und Schreiben.

Wie geht Ihnen nach dem Ende eines Buches? Leben die Hauptfiguren weiter oder sind sie mit dem Schlusspunkt dann auch ruhig?
Die leben weiter. Zumindest die, die mir ans Herz gewachsen sind, und das können sogar die Bösen sein. Daher tauchen bestimmte Figuren auch in anderen Büchern wieder auf, allerdings nur am Rande. Obwohl – beim Augensammler denke ich tatsächlich über eine Trilogie nach.

Und wer liest als Erstes gegen?
Meine Freundin Sandra. Da kann sie sich gar nicht gegen wehren.

Angesichts der menschlichen Abgründe und Nöte, die Sie zeigen – was sind Sie selbst für ein Typ? Halb volles oder halb leeres Glas Wasser?
Sie denken, da ist Wasser drin? Dann nehmen Sie mal einen Schluck. Nur zu. Aber sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt …

Und wo wir schon bei den Flüssigkeiten sind – gibt es bestimmte Getränke, Rituale, Musik, die für Sie beim Schreiben wichtig sind?
Nee, eigentlich nicht. Ich hab es mal mit Musik versucht. Ausgewählte Filmmusiken, die mich vielleicht motivieren und inspirieren. Das war toll, ich hatte wirklich tausende von Bildern im Kopf. Aber ich war so abgelenkt, ich konnte nichts davon zu Papier bringen.
Ich brauche wirklich nur einen Laptop und Strom. Na ja, und meinen Schreibtisch im Wintergarten, da geht’s am besten.

Aggression, Frustration und Verletzungen – wie reagieren Sie selbst sich ab? Sie sind Sie ein Mensch, der explodiert oder implodiert?
Da fragen Sie mal besser meine Freundin. Die würde sagen, dass ich sehr aufbrausend bin. Vor allen Dingen, wenn ich müde und hungrig bin und Sandra meine Geschichte kritisiert – die schlimmste Kombination in der Sie mich antreffen können. Sie hält – kein Witz – für den Fall der Fälle immer ein Snickers bereit. Ich selbst weise das aufs Heftigste zurück und halte mich (Sternzeichen Waage!) für den ausgeglichensten Menschen der Welt.

Lieber Herr Fitzek, wenn Sie als Buchhändler einem Kunden das Buch empfehlen würden – mit welchen drei Schlagworten würden Sie es beschreiben?
Auf. Eigene. Gefahr.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
116 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fitzek - Der Nervensammler 2. Juni 2010
Von Spaddl TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Der Augensammler" publiziert der deutsche Schriftsteller Sebastian Fitzek seinen bereits sechsten Roman bei Droemer-Knaur.
Diesmal erzählt er die Geschichte von Alexander Zorbach, seines Zeichens traumatisierter Polizist, der nun bei einer Zeitung arbeitet und auf der "Jagd" nach dem Augensammler ist, der kleine Kinder entführt, die Mütter tötet und den Vätern knapp 45 Stunden Zeit gibt, die gekidnappten Kinder wiederzufinden - ansonsten werden sie sterben. Die Zeitung, bei der Zorbach angestellt ist, hat ihm den Namen "Augensammler" gegeben, weil jedem Kind, das getötet aufgefunden wird, das linke Auge fehlt. Leider hat die Polizei keine brauchbare Spur, bis Alexander Zorbach von einer blinden Physiotherapeutin aufgesucht wird, die behauptet, den Augensammler behandelt zu haben - denn sie kann, nur durch Körperkontakt, in die Vergangenheit ihres Patienten schauen. Ein Kampf um Leben, Tod und Zeit beginnt, denn Alexander Zorbach wird zum Hauptverdächtigen ernannt...

Ich bin, seit der Veröffentlichung von Die Therapie, ein begeisterter Fitzek-Fan und von seinen bisherigen Büchern ausgesprochen begeistert gewesen. Er schreibt ungemein spannend, vermag es den Leser zu fesseln und die Handlungsverläufe sind in seinen Romanen so gestaltet, dass eine Wendung die nächste jagt. Er hat eine klare Sprache und formuliert präzise. So auch in diesem Roman.
"Der Augensammler" ist in insgesamt 84. Kapitel gegliedert, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, wobei jeder der entsprechenden Charaktere einen anderen Sprachduktus erhalten hat.
Das Interessante und anfangs Verwirrende ist, dass die Handlung mit dem Epilog beginnt und sich zum Prolog vorarbeitet. Dabei sind auch die Seitenzahlen beim Aufschlagen des Buches mit 442 und am Ende des Romans mit 3 gekennzeichnet. Davon sollten Sie nicht aber nicht verwirren lassen: einfach Buchdeckel aufklappen und loslesen. Dass Sie verwirrt sein werden, dafür sorgt Sebastian Fitzek im Laufe des Geschehens zu Genüge.
Für Leser, die bereits mehrere Romane, wie zum Beispiel den oben genannten "Die Therapie" oder "Das Kind" gelesen haben, hält der Schrifsteller auch noch ein paar Schmunzler bereit, weil ihm Alt-Bekanntes wieder über den Weg laufen wird.

Im Großen und Ganzen bleibt ein gut geschriebener, unterhaltsamer Roman, der absolut zu fesseln weiß und eine Leere zurücklässt, denn nun muss die Fan-Gemeinde wieder längere Zeit ohne neuen Fitzek-Stoff auskommen. Deswegen mein Appell an Sie: Wenn Sie sich entscheiden sollten, einen Sebastian Fitzek-Roman zu lesen, muss Ihnen klar sein, dass Sie süchtig nach seinen Büchern werden - ob Sie wollen oder nicht.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen OHNE AUGENMASS 24. Oktober 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist die Geschichte des so genannten. Augensammlers, der ein grausames Versteckspiel treibt: Die Mütter der entführten Kinder tötet er und den Vätern gibt er einige Stunden Zeit, um seine Kinder wieder zu finden, bevor er sie im Versteck ersticken lässt, in das er sie verschleppt hat. Dadurch, dass der Psychopath den Kinderleichen jeweils noch das linke Auge entfernt, beabsichtigt er, dem Grauen eine neue Dimension zu verleihen.
Der Journalist und ehemalige Polizist Alexander Zorbach will den Geistesgestörten zur Strecke bringen, doch er wird selbst zum Hauptverdächtigen und Gejagten, nachdem ihn unerklärliche Phänomene zum neuesten Tatort führen, wo er eindeutige Spuren hinterlässt. Mit der Hilfe der blinden Psychotherapeutin Alina, die behauptet, den Augensammler behandelt zu haben und durch Handauflegen in die Vergangenheit sehen(!) zu können, hofft er, seine Unschuld zu beweisen, den Fall zu lösen und schliesslich das Elysium zu finden.

Fazit: Fitzeks Roman ist ein wässriges Spiel mit Fantasie und Wirklichkeit, dessen Plot keiner Überprüfung standhält und dessen eingestreute Sozialkritik der beabsichtigten Kernaussage in keiner Weise gerecht wird. Cliffhanger, kurze Kapitel und häufige Perspektivenwechsel - normalerweise Garanten für Spannung und Tempo - verpuffen wirkungslos. Da mutet die rückläufige Seitennummerierung als zusätzliches Spannungselement nur noch als müder Gag an. Statt die Haupthandlung zu bereichern und auszuschmücken, zerfleddern und lähmen repetitive philosophische Erörterungen, Aspekte des Blindseins, Reflexionen über Alexanders traumatische Erinnerungen und breit getretene Nebenstränge das konfuse, mit mysteriösem Ballast überladene Geschehen. Die Tragödie verkommt so zum reinen Selbstzweck.
Der Einsatz einer esoterischen Blindschleiche als Ermittlungshilfe ist ein billiger Versuch des Autors, sich beim Schreiben nahezu alle Ausflüchte ins Reich der künstlerischen Freiheiten zu erlauben, um die Handlung nach seinem Gutdünken zurechtzubiegen. Leider aber wird die Geschichte dadurch jeglicher Authentizität beraubt, und indem Fitzek die Leserschaft mit immer neuen Wirrnissen und Unstimmigkeiten bombardiert, löscht er den letzten Rest von Plausibilität. Das Beste ist noch der Schluss, den der Autor erfreulicherweise nicht aus dem üblichen Klischee-Teich fischt. Doch auch danach bleiben die Tatmotive und damit der eigentliche Sinn seines Romans verborgen. Summa summarum ein in keiner Weise nachvollziehbarer dubioser und diffuser Thriller. Zerfallserscheinung des "deutschen Stars des Psychothrillers"? Jedenfalls wird es für mich keinen nächsten Fitzek-Roman geben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Fitzek ohne viel Nervenkitzel 21. April 2011
Von Christina
Format:Gebundene Ausgabe
Lange habe ich überlegt ob es drei oder zwei Sterne werden und kann mich vielen Vorrednern fast nur anschließen: meiner Meinung nach der bisher schwächste Fitzek.

Das was fesselt, ist vor allem zu erfahren, wie Zorbach aus den Verdächtigungen herauskommen wird/will - oder ob er es am Ende doch selbst war. Der Rest der Story "dümpelt" leider in langen Beschreibungen umher. Viel "nebenbei" erfahren wir über Alltag von Blinden, wie unser Auge eigentlich funktioniert (als Teilorgan des Hirns...) - wenig über den Täter und die Taten selbst.

Erst gegen Ende des Romans wird die Story wieder rasanter und fesselt - was nur leider den schlappen Mittelteil nicht wettmachen kann. Insgesamt genauso schnell zu lesen wie andere Fitzeks, aber dieses Mal fehlte mir dieser "innere Zwang" jetzt sofort das Telefon auszuschalten um in Ruhe weiterlesen zu können und mir dabei vor Nervösität die Lippen zu zerbeißen.

Kleine "Gimmicks" sind natürlich auch wieder vorhanden - wie die Rückwärtszählung von Seiten und Kapiteln (was am Ende des Romans auch absolut Sinn ergibt) und ein Einbezug von Dr. Roth oder ein kurzer Rückbezug auf "Das Kind". Darüber hinaus bleibt aber selbst die Überlegung "Wer denn nun?" hinter den gewohnten spannungsgeladenen red herrings, die er sonst wunderbar beherrscht, zurück und ich war das erste Mal bei einem Fitzek-Roman nicht überrascht, da ich es mir auf der Hälfte schon denken konnte.

Es soll ja eine Fortsetzung geben....ich hoffe sehr dass sie stilistisch eher an die anderen Werke anknüpfen kann und dies nur ein "Ausrutscher" aufgrund der nahenden Geburt der Tochter war?!
Wer dieses Buch als ersten Fitzek in der Hand hatte sei zu "Der Seelenbrecher" oder "Therapie" geraten um einen Eindruck seines eigentlichen Könnens zu bekommen. Der Augensammler lohnt sich leider nicht für nervenkitzelliebende Psycho-Fans.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Genial!
Schreibstil

Fitzek bleibt seinem mitreißenden und verständlichen Schreibstil treu, der auch schon seine andere Bücher durchzog. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Stunden von Cathrin Kühl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super spannend!!!
Wahnsinnig spannendes Buch, einfach fesselnd!! Kann ich nur weiterempfehlen!! Schade, dass es nach nur drei Tagen schon zu Ende ist.
Vor 6 Tagen von Daniela Fischer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einer meiner neuen Lieblingsautoren!
Das Buch - die Story - einfach Hammer! Ich lese sehr gerne Thriller, aber meistens ist es ja dann doch sehr einfach herauszufinden, was denn dann am Schluss passiert. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Tagen von Lesetier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich bin Fitzek-Fan :)
Ich lese gern die Bücher von Sebastian Fitzek und freue mich vor allem darüber, endlich einen deutschen Thriller-Autoren gefunden zu haben, der es schafft mich zu fesseln... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Tagen von S. Aurich-Norden veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ABSOLUT GEIL
Dieses Buch ist das mit Abstand spannendste und zugleich schockierenste Buch, das ich je gelesen habe. Ich bin absolut begeistert und ich kann es nur weiterempfehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von Franziska Kölbl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Überraschende Wendungen
Habe von Fitzek im SAt 1 Frühstücksfernsehen gehört. sehr spannend, wirkt so nah, da der Thriller in Berlin und Potsdam spielt, liest sich sehr schnell , man kann... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von masu veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Augensammler
Spannendes Buch, wie gewohnt bei Fitzek gut zu lesen und kurzweilig. Durchgehend schlüssig ( war nicht bei jedem Buch so). Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Andrea Dreier veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Hochspannung mit Countdown
Die Idee ist so grausam wie genial: Einen Countdown für den Vater, an dessen Ende sein(e) Kind(er) umgebracht wird/werden. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Buchleser aus CH veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen spannend von Anfang bis Ende
Spannend von Anfang bis zum Ende oder war's eher anders herum? Der Übeltäter - wer wäre da von alleine drauf gekommen. Toller Nervenkitzler!
Vor 1 Monat von Jim Knopf veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der Augensammler
Einfach spannend von vorne bis hinten. Absolut zu empfehlen.es fasziniert dieses Buch zu lesen. Immer wieder gern Bücher von Fitzek
Vor 1 Monat von Kiedricher veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Alle 2 Diskussionen ansehen...  
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Neue deutsche Thriller gesucht!!!! 196 Vor 10 Minuten
(Psycho-) Thriller mit überraschendem Ende gesucht? 13 Vor 13 Minuten
Wer kennt spannende ebook Thriller? 396 Vor 15 Minuten
Der Vollstrecker, Still Missing, Töte mich..gelesen..Wer hat neue Empfehlungen für mich? 4159 Vor 2 Stunden
Die besten, spannendsten und auch noch informativen historischen Romane 113 Vor 2 Stunden
Kennt ihr einen Krimi/Thriller in dem einen die Charaktere und der Schreibstil mehr fesseln, als die Handlung? 75 Vor 14 Stunden
Beendete Buchreihen 21 Vor 17 Stunden
Miese Rezensionen oft haltlos und diffamierend 113 Vor 20 Stunden
Kundendiskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar