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Der Augenblick der Wahrheit
 
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Der Augenblick der Wahrheit [Taschenbuch]

Leif Davidsen , Peter Urban-Halle
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. Januar 2001 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 429 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548250173
  • ISBN-13: 978-3548250175
  • Originaltitel: Lime's billede
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 663.637 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Bilder eines Paparazzos

Leif Davidsens Roman «Der Augenblick der Wahrheit»

Hinter dem nichtssagenden Titel verbirgt sich ein gut geschriebener und spannender Unterhaltungsroman. Das Piepsen eines Handys bringt den Stein ins Rollen: das Opfer, ein spanischer Minister, hebt den Kopf und schaut mit zusammengekniffenen Augen die Felsen hinauf, die sich über einer kleinen, versteckten Bucht an der Costa Brava türmen. Oben liegt seit einigen Stunden ein Sensationsphotograph auf der Lauer, um vom Politiker und von der jungen Frau ein Bild zu schiessen. Der Minister kann das Piepsen zwar nicht hören, das Rauschen des Meeres überdeckt jedes Geräusch, aber er spürt es und alarmiert seine Leibwächter.

Der Sensationsphotograph heisst Peter Lime. Er ist Däne, um die fünfzig, mit einer Spanierin verheiratet und Vater einer siebenjährigen Tochter. Seine Arbeit – die Jagd und die Erlegung der Beute – erfüllt ihn mit tiefer Befriedigung. Die Skrupel, Reiche und Berühmte zu blamieren und aus der Neugier der Menschen Profit zu schlagen, wischt er beiseite. Schliesslich gehört er einer Generation an, die «die Welt ins Bessere» kehren wollte und von «Liebe und Gleichheit» träumte – was kümmert ihn der Sturz eines bürgerlichen Politikers, den die Veröffentlichung der Photographie zweifellos nach sich ziehen wird? «Vielleicht lag es an meinem Alter, dass ich meinen Beruf mehr und mehr in Frage stellte», überlegt der Ich-Erzähler Lime in seiner Rückblende. Aber im Grunde weiss er, dass sich seine Werte gewandelt haben, denn inzwischen zählt er selbst zum Establishment, und Frau und Kind sind ihm wichtiger als alles andere.

In Davidsens Roman ist die Vergangenheit des Protagonisten der Angelpunkt der Handlung. Das Piepsen des Handys, das Peters Aufnahmen vom Minister und von seiner Geliebten abrupt beendet, beschwört sie herauf: Lime soll Auskunft geben über eine Photo, die er vor dreissig Jahren in der dänischen Provinz geschossen und an eine Lokalzeitung verkauft hat.

Nach diesem Auftakt bleibt kein Stein auf dem andern: das scheinbar harmlose Bild einer Frau mit Gitarre und Marianne-Faithfull-Haarschnitt macht aus dem Jäger einen Gejagten, Frau und Kind kommen ums Leben, Limes Vergangenheit wird aufgewühlt, und Treulosigkeit und Verrat lassen Welten zusammenbrechen.

Lesenswert ist dieser erste auf deutsch vorliegende Roman von Leif Davidsen nicht nur auf Grund der Darstellung seines zwiespältigen Protagonisten, sondern auch auf Grund der Authentizität der Schauplätze und der Einbettung der Handlung in die Zeitgeschichte. Davidsen, 1950 (und wie sein Protagonist) auf Fünen geboren, arbeitete als Journalist, politischer Korrespondent und Nachrichtenredaktor, ehe er sich der Schriftstellerei zuwandte. So lässt er etwa Kenntnisse über die baskische Terrororganisation ETA und über die Arbeit der Gauck-Behörde in den Roman einfliessen, und er verwebt den Skandal um das 1996 erbaute dänische Kunstmuseum Arken, dessen Direktorin ohne jegliche Überprüfung ihres akademischen Leistungsausweises angestellt worden war und mit einem Millionenbetrag spurlos verschwand.

Christine Holliger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

'Eine absolute Entdeckung, ein Thriller der Spitzenklasse, der zum Nachdenken anregt .' BRIGITTE

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Paparozzo wird vom Jäger zum Gejagten. Zunächst wird er, weil man nicht möchte, dass er brisante Fotos über einen Minister veröffentlicht, ins Gefängnis gesteckt und dann verliert er auch noch Frau und Kind bei einem Mordanschlag. Allmählich kommt er dahinter, dass irgendjemand Interesse daran hat, seine alten Negative zu zerstören. Weitere Rätsel gibt ihm auch eine dänische Kommissarin auf, der er bald näher kommt.

Recht gelungen ist es, etwas (aber auch wirklich nur etwas) Politik mit reinzumischen: Unser Journalist muss mit ETA Leuten Kontakt aufnehmen, macht einen Besuch bei der damaligen Gauckbehörde in Berlin oder reist nach Moskau, um einen ehemaligen KGB-Agenten zu engagieren. So hat man wenigstens das Gefühl, das ganze könnte wirklich passiert sein, was der Spannung sehr zuträglich ist.

Es kommen auch einige Actionszenen vor, die wirklich überzeugend geschildert sind.

Alle, die sehr viel Wert auf einen gepflegten Schreibstil legen, können sich das Buch ruhig zulegen: Was der Autor / der Übersetzer geleistet hat, ist wirklich erste Sahne und selten für einen Krimi!

Nach langer Zeit war das endlich mal wieder ein Krimi mit einem richtig guten Ende!

Fazit: Zwar nicht vollkommen, aber durchaus empfehlenswert (gerade noch so fünf Sterne).
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jk
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Lime kennt keine Skrupel. Als erfolgreicher Paparazzo liefert er regelmäßig brisante Fotos prominenter Persönlichkeiten in verfänglichen Situationen. Gerade ist ihm wieder ein Coup gelungen. Er hat den Minister einer konservativen Partei mit seiner jungen Geliebten in einer abgelegenen Bucht der Costa Brava fotografiert und macht sich nun an die Vermarktung der Bilder... Da bricht auf einmal sein bisheriges Leben zusammen. Seine Wohnung in Madrid steht in Flammen und seine Frau und Tochter können nicht mehr gerettet werden. Lime will die Schuldigen finden und merkt schnell, dass die Lösung zu der Frage, warum seine Frau und seine Tochter sterben mussten in seiner Vergangenheit und in ein paar alten Erinnerungsfotos liegt. Der Autor schickt den in Madrid lebenden Dänen auf der Suche nach dem Mordmotiv von Kopenhagen über Berlin bis Moskau und in seine 68er Vergangenheit in der er losen Kontakt zu späteren Terroristen hatte. Ist dies der Grund für den Feuertod seiner Familie?

Obwohl ich viele Krimis lese kannte ich den Autor nicht und so war es eher ein Impulskauf nach Lektüre der Kurzbeschreibung. EIN LOHNENDER!! Der Krimi ist gut durchkonstruiert und souverän aufgelöst. Action-Freunde werden eher schlecht bedient - Liebhaber anspruchsvoller Krimi-Literatur und Erzählkunst aber um so mehr!

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von tomtom
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Augenblick der Wahrheit" ist ein atmosphärisch dichter und präzise erzählter Kriminalroman. Die Idee, politische Hintergründe aus der Ära Francos sowie der terroristischen Bewegungen der ehemaligen DDR und Deutschlands miteinander in einem Buch zu verweben, erschien mir persönlich auf den ersten Blick wenig reizvoll. Der Autor hat es jedoch verstanden, die Handlung gekonnt in die politisch-geschichtliche Rahmenhandlung einzubetten, ohne die Politik als solche in den Mittelpunkt zu rücken.

Der Protagonist, der Papparazzo Peter Lime, verliert bei einem Brand in ihrer gemeinsamen Madrider Wohnung seine Frau und Tochter. Dass es sich um keinen Unfall handelt, ist schnell klar. Getrieben von grenzenloser Wut und Trauer macht Peter Lime sich auf die Suche nach den Schuldigen für diese Tat. Er muss tief in seine Vergangenheit eintauchen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Der Leser folgt Peter Lime bereitwillig auf dieser Reise, die lange Zeit von Alkoholexzessen, düsterer Trauer und Hass geprägt ist. Die Schilderung der menschlichen Gefühle, die Empfindungen der handelnden Personen stehen bei diesem Roman im Vordergrund. Der Autor Leif Davidsen erzählt mit leisen, ruhigen Tönen von Ängsten und Leid seines "Helden" und als Leser wird man von diesem langsamen, dichten Erzählstil unweigerlich mitgerissen. Die Handlung des Krimis erscheint mir insgesamt eher bedächtig, es passiert nicht "viel" und dennoch geschieht so einiges. Peter Lime muss in diesem Roman viel erleiden, seine Gefühlswelt gerät durch den Tod seiner Familie vollends aus den Fugen und mehr als einmal fragt man sich als Leser, ob er die Kurve kriegt und aus dem Sog seiner teilweise selbstzerstörerischen Handlungen entkommen kann. So exakt wie die Gefühle der handelnden Personen beschreibt der Autor auch deren Umgebung, ohne dabei langatmig zu erscheinen. Im Gegenteil, das Buch lebt von diesen atmosphärischen Schilderungen - als Leser fühlt man sich unwillkürlich ins schwül-warme, brodelnde Madrid versetzt, um im nächsten Moment im skandinavisch-kühlen Dänemark zu landen.

Lediglich das Ende erscheint mir etwas übereilt und hat mich nicht komplett überzeugt. Insgesamt betrachtet hat Leif Davidsen ein intelligentes und spannendes Buch vorgelegt, das mehr als gut unterhält.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Spannend!
Spannende Unterhaltung, interessante Handlung, habe es gerne gelesen, auch wegen dem historischen Kontext. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Krimifan veröffentlicht
ein brisantes Thema
eigentlich sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre für jeden Sensationsreporter werden.
Aus dem Jäger wird der gejagte.
Veröffentlicht am 20. März 2009 von trollinger
Eine andere Art des Thrillers
Peter Lime, gebürtiger Däne, verheiratet in Madrid, ist Paparazzi und hat damit sein Vermögen gemacht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2008 von Breanna,
Dänischer Thriller inmitten europäischer Geheimdienste
"Der Augenblick der Wahrheit" gehört zum Genre der Skandinavien-Thriller, die sich dadurch auszeichnen, nordeuropäische Protagonisten in den Vordergrund zu stellen, aber... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2008 von Regenfisch
Gut recherchiert, aber wirr und zu viele Details
Kurzweilig und gut recherchiert, allerdings mit zu viele Details und Verwicklungen. Der Hauptdarsteller bleibt bis am Ende ein unsympatischer Macho und die Auflösung ist sehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2007 von MonaldaM
Belichtet
Das Leben eines Paparazzo ist nicht einfach. Er kennt keine Skrupel, ein Foto schießen, egal welches, bringt ihm Geld ein. Er versteht sich aufs Auflauern. Er kann warten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2007 von Polar
Belichtet
Das Leben eines Paparazzo ist nicht einfach. Er kennt keine Skrupel, ein Foto schießen, egal welches, bringt ihm Geld ein. Er versteht sich aufs Auflauern. Er kann warten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2007 von Polar
Intelligent und Kurzweilig
Ein Paparazzo wird vom Jäger zum Gejagten, als er sich auf die Suche nach den Mördern seiner Familie macht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2007 von Joern Rohrbach
intelligent und anspruchsvoll
Eins vorweg: viel passiert nicht in diesem Kriminalroman. Wer auf Action und knapp und präzis formulierte Spannungsliteratur steht, wird hier nicht bedient. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. August 2006 von helmut seeger
In der Kürze liegt die Würze
Die Story fängt rasant an, und dieses Tempo taucht auch immer wieder auf, aber dann verliert sich der Autor in Erinnerungen oder pseudophilosophischen Betrachtungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2005 von Susi
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