Einfach wundervoll was Christopher Paolini hier in seinem zweiten Werk vollbracht hat.
Schon der erste Band riss einen in seinen Bann und nicht weniger gelingt es diesem Buch. Man kann sich darüber streiten ob Band eins oder Band zwei besser ist, für mich sind beide unübertrefflich und ich finde sogar das sich dieser Teil noch ein wenig gesteigert hat.
Einigen Lesern mag der Aufenthalt bei den Elfen zu lange sein, doch finde ich ihn sehr gelungen, noch nie schaffte es ein Autor eine Elfenstadt so lebendig zu umschreiben.
Auch die überaus schwierige Beziehung zwischen Arya und Eragon trägt dazu bei dem Roman eine Tragik und Tiefe zu verleihen die einem sehr nahe geht, doch auch mit Witz, Charm und einer konsistenten Handlung verleiht der Autor dem Roman eine ganz eigene und einmalige Prägung.
Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen (genau wie den ersten Teil) und muss sagen das der Gedanke, jetzt mindestens ein Jahr warten zu müssen (wenn man Pech hat sogar noch länger) mich schon fast depressiv macht. Wie werden die Geschehnisse gegen Ende dieses Werkes weiter verarbeitet? Was passiert nun mit Eragon und Arya und wie genau sind die Fragmente der Prophezeiung der Werkatze, die noch nicht eingetroffen sind, zu verstehen ? Wird Eragon im dritten Teil wirklich das Land für immer Verlassen ? Und kann man darauf hoffen das es nach dem dritten Teil eine weitere Triologie gibt, in der Eragon zusammen mit Arya zumindest einen Gastauftritt hat, am besten natürlich wäre es wenn sie wieder die Protagonisten wären.
Alles in allem ein Roman der so dermaßen fesselnd war, das ich jeden Vergleich mit dem stellenweise sehr langatmigen Herr der Ringe sogar als Beleidigung für Christopher Paolinis Werk empfinde.
Ich denke das Fazit das ich hier ziehe ist offensichtlich, wer sich selbst wieder als 16 Jährigen, begeisterten Fantasy Leser fühlen und losgelöst von den langweiligen Momenten des Alltags sein will, der ist mit diesem Werk sehr gut beraten. Ich fühlte mich jedenfalls wieder wie 16, mit all der Begeisterung auch für die einfachen Dinge des Lebens, die dazugehört.
Und selbst wer nicht Fantasy Fan ist, der soll sich den "Auftrag des Ältesten" trotzdem zulegen, ich verspreche danach wird man nämlich Fantasy Fan sein.