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Der Aufstieg des Geldes: Die Währung der Geschichte
 
 
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Der Aufstieg des Geldes: Die Währung der Geschichte [Taschenbuch]

Niall Ferguson , K.-D. Schmidt
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (1. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548609880
  • ISBN-13: 978-3548609881
  • Originaltitel: The Ascent of Money
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 14 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 26.422 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Niall Ferguson
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Lebendig , pittoresk und detailreich... eine überbordende Fundgrube, effektvoll und pointensicher geschrieben." (Deutschlandradio Kultur)
"Niall Ferguson vermittelt ein tiefes grundsätzliches Verständnis vom Geld." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

WELT AM SONNTAG/ 08.03.09/ Thomas Schmid

»Es komt nicht häufig vor, dass große geschichtliche Umbrüche geschehen - und der Versuch, sie umfassend zu erklären, schon geschrieben ist...liest sich wie ein gewaltiger Kommentar zur gegenwärtigen Finanzkrise.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Und es gibt sie doch 29. März 2009
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Forschen und lehren sollen sie, die Professoren. Aber für die Verbreitung ihrer Resultate sollten sie auch schreiben können. Oder wenigstens den Mut haben, sich dabei unterstützen zu lassen. Während deutschsprachige Professoren oft mit dem Argument abwinken, ein flüssiger und unterhaltsamer Stil würde die Wissenschaftlichkeit ihrer Thesen gefährden, beweisen ihre angelsächsischen und amerikanischen Kollegen schon lange, dass dem nicht so sein muss. Ein Beispiel für viele ist Niall Ferguson. Gekonnt und ohne Angst vor Kollegenschelte legt er eine Geschichte des Geldes vor, die sich streckenweise wie ein Kriminalroman liest. Und dass die Finanzkrise sein Thema ganz plötzlich ins Rampenlicht rückte, ist das verdiente Glück des Tüchtigen.

Sachlich kann Niall Ferguson seinen Untersuchungsgegenstand auch deshalb betrachten, weil für ihn als Historiker zusammenbrechende Märkte und Banken nichts Neues sind. Das vermittelt er auch seinen Lesern, indem er sie am Auf und Ab der Wirtschaft teilnehmen lässt. Dabei verzichtet er nicht auf Zahlen und Fakten, aber er packt sie in Geschichten ein und arbeitet mit sprachlichen Formulierungen, die Verbindungsstücke nicht als lästige Fremdteile erscheinen lassen. Und weil er bei der Treibjagd auf Schuldige nicht mitmacht, kann er in einer wohltuenden Gelassenheit aufzeigen, dass Geld wesentlich zu den Fortschritten moderner Gesellschaften beigetragen hat. Das ist umso wichtiger, als aus der Ecke naiver Ideologen bereits in den Raum gerufen wird, man solle doch zur Tauschwirtschaft zurückkehren, Zinsgeschäfte verbieten und Spekulation als Werkzeug des Teufels brandmarken. Dass die Verfasser solch dummer Predigten ihr Unterhaltsgeld meist vom Staat erhalten, sei nur am Rande vermerkt. Und auch Niall Ferguson gibt sich mit allzu unreflektierten Kritiken wenig ab. Er zieht es vor, seine Leser auf eine Weltreise mitzunehmen, ihnen Einblicke in die Finanzstuben historischer Größen und fremder Länder zu gewähren und überraschende Querverbindungen aufzuzeigen.

Platzende Blasen betrachtet Niall Ferguson als ebenso natürlich wie die menschlichen Triebe. Und wenn er uns vor Augen führt, wie sich Habgier irgendwann in Furcht verwandelt, erfahren wir wesentlich mehr über das Wesen des Geldes, als in den meisten Kommentaren zur gegenwärtigen Finanzkrise. Selbstverständlich treffen wir in diesem Buch auf all die bekannten Ökonomen der Wirtschaftsgeschichte. Aber nur von Keynes, Smith & Co zu sprechen, würde dem Thema nicht gerecht. Also bittet Ferguson auch Persönlichkeiten der Gegenwart auf die Bühne, was zu spannenden Wiederbegegnungen mit Notenbankchefs und ehemaligen Spitzenmanagern führt.

Mein Fazit: Kein Schnellschuss, um aus dem Zusammenbruch der Finanzmärkte Profit zu schlagen. Was Niall Ferguson vorlegt, ist bestens recherchiert und in historisches Quellenmaterial eingebettet. Was das Buch besonders auszeichnet ist die Art, wie eine eher trockene Materie vermittelt wird. Dank der Formulierungskunst des Autors und vielen Abbildungen kann dieses Sachbuch auch Leser erreichen, die nicht Volkswirtschaft oder Finanzwesen studiert haben, sondern einfach das notwendige Interesse mitbringen. Es gibt sie also doch, die didaktisch begabten Professoren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Trotz der größten Krise auf den Finanzmärkten seit über 80 Jahren bleibt er verhalten optimistisch, der Autor dieses schwergewichtigen Buches und Professor für Wirtschafts- und Finanzgeschichte an der Harvard University, Niall Ferguson. Und sein Wort zählt, nicht nur in der angelsächsischen Welt, wo er als einer der besten Historiker gilt.

In seinem letzten, in den USA schon 2008, als die Krise schon auf ihren Höhepunkt zusteuerte, veröffentlichten Hauptwerk, zeichnet Niall Ferguson die Geschichte und die Kulturgeschichte des Geldes nach. Quer durch die vielen Jahrhunderte, die er beschreibt, vollziehen die unterschiedliche Finanzmärkte eine stetigen und auch nachvollziehbaren Wechsel von Aufschwung und Krise. Über eine langen Entwicklungszeitraum wird Geld zu der eigentlichen Triebfeder der Geschichte, zur "Währung der Geschichte", wie das Buch im Untertitel heißt. Immer schon waren politische Entscheidungen und Entwicklungen finanziell motiviert, alle andere angegebenen Gründe sind ideologischer Natur. Das Hauptmovens der Geschichte sind finanzielle Interessen von einzelnen Menschen, Kasten , Gruppen, Konzernen und in deren Folge dann auch von Staaten.

Das wird, so Ferguson unaufgeregt, auch immer so bleiben. Das Wesen des Geldes trachtet nach Vermehrung und es ist ein immanenter Teil dieses Wesen, dass das Geld bei den Menschen Habgier und unter den Menschengruppen Kriege hervorruft. Auch das wird so bleiben, sofern es nicht durch andere Kulturleistungen in zivilisierte Bahnen gelenkt werden kann.

Auf der anderen Seite, und das hebt Ferguson besonders hervor, hat das Geld den Menschen Wohlstand und Reichtum gebracht und die Entwicklung einer menschlichen Gesellschaft erst ermöglicht. Anhand von vielen Beispielen, die er in einem langen historischen Überblick darlegt erklärt er die inneren Mechanismen des Geldwesens. Sie ermutigen ihn zum Ausdruck der Hoffnung, dass sich die gegenwärtige prekäre Lage wieder stabilisieren wird, wohl bis zur nächsten Krise.

Ein gut lesbares und interessantes wirtschafts- und kulturhistorisches Buch, das einen die gegenwärtige Weltwirtschaftssituation besser verstehen lässt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch bietet eine Geschichte des Geldes bzw. der Finanzen. Jedes Kapitel ist einem Aspekt der Finanzmärkte gewidmet.

Zunächst wird eine Definition des Geldes geboten: Es ist ein Zahlungs- oder besser gesagt Kreditmittel.

Banken: Nach einer Beschreibung des Bankwesens der Medici während der Renaissance und der Entwicklungen im 19. Jahrhundert wird gezeigt, dass die Geldpolitik der Staaten seitdem viel expansiver geworden ist. Besonders seit der Aufhebung des Goldstandards durch US-Präsident Nixon 1971 bzw.1973 erleben wir eine Geldentwertung (Inflation). Der Autor beschreibt in einem Spiel, wie die Mindestreservepolitik der Notenbanken funktioniert und diskutiert die Wirkung einer 100-prozentigen Reservehaltung.

Anleihen: Diese wurden erfunden, um Geld für Kriege zu beschaffen. Als Beispiele für den Anleihemarkt werden die Geschichte der Rothschilds, die Situation der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg und die Hyperinflation der Weimarer Republik angeführt. Ein modernes Beispiel für einen verschuldeten Staat ist Argentinien.

Blasen: Die erste große Blase der Geschichte war das ungedeckte Papiergeld, welches John Law im 18. Jahrhundert in Frankreich einführte und welches (mit) zum Staatsbankrott und damit zur Französischen Revolution führte. Da Blasen häufig den Aktienmarkt betreffen, wird die erste AG der Welt ausführlich dargestellt (die holländische Ostindienkompanie). Die Weltwirtschaftskrise war ebenfalls eine Aktienblase; die Deflation wurde durch die amerikanische Zentralbank ausgelöst. Es zeigt sich, dass eine Aktienblase eine Politik des leichten Geldes von Seiten der Notenbank erfordert. So war es auch mit dem Internet-Boom unter der Aufsicht von Greenspan.

Risiko: Hier werden besonders die Entwicklungen hin zur modernen Versicherung in Schottland (Witwenrente) beschrieben. Daraus entwickelte sich später der Sozialstaat, sei es aus politischen (Bismarck) oder militärischen (Japan) Gründen. Jedoch stößt der Sozialstaat finanziell an seine Grenzen (u. a. auf Grund der alternden Bevölkerung); deshalb wird auch die von Milton Friedman propagierte "neoliberale" Reformpolitik erläutert. Dessen Privatisierung der Rentenversicherung wurde in Chile erfolgreich umgesetzt.

Eigentum: Früher hatten nur Adlige Eigentum; das änderte sich erst im Laufe der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Die USA setzten auf eine Gesellschaft der Hausbesitzer. Deshalb wurden im Zuge der Weltwirtschaftskrise Institutionen geschaffen, von denen heute jeder spricht, nämlich die halbstaatlichen Immobilienfinanzierer "Fannie" und "Freddie". In Großbritannien wurden viele Menschen durch Margaret Thatcher Hauseigentümer, indem diese staatliche Wohnungen günstig verkaufte. Im Zuge der Deregulierung wurden in den USA die Anforderungen an die Sparkassen geändert, sodass diese sich in den 1980er Jahren verspekulierten. Jetzt haben wir die "Subprime"-Krise. Der Ökonom de Soto hat behauptet, dass der Schlüssel zum Wirtschaftswachstum im Privateigentum liegt; andernfalls hat man keine Sicherheiten für Kredite. Verlässliches Privateigentum fehlt jedoch in vielen Entwicklungsländern. Zusätzlich müssen Banken vorhanden sein, welche auch den Armen Kredite gewähren. Hier sind die so genannten Mikrokredite ideal, welche z. B. von der bekannten Grameen-Bank des Nobelpreisträgers Yunus vergeben werden.

Globalisierung: Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war die Wirtschaft globalisiert, besonders innerhalb des Britischen Weltreichs. Dabei wurde die Globalisierung jedoch z. T. militärisch durchgesetzt, z. B. mittels des Opiumkrieges in China. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Globalisierung vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank begleitet. Im Zuge der Asienkrise 1997 / 1998 werden die Grundsätze des "Washington Consensus" (Anpassungspolitik des Währungsfonds für Schuldnernationen) und die Kritik bekannter Wirtschaftswissenschaftler wie Stiglitz und Krugman diskutiert. Im Laufe der Zeit hat man neue Möglichkeiten erfunden, um auf dem Finanzmarkt Geld zu verdienen, u. a. gibt es Hedgefonds und Spekulanten wie Soros. Wie man sieht, führte eine Abwertung des Dollars 1973 wie 2003ff zu steigenden Rohstoffpreisen. In diesem Kapitel werden auch die finanziellen Verwertungen zwischen China und Amerika behandelt (so hortet die chinesische Zentralbank amerikanische Staatsschulden im Wert von ca. einer Billion Dollar).

Nachwort: Die Finanzgeschichte enthält drei Komponenten: Unsicherheit, Psychologie und Evolution. Der volkswirtschaftliche Typus des "homo oeconomicus" entspricht nicht dem realen Menschen. Die staatlichen Rettungsmaßnahmen von US-Präsident Obama können zu einer staatlichen Kontrolle der Wirtschaft führen. Die Regulierung der Finanzmärkte ist oft kontraproduktiv; vor allem die Bilanz- und Eigenkapitalvorschriften von "Basel I" und "Basel II" sind zu lasch.

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Text wird durch viele Abbildungen und Fotos aufgelockert. Darüber hinaus werden häufig Konzepte erklärt, z. B. wie man selbst am Finanzmarkt spekulieren könnte oder wie eine angeblich unfehlbare mathematische Formel für Spekulationsgewinne lautete. Wer statt einer themenbezogenen eine detaillierte chronologische Geschichte des Geldes sucht, dem kann ich Davies: "A History of Money" empfehlen. (Hinweis: Ich habe die britischen Taschenbuchausgabe "The Ascent of Money" vom Frühjahr 2009 gelesen, welche ausführlich die aktuelle Bankenkrise diskutiert.)
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Gute Mischung
Die Einleitung hat mich etwas enttäuscht und ich dachte schon: oje, das wird ja ein trockener Schmöker. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von Markus veröffentlicht
Grossartig
Das ist Geschichte, wie man sie in den Schulen lehren müsste. Wer das Buch liest, weiss: Spekulations-Blasen gab es schon immer. Und wird es immer geben. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von book worm veröffentlicht
Der Aufstieg des Geldes, Niall Ferguson
Das Buch wurde mir von Freunden empfohlen. Es ist überraschend flüssig zu lesen und behandelt die Geschichte des Geldes. Geld wurde vor vielen Jahrhunderten 'erfunden'. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von RJB veröffentlicht
Die Geschichte von Boom & Bust ...
... erzählt von einem vortrefflichen Geschichtenschreiber. Denn der Unterhaltungswert ist wirklich die größte Stärke dieses außerordentlich gut lesbaren... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von OldboY veröffentlicht
Interessant, gut zu lesen, aber ...
Vorweg: Ich mag Niall Ferguson. Er präsentiert Wirtschaftsgeschichte in verständlicher, sympathischer Form - so auch im vorliegenden Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Norbert Walter veröffentlicht
Weltgeschichte ist u.a. Geldgeschichte
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Vor 22 Monaten von Ewald Judt veröffentlicht
Historische Analyse des (Buch-) Geldes
Im Buch ist die Kapitelaufteilung teilweise eine andere, im Wesentlichen werden aber nacheinander die Themenbereiche Anleihen, Aktien, Versicherungen, Immobilien und Globalisierung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2010 von Bloron
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