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Der Aufmacher: Der Mann, der bei Bild Hans Esser war Taschenbuch – 1. Januar 1977


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: KiWi-Taschenbuch (1. Januar 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462026631
  • ISBN-13: 978-3462026634
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 211.129 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Die Person Günter Wallraff ist untrennbar verbunden mit den Rollen, in die der Autor und Journalist für seine Recherchen geschlüpft ist. So war er als Hans Esser vier Monate als "BILD"-Reporter tätig, und erlebte als Türke Ali Levent am eigenen Leib, womit Gastarbeiter in Deutschland zu kämpfen haben. Seine Erfahrungen publizierte Wallraff: 1977 erschien "Der Aufmacher. Der Mann, der bei BILD Hans Esser war", 1985 wurde "Ganz unten" publiziert und machte den Autor quasi über Nacht berühmt. Dabei schrieb Wallraff, der 1942 in der Nähe von Köln geboren wurde, in den 1950er-Jahren zunächst Gedichte und arbeitete als Buchhändler. Erst seine zurückgewiesene Wehrdienstverweigerung machte ihn zum politischen Kämpfer, der noch immer in verschiedene Rollen schlüpft, um Missstände anzuprangern.

Produktbeschreibungen

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Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt -- das ist das Ergebnis der Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor -- und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt -- daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest.

Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" -- auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell.

Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." -- "Dufte, prima. Tot?!" -- "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag.

Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt.

Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand -- angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. --Erik Möller

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Günter Wallraff, Jahrgang 1942. Veröffentlichungen u.a.: »Wir brauchen dich. Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben« (1966; 1970 unter dem Titel »Industriereportagen«). In der Sammlung »13 unerwünschte Reportagen« (1969) berichtete Wallraff über seine Erfahrungen in der Rolle eines Alkoholikers oder eines Obdachlosen. 1973 erschien die Reportagensammlung »Ihr da oben – wir da unten« (mit Bernt Engelmann), 1975 die Dokumentation einer in Athen durchgeführten Protestaktion Wallraffs gegen das griechische Obristenregime (»Unser Faschismus nebenan«). Besonderes Aufsehen erregte Wallraff 1977 mit seinen verdeckten Recherchen innerhalb der Redaktion der Bild-Zeitung (»Der Aufmacher. Der Mann, der bei ›Bild‹ Hans Esser war« und weitere Bücher zum Thema). Als politisch besonders wirksam erwies sich die Reportage (in der Rolle des türkischen Arbeiters Ali) über den menschenverachtenden Handel mit Leiharbeitern (»Ganz unten«, 1985).

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 20. April 2000
Format: Taschenbuch
Tag für Tag knallen die harten Schlagzeilen der Bild-Zeitung in unsere Gesichter. Die Bild ist allgegenwärtig. Ein jeder scheint die Bild zu kennen. So ging es auch mir. Ich lese diese Zeitung zwar nicht, aber ob ihrer großen Aufmacher lese ich sie dann doch oft mit - in Bussen oder auf der Straße. Was sich dahinter verbirgt, wie die Redakteure arbeiten, ist unklar. 1977 begab sich Günter Wallraff in die Reaktion der Hannoverschen Ausgabe. Um von innen, aus dem Zentrum der Zeitung berichten zu können mußte er sich verwandeln, mußte er selbst zu einem Redakteur werden. Als "Hans Esser" schrieb er für die Zeitung und als Wallraff für die Öffentlichkeit. Dieser zeigt er mit seiner Arbeit ein Bild von der Bild, wie es keiner bislang kannte. Man mag zwar einen "Schmierenjournalismus" hinter dem Springer-Blatt vermuten, doch welche Methoden tatsächlich angewandt werden, um die Leser bei der Stange zu halten, sind unglaublich und wahnsinnig spannend. Eine aufregende Reportage, die mit Sicherheit nichts an Aktualität eingebüßt hat. Wie Bild arbeitet erfährt man nur durch Wallraffs monatelange Arbeit in der Redaktion. Das Buch liest sich an vielen Stellen wie ein Kriminalroman. Verflechtungen zwischen dem Massenblatt und der Politik werden aufgezeigt - die bildsche Unabhängigkeit und Klarheit eine Farce?! Dass es für Zündstoff sorgte zeigt der Versuch von Bild, per Gerichtsentscheid einige Passagen zensieren zu lassen. Für eine Zeitlang steckte auch hinter der Bild ein kluger Kopf: Wallraffs. Gut, dass es solche Leute gibt und noch besser, dass sie so gut schreiben können.
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44 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 2. August 2003
Format: Taschenbuch
Leider sind in dieser aktuellen Ausgabe einige Passagen und Zitate durch Gerichtsbeschlüsse "entfernt" worden ... ich würde das nächste Mal nach einer gebrauchten Erstauflage suchen.
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48 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Philipp Lenssen am 27. April 2006
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch ist leider an vielen Stellen, wie bereits von anderen erwähnt, durch Gerichtsbeschlüsse zensiert. Ich hab diese Version erstmal beiseite gelegt und werde eine frühere Auflage suchen -- so kann das Buch keinen roten Faden entwickeln, da Kernvorkommnisse fehlen. Die Bewertung mit 1 Stern nur an diese Version.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hans Werner am 10. November 2014
Format: Taschenbuch
Wer noch glaubte, das Nachrichten der Realität entsprechen wird spätestens mit Lektüre dieses Buches eines Besseren belehrt!
Bild ist Stimmungsmache, Bild ist Manipulation, Bild kann Minister stürzen, Bild kann Könige erheben! Bild ist Macht!
Hier geht es um mehr als um die üblichen Übertreibungen in der Schlagzeile, die der erfahrene Leser noch kompensieren kann! Hier wird deutlich, das die Ware "Nachricht" zurechtgerückt werden muss, um verkauft werden zu können! Reporter müssen sich gegenüber ihren Lokalredaktionen durchsetzen, Lokalredaktionen müssen sich gegenüber der Bundesredaktion durchsetzen. Man steht im Konkurrenzkampf, gedruckt werden nur die echten Reisser, also muss man zwangsläufig ausschmücken, bis von der eigentlichen Substanz nicht mehr viel übrig ist! Das ist Bild!
Man muss Günter Wallraff dankbar sein, das er einen Volk, das leider größtenteils aus einfachen, leichtgläubigen Konsumenten besteht mit diesem Buch (und den folgenden) ein Stück weit die Augen geöffnet hat!
Deutschland braucht mehr Günter Wallraffs! Deutschland braucht mehr investigativen Journalismus. Und Deutschland braucht Medien mit Auflage, die noch unabhängig genug sind, diese Wahrheiten zu veröffentlichen!
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von junior-soprano TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 15. Oktober 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Axel Springer hatte mit „Bild" eine clevere Geschäftsidee. Wenig Text, viele Bilder, handliches Format und günstiger Preis - eine praktische Sache, für Menschen mit wenig Zeit zum Lesen, körperlich arbeitende Menschen zum Beispiel. 50 Jahre später ist sein Blatt auf dem absteigenden Ast. Jeder weiß, das „Bild" voller Fehler und Nonsens ist, aber auch durch viele exklusive Informationen auf sich aufmerksam macht. Definitiv keine unabhängige Berichterstattung, sondern Meinungsmache. Mich langweilt das und ich kaufe mir lieber eine richtige Zeitung. Trotzdem habe ich „Der Aufmacher" von Günter Wallraff verschlungen. Es ist eine packende Reportage über den Alltag in einem Medienunternehmen im Jahre 1977. Das ist nun schon eine Weile her, dennoch lohnt es sich immer noch dieses Buch zu lesen! Medien haben eine enorme Wirkung und bestimmen das tägliche Leben, es lohnt sich auf jeden Fall zu hinterfragen, was in einer großen Zeitungsredaktion passiert. Gerade in einer Zeit, in der die Medien immer unkritischer und kommerzieller werden. Wirklich neu ist Wallraffs Methode nicht. Bereits in den 30er Jahren gab sich der Autor von „Animal Farm" und „1984" George Orwell als Handlanger in Hotels und als Straßenkehrer aus, um kritisch und authentisch über das Leben der Tagelöhner berichten zu können. Günter Wallraff gab sich als junger Journalist Hans Esser aus und wurde Mitarbeiter der Bild-Redaktion in Hannover. Zahlreiche Artikel von ihm wurden veröffentlicht, sie sind in „Der Aufmacher" abgedruckt. Teilweise ist es amüsant was für einen Unsinn er sich dort ausdenken (!) oder umdichten und schreiben mußte.Lesen Sie weiter... ›
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