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Der Aufmacher: Der Mann, der bei Bild Hans Esser war [Taschenbuch]

Günter Wallraff
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

1. Januar 1977
»So präsent als wäre es erst gestern passiert.« Süddeutsche Zeitung 1977 erschien Günter Wallraffs inzwischen legendärer Bericht aus dem Innern der Bild-Zeitung zum ersten Mal. In ihm beschreibt Wallraff, was er in drei Monaten als Bild-Reporter Hans Esser erlebte. 1990 wurde Der Aufmacher mit Jürgen Prochnow in der Hauptrolle als französisch-amerikanische Koproduktion unter dem Titel The Man Inside verfilmt.Wallraffs berühmter Alleingang, dessen Rechtmäßigkeit nachträglich Gegenstand eines langwierigen Rechtsstreites war, mußte beendet werden, als seine Identität als Bild-Reporter Hans Esser aufflog. In einer immer stärker und immer unkontrollierbarer von den Medien beherrschten Öffentlichkeit ist dieses spannende, faktenreiche und entlarvende Buch von bestechender Aktualität.Günter Wallraffs Berichte aus dem Inneren der Bild-Zeitung sind legendär: Dieser berühmte Alleingang als Hans Esser bei Bild ist ein Glanzstück des investigativen Journalismus. In Zeugen der Anklage legte er nach und enthüllte illegale Recherchiermethoden und unglaubliche Redaktionsbesprechungen bei Bild. Zuletzt resümierte Günter Wallraff seine Erfahrung mit dem Boulevardblatt in Ich - der andere unter der Überschrift 50 Jahre Bild – wirklich kein Grund zu feiern. 


Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: KiWi-Paperback; Auflage: 11 (1. Januar 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462026631
  • ISBN-13: 978-3462026634
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 136.066 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt -- das ist das Ergebnis der Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor -- und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt -- daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest.

Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" -- auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell.

Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." -- "Dufte, prima. Tot?!" -- "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag.

Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt.

Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand -- angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. --Erik Möller

Über den Autor

Günter Wallraff, Jahrgang 1942. Veröffentlichungen u.a.: »Wir brauchen dich. Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben« (1966; 1970 unter dem Titel »Industriereportagen«). In der Sammlung »13 unerwünschte Reportagen« (1969) berichtete Wallraff über seine Erfahrungen in der Rolle eines Alkoholikers oder eines Obdachlosen. 1973 erschien die Reportagensammlung »Ihr da oben – wir da unten« (mit Bernt Engelmann), 1975 die Dokumentation einer in Athen durchgeführten Protestaktion Wallraffs gegen das griechische Obristenregime (»Unser Faschismus nebenan«). Besonderes Aufsehen erregte Wallraff 1977 mit seinen verdeckten Recherchen innerhalb der Redaktion der Bild-Zeitung (»Der Aufmacher. Der Mann, der bei ›Bild‹ Hans Esser war« und weitere Bücher zum Thema). Als politisch besonders wirksam erwies sich die Reportage (in der Rolle des türkischen Arbeiters Ali) über den menschenverachtenden Handel mit Leiharbeitern (»Ganz unten«, 1985).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Streichungen 2. August 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Leider sind in dieser aktuellen Ausgabe einige Passagen und Zitate durch Gerichtsbeschlüsse "entfernt" worden ... ich würde das nächste Mal nach einer gebrauchten Erstauflage suchen.
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48 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zensur 27. April 2006
Format:Taschenbuch
Das Buch ist leider an vielen Stellen, wie bereits von anderen erwähnt, durch Gerichtsbeschlüsse zensiert. Ich hab diese Version erstmal beiseite gelegt und werde eine frühere Auflage suchen -- so kann das Buch keinen roten Faden entwickeln, da Kernvorkommnisse fehlen. Die Bewertung mit 1 Stern nur an diese Version.
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Unabhängig, kritisch, klar???????" 20. April 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Tag für Tag knallen die harten Schlagzeilen der Bild-Zeitung in unsere Gesichter. Die Bild ist allgegenwärtig. Ein jeder scheint die Bild zu kennen. So ging es auch mir. Ich lese diese Zeitung zwar nicht, aber ob ihrer großen Aufmacher lese ich sie dann doch oft mit - in Bussen oder auf der Straße. Was sich dahinter verbirgt, wie die Redakteure arbeiten, ist unklar. 1977 begab sich Günter Wallraff in die Reaktion der Hannoverschen Ausgabe. Um von innen, aus dem Zentrum der Zeitung berichten zu können mußte er sich verwandeln, mußte er selbst zu einem Redakteur werden. Als "Hans Esser" schrieb er für die Zeitung und als Wallraff für die Öffentlichkeit. Dieser zeigt er mit seiner Arbeit ein Bild von der Bild, wie es keiner bislang kannte. Man mag zwar einen "Schmierenjournalismus" hinter dem Springer-Blatt vermuten, doch welche Methoden tatsächlich angewandt werden, um die Leser bei der Stange zu halten, sind unglaublich und wahnsinnig spannend. Eine aufregende Reportage, die mit Sicherheit nichts an Aktualität eingebüßt hat. Wie Bild arbeitet erfährt man nur durch Wallraffs monatelange Arbeit in der Redaktion. Das Buch liest sich an vielen Stellen wie ein Kriminalroman. Verflechtungen zwischen dem Massenblatt und der Politik werden aufgezeigt - die bildsche Unabhängigkeit und Klarheit eine Farce?! Dass es für Zündstoff sorgte zeigt der Versuch von Bild, per Gerichtsentscheid einige Passagen zensieren zu lassen. Für eine Zeitlang steckte auch hinter der Bild ein kluger Kopf: Wallraffs. Gut, dass es solche Leute gibt und noch besser, dass sie so gut schreiben können.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Verkehrte Welt
Ich verstehe Günter Wallraff nicht. Wie kann er es zulassen, das sein Verlag diese hervorragende Reportage über Amazon vertreiben lässt, obwohl bei Amazon... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Peeleh veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lange her, dennoch aktuell.
Ich habe das Buch gelesen und bin der Meinung, dass es, auch wenn es gegen Ende der 70er geschrieben wurde, immer noch zutreffend ist. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Ronny M. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Im Zentrum der Bild- Zeitung! Leider zensierte Fassung!
Wer auf Amazon oder auf dem trödelmarkt das Glück hat, eine alte Ausgabe dieses Buches zu erstehen, der muss nicht zu diesem greifen; denn leider haben es die Bild-... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Ingmar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Günter Wallraff und Ares Einstein aber nur UNZENSIERT !
Schade, habe diese Version zensiert wurde...

Ich mag den Günter und seine Aktionen.
Seine Werke sind Genial, legender und spannend, ich habe von diesem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. April 2011 von Come together & heal the world
4.0 von 5 Sternen Nostalgie pur?
Interessant, aber sehr emotional geschrieben. Wer sich mit der Zeit und dem Autor beschäftigt, weiß weshalb. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2010 von Horst Meier
5.0 von 5 Sternen BILD dir deine Meinung... nämlich UNSERE!
Ich habe mittlerweile zwei Auflagen dieses Buches erworben - beide zensiert, allerdings unterschiedlich stark. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2010 von minicavy
4.0 von 5 Sternen So ist die BILD
Günter Wallraff ist ein Synonym für investigativen Journalismus, als es ihn noch nicht gab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2010 von Swen Awiszus
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, auch noch nach 30 Jahren aktuell
Vorab: Das Buch hat an sich 5 Sterne verdient, denn auch nach mittlerweile 32 Jahren ist es aktuell wie eh und je. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2009 von dieleseratz
5.0 von 5 Sternen Was heute BILDBLOG.DE ist...
...war vor über drei Jahrzehnten Günther Wallraff. Damals arbeitete der Enthüllungsjournalist unter Pseudonym in einer Bildredaktion. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2009 von Uwe Peters
5.0 von 5 Sternen Unzensierte Auflage
Wenn ich mal ausnahmsweise beruflich für meine Seminare eine Bildzeitung brauche, gehe ich immer mit langem Jackett oder Mantel zur Tankstelle, und das auch zu einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2008 von Hans Janotta
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