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Der Aufmacher: Der Mann, der bei Bild Hans Esser war
 
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Der Aufmacher: Der Mann, der bei Bild Hans Esser war [Taschenbuch]

Günter Wallraff
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 274 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462026631
  • ISBN-13: 978-3462026634
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 67.468 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Günter Wallraff
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt -- das ist das Ergebnis der Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor -- und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt -- daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest.

Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" -- auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell.

Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." -- "Dufte, prima. Tot?!" -- "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag.

Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt.

Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand -- angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. --Erik Möller

Kurzbeschreibung

Vor zwanzig Jahren erschien zum ersten Mal Gunter Wallraffs inzwischen legendärer Bericht aus dem Innern der "Bild"-Zeitung "Der Aufmacher", in dem Wallraff beschreibt, was er in drei Monaten als "Bild"-Reporter Hans Esser erlebte. In einer immer stärker und immer unkontrollierbarer von den Medien beherrschten Öffentlichkeit ist dieses spannende, faktenreiche und entlarvende Buch von bestechender Aktualität.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Streichungen 2. August 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Leider sind in dieser aktuellen Ausgabe einige Passagen und Zitate durch Gerichtsbeschlüsse "entfernt" worden ... ich würde das nächste Mal nach einer gebrauchten Erstauflage suchen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zensur 27. April 2006
Format:Taschenbuch
Das Buch ist leider an vielen Stellen, wie bereits von anderen erwähnt, durch Gerichtsbeschlüsse zensiert. Ich hab diese Version erstmal beiseite gelegt und werde eine frühere Auflage suchen -- so kann das Buch keinen roten Faden entwickeln, da Kernvorkommnisse fehlen. Die Bewertung mit 1 Stern nur an diese Version.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Tag für Tag knallen die harten Schlagzeilen der Bild-Zeitung in unsere Gesichter. Die Bild ist allgegenwärtig. Ein jeder scheint die Bild zu kennen. So ging es auch mir. Ich lese diese Zeitung zwar nicht, aber ob ihrer großen Aufmacher lese ich sie dann doch oft mit - in Bussen oder auf der Straße. Was sich dahinter verbirgt, wie die Redakteure arbeiten, ist unklar. 1977 begab sich Günter Wallraff in die Reaktion der Hannoverschen Ausgabe. Um von innen, aus dem Zentrum der Zeitung berichten zu können mußte er sich verwandeln, mußte er selbst zu einem Redakteur werden. Als "Hans Esser" schrieb er für die Zeitung und als Wallraff für die Öffentlichkeit. Dieser zeigt er mit seiner Arbeit ein Bild von der Bild, wie es keiner bislang kannte. Man mag zwar einen "Schmierenjournalismus" hinter dem Springer-Blatt vermuten, doch welche Methoden tatsächlich angewandt werden, um die Leser bei der Stange zu halten, sind unglaublich und wahnsinnig spannend. Eine aufregende Reportage, die mit Sicherheit nichts an Aktualität eingebüßt hat. Wie Bild arbeitet erfährt man nur durch Wallraffs monatelange Arbeit in der Redaktion. Das Buch liest sich an vielen Stellen wie ein Kriminalroman. Verflechtungen zwischen dem Massenblatt und der Politik werden aufgezeigt - die bildsche Unabhängigkeit und Klarheit eine Farce?! Dass es für Zündstoff sorgte zeigt der Versuch von Bild, per Gerichtsentscheid einige Passagen zensieren zu lassen. Für eine Zeitlang steckte auch hinter der Bild ein kluger Kopf: Wallraffs. Gut, dass es solche Leute gibt und noch besser, dass sie so gut schreiben können.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Im Zentrum der Bild- Zeitung! Leider zensierte Fassung!
Wer auf Amazon oder auf dem trödelmarkt das Glück hat, eine alte Ausgabe dieses Buches zu erstehen, der muss nicht zu diesem greifen; denn leider haben es die Bild-... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Ingmar veröffentlicht
Günter Wallraff und Ares Einstein aber nur UNZENSIERT !
Schade, habe diese Version zensiert wurde...

Ich mag den Günter und seine Aktionen.
Seine Werke sind Genial, legender und spannend, ich habe von diesem... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Come together & heal the world veröffentlicht
Nostalgie pur?
Interessant, aber sehr emotional geschrieben. Wer sich mit der Zeit und dem Autor beschäftigt, weiß weshalb. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Horst Meier veröffentlicht
BILD dir deine Meinung... nämlich UNSERE!
Ich habe mittlerweile zwei Auflagen dieses Buches erworben - beide zensiert, allerdings unterschiedlich stark. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von minicavy veröffentlicht
So ist die BILD
Günter Wallraff ist ein Synonym für investigativen Journalismus, als es ihn noch nicht gab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2010 von Swen Awiszus
Absolut lesenswert, auch noch nach 30 Jahren aktuell
Vorab: Das Buch hat an sich 5 Sterne verdient, denn auch nach mittlerweile 32 Jahren ist es aktuell wie eh und je. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2009 von dieleseratz
Was heute BILDBLOG.DE ist...
...war vor über drei Jahrzehnten Günther Wallraff. Damals arbeitete der Enthüllungsjournalist unter Pseudonym in einer Bildredaktion. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2009 von Uwe Peters
Unzensierte Auflage
Wenn ich mal ausnahmsweise beruflich für meine Seminare eine Bildzeitung brauche, gehe ich immer mit langem Jackett oder Mantel zur Tankstelle, und das auch zu einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2008 von Hans Janotta
Kritischer Journalismus  gestern und heute; oder die Besichtigung...
Wallraffs Buch ist ein Highlight des kritischen Journalismus. Er rüttelte schon in den 70er Jahren auf und zeigte, wo die Gefahren in einer entfesselten Medienwelt liegen; in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2007 von buechermaxe
Paradebeispiel für investigativen Journalismus
Was passieren kann, wenn Journalisten nicht nur die Meldungen anderer neu formuliert auf die Zeitungsseiten packen, sondern wirklich Nachforschungen anstellen, das verdeutlicht der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2005 von red duke
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