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Der Arzt von Stalingrad. Roman
 
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Der Arzt von Stalingrad. Roman [Taschenbuch]

Heinz G. Konsalik
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: 29. Auflage (1. September 1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453033221
  • ISBN-13: 978-3453033221
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.651 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stabsarzt Dr. Böhler kämpft mit dem Mut der Verzweiflung um das Leben von Tausenden von Gefangenen in einem Lager vor dem bitterkalten Stalingrad. Als jedoch sein Assistenzarzt Dr. Schultheiß die junge Kommunistin Janina kennen lernt und beide sich ineinander verlieben, gefährdet Jens Schultheiß nicht nur sein eigenes Leben…

Über den Autor

Heinz G. Konsalik, Jahrgang 1921, stammt aus Köln. Nach dem Abitur studierte er in Köln, München und Wien Theaterwissenschaften, Literaturgeschichte und Germanistik. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er an der Ostfront schwer verwundet. Nach 1945 arbeitete Konsalik zunächst als Dramaturg und Redakteur; seit 1951 war er als freier Schriftsteller tätig. Seit dem „Arzt von Stalingrad“ wurde jedes seiner weiteren Bücher ein Bestseller. Bis zu seinem plötzlichen Tod am 5. Oktober 1999 schrieb Heinz G. Konsalik 154 Romane, die in 26 Weltsprachen übersetzt und mehr als 85 Millionen Mal verkauft wurden. Damit ist Konsalik der national und international meistgelesene deutschsprachige Schriftsteller der Nachkriegszeit.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Arzt Dr. Böhler und seine Kollegen müssen in einem russischen Arbeits- und Gefangenenlager mit den primitivsten Mitteln operieren und die Kranken versorgen, soweit das bei solchen Verhältnissen machbar ist. So amputieren sie z.B. mit einem Taschenmesser (!) einem Patienten sein Bein, das nicht mehr zu retten ist. Die Patienten überleben dank des meisterlichen Könnens der Ärzte. Dann kommt endlich der Tag, von dem keiner geglaubt hat, dass er jemals kommen würde: Man läßt die Gefangenen, allerdings in mehreren in längeren Abständen stattfindenden Transporten, in die Heimat zurückkehren. Unter einem der ersten Transporte sollen auch alle Ärzte sein, doch einer der Ärzte weigert sich...

Dieser Roman basiert auf wahren Begebenheiten. Er ist packend, spannend, aber doch zugleich humorvoll, soweit das bei solchen Themen überhaupt möglich ist. Konsalik, ein Meister seines Faches, schafft es jedoch mühelos, dies alles zu verbinden. Ein Muß für jeden Konsalik-Fan und für alle, die es noch werden möchten.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. E.
Format:Taschenbuch
Konsaliks Roman basiert auf den Kriegsgefangenschafts-Erlebnissen des Arztes Dr. med. Ottmar Kohler (1908-1979).

Dr. Kohler war Facharzt für Chirurgie und wurde im Sommer 1939 zum Kriegsdienst eingezogen. Als Stabsarzt geriet
er im Februar 1943 im Kessel von Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Erst im Jahre 1954 kehrte er in
die Heimat zurück.
In sowjetitischen Kriegsgefangenen-Lagern arbeitete er als Arzt unter heute unvorstellbaren Verhältnissen. Eine
Oberarm-Amputation gelang ihm mit einer geborgten Eisensäge, eine Schädel-Operation mit Bohrer und Meißel aus der Lagerschreinerei.

Heinz G. Konsalik verarbeitete die gesammelten Berichte entlassener Kriegsgefangener über Dr. Kohler in seinem
Roman "Der Arzt von Stalingrad", erschienen 1956.
Konsaliks Roman wurde 1958 unter gleichnamigem Titel verfilmt.
Der Schauspieler O.E. Hasse verkörpert in dieser Verfilmung die Rolle des Dr. Kohler.
Im Roman und in der Verfilmung heißt Dr. Kohler "Dr. Böhler".

FAZIT:

Dr. Kohler arbeitete als Chirurg in einem deutschen Feldlazarett in Stalingrad. Nach einer Verwundung -Ende 1942-
hatte er die Möglichkeit, in die Heimat entlassen zu werden. Dr. Kohler zog es aber vor, bei seinen Verwundeten
zu bleiben und geriet mit diesen im Februar 1943 im Kessel von Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft, die
für ihn bis 1954 dauern sollte. Auch in der Kriegsgefangenschaft ließ er seine Kameraden nicht im Stich und erwarb
sich nicht nur die Hochachtung der deutschen Kriegsgefangenen, sondern auch die der sowjetischen Bewacher.

Ich habe die Rezensionen zu diesem Roman und auch die Diskussionen dazu gelesen.
Ich respektiere die Meinungen der Verfasser, man sollte aber auch bedenken:

1. Dieser Roman beschreibt die -heute nahezu unvorstellbaren- Lebensbedingungen deutscher Kriegsgefangener in sowje-
tischen Kriegsgefangenen-Lagern.
2. Dieser Roman beruht auf den -von Konsalik gesammelten- Berichten entlassener deutscher Kriegsgefangener über den
realen "Arzt von Stalingrad", den Stabsarzt Dr. Kohler.
3. Dieser Roman entstand in einer Zeit, in der noch immer deutsche Kriegsgefangene in sowjetischen Kriegsgefangenen-
Lagern saßen.
4. Was deutsche Soldaten (aber auch sowjetische Soldaten) an der Ostfront erdulden mussten, kann unsere Generation
nicht mehr nachvollziehen. Mein eigener Großvater war an der Ostfront und hatte das Glück, dass er schwerverwundet
aus Stalingrad ausgeflogen wurde, als dies noch möglich war. Nach seiner Genesung wurde er wieder an der Ostfront
eingesetzt bis zu seiner letzten schweren Verwundung Ende 1944.
5. Man sollte diesen Roman -da er aus den gesammelten Berichten entlassener Kriegsgefangener entstand- heute bewerten
als Versuch, Erlebtes "aufzuarbeiten" und "zu verarbeiten" und daher auch als "Zeitdokument" der Nachkriegszeit werten.
6. Ein weiteres wichtiges Zeitdokument eines "Arztes in Stalingrad" wurde auch als Buch veröffentlicht, nämlich die
gesammelten Briefe des Regimentsarztes Dr. med. Horst Rocholl (1908-2003).

Abschließend bleibt anzumerken:

Über Konsaliks Roman -und auch dessen Verfilmung- kann man geteilter Meinung sein.
Aber vielleicht sorgt er dafür, dass ein überzeugter Christ und aufopferungsvoller Arzt nicht in Vergessenheit gerät:

Dr. med. Ottmar Kohler, der "Arzt von Stalingrad".
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Minnhera
Format:Taschenbuch
Etwas einseitig, könnte man sagen. Allerdings war die Sicht der Welt auf Deutschland und die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg auch eher einseitig. Ich möchte hier also gar nicht zu sehr darüber meckern, daß Konsalik aus jedem kriegsgefangenen Deutschen einen Old Shatterhand zu machen bestrebt scheint. In dem politischen Klima, in dem das Buch entstand, mag es durchaus berechtigt gewesen sein, so vehement darauf zu pochen, daß es auch kluge, mitfühlende, kompetente, heldenhafte Deutsche gibt, ja, auch unter denjenigen, die nach dem Krieg in der Nähe Stalingrads in russischen Lagern einsaßen. Aus heutiger Sicht wirken diese Charaktere vielleicht etwas übertrieben, etwas geschönt, aber sie haben eine zeitimmanente Berechtigung, sich so zu verhalten, wie sie es tun.
Die im Buch dargestellten Russen erinnerten mich, um offen zu sein, ebenfalls ein wenig an Karl Mays Indianergeschichten: Wie die Kiowas (oder jeder andere gegnerische Stamm, mit dem "Charlie" und die Apachen es zu tun bekommen...) sind sie zwar Feinde, keine Frage, aber sie sind darum nicht eindimensional, sie haben gute, edle, rechtschaffene Seiten und können sich charakterlich entwickeln. Und damit sind sie ihrer Entstehungszeit durchaus voraus; Konsalik bildet mit ihnen nicht nur ein stereotypes Feindbild ab. Natürlich geht er nicht so überdifferenziert und vorsichtig mit ihnen um wie moderne Autoren, er hetzt aber auch nicht gegen sie, spricht ihnen keine menschlichen Qualitäten ab und zieht keine scharfe Trennlinie zwischen ihnen und seinen deutschen Charakteren.
Das macht das Buch sympathisch, auch wenn der Tonfall möglicherweise etwas überholt ist.
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