Widerwillig nimmt der erfolgreiche Hamburger Architekt Georg Winter am Telefon den Tod seiner Mutter zur Kenntnis. Erst auf Druck seiner Frau Eva ist er bereit zu der Beerdigung seiner Mutter in die Alpen zu reisen. Der Familienausflug mit den beiden fast erwachsenen Kindern steht unter keinem guten Stern und endet kurz vor dem Ziel in einer Schneewehe.
Das einsame Bergdorf wird zudem kurz nach der Beerdigung durch eine Lawine von der Außenwelt abgesperrt. Erinnerungen werden in Georg geweckt. Er trifft Menschen aus einer Vergangenheit die er vergessen glaubte. Bei der Testamentseröffnung kommt es zu einer Überraschung, die das Familienleben des Hamburger wie ein Erdbeben erreicht, dessen Epizentrum in weiter Ferne liegt. Die Familie droht auseinander zu brechen.
Die Geschichte wird behutsam und leise erzählt. Zahlreiche Dialoge feilen an den Profilen der Protagonisten. Die Beengtheit des eingeschlossenen Bergdorfes und das verwinkelte alte Elternhaus erschaffen Nähe wie in einem See, in dem das Wasser zur Neige geht und die Fische nach Sauerstoff ringen. Eine aufmerksame und dennoch dezente Kameraführung erfasst kleinste Details und unterstreicht damit gewollt manche Aussage. Regie und Schauspieler liefern einen feinen Film mit Tiefgang ab, der beim ersten Betrachten längst nicht alle Geheimnisse preis gibt.