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Der Archipel GULAG 2
 
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Der Archipel GULAG 2 [Taschenbuch]

Alexander Solschenizyn
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1978 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 628 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1978)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499141973
  • ISBN-13: 978-3499141973
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 401.784 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Alexander Solschenizyn verbrachte viele Jahre seines Lebens in den Straflagern Sibiriens und in der Verbannung. Gestützt auf seine eigenen Erfahrungen und die Berichte von über 200 Überlebenden hat er zwischen 1958 und 1967 ein aufrüttelndes Epos geschaffen, das die "unmenschliche Macht von Menschen über Menschen" bezeugt: Der Archipel Gulag.

Das Buch besteht aus drei Bänden. Im ersten Band steht die geschichtliche Entwicklung des Systems im Mittelpunkt. Band 2 schildert die Lagerwelt aus der Sicht der verschiedenen Gruppen, die sie bevölkerten und beschreibt den Weg der Häftlinge von der Einlieferung bis zum Tode durch Erschöpfung, Krankheiten oder den Sadismus der Bewacher. Mit dem dritten Band ist das Werk abgeschlossen. Er handelt von der Bestrafung politischer Häftlinge unter dem zaristischen und dem bolschewistischen System, schildert die Massenvertreibung ganzer Klassen, die Zwangsumsiedlung ganzer Völker und gibt einen Ausblick auf die Zeit nach Stalin.

Solschenizyn nennt Der Archipel Gulag den "Versuch einer künstlerischen Bewältigung", "all jenen gewidmet, die nicht genug Leben hatten, um dies zu erzählen". Das Buch ist ein Aufschrei, eine Anklage gegen die Unmenschlichkeit, gegen die Unfreiheit und gegen den Terror. Solschenizyn hat das sowjetische Lagersystem weltweit bekanntgemacht, er hat die Öffentlichkeit aufgerüttelt und er hat das Sowjetunionbild des Westens maßgeblich geprägt. Es mag inzwischen wissenschaftlich fundiertere Arbeiten über den Gulag geben, an der herausragenden Bedeutung von Solschenizyns Werk ändert das nichts.

Mögen die Lager auch verschwunden sein, Solschenizyns Botschaft ist heute noch so aktuell wie vor dreißig Jahren: "Es wurde mir nach und nach klar, daß die Grenze zwischen Gut und Böse nicht zwischen Staaten, Klassen oder Parteien verläuft, sondern quer durch das Herz des Menschen. Es ist unmöglich, das Böse ganz aus der Welt zu schaffen, aber es ist möglich, es aus dem Innern des einzelnen Menschen zu vertreiben." --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenporträt

Alexander Solschenizyn wurde 1918 in Kislowodsk geboren. 1970 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. 1974 wurde er aus der Sowjetunion ausgewiesen. Er lebte zunächst in Zürich und seit 1976 in den USA.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch war für alle Interessenten in der DDR bis zum Mauerfall ein Mythos. Natürlich kannte man das Thema, wusste aus dem West-TV in etwa, was Solschenizyn da präsentierte und ahnte vielleicht Schreckliches. Als man es dann endlich lesen kann, kommt alles viel schlimmer...

Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Seiten seines Buches die tiefe Menschenverachtung des Systems. Hier werden nicht nur Abweichler kaltgestellt und aus dem Verkehr gezogen, nein, JEDEN kann es treffen. Andersdenkende, Kritiker und Nichtmitmaschierer ebenso wie tatsächliche Kriminelle, Assoziale und Saboteure.
Was bei Lenin beginnt, Stalin in paranoiden Verfolgungswellen ungeheuren Ausmaßes fortführt, setzt sich dann sogar noch in der "Tauwetterperiode" fort. Millionen Menschen werden nicht nur unter unwirklichsten Bedingungen und zum Großteil völlig unschuldig versklavt, nein, Millionen bezahlen mit ihrem Leben.
Ein Menschenleben gilt im Sowjetreich ebensowenig wie ein Jude bei den Nazis etwas galt oder Afrikaner einst auf den amerikanischen Baumwollplantagen. Und das in einer Gesellschaftsordnung, die sich selbst als einzig mögliches System sieht, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen abzuschaffen.
Besonders dramatisch nehmen sich Solschenizyns auf den ersten Blick nebensächlichen Schilderungen, Erlebnisse Einzelner, Kleinigkeiten oft nur am Rande, geradezu unspektakulär und vielleicht sogar banal wirkend, aber gerade dann kann man die ganze Tragödie am stärksten nachvollziehen. Wenn sich niemand wirklich für dich interessiert, wenn es im Prinzip egal ist, was du angestellt hast (das Soll muss erfüllt werden, also wird die Stadt XYZ noch 1000 Angeklagte mehr abrechnen...), du kannst unschuldig sein oder schwanger, einen Namen haben oder schon jahrelang für den Aufbau des Sozialismus schuften, na und?! Pech gehabt, jetzt bist du im GULAG. Jetzt bist du NICHTS mehr.

Man mag über Solschenizyns literarischen Qualitäten vielleicht geteilter Meinung sein. Für seinen Mut und seine Ausdauer, für seinen "Archipel GULAG" gebührt im Dank und Anerkennung.

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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Archipel Gulag bekommt fünf Sterne, das steht nicht zur Diskussion. Dennoch bereue ich, dieses Buch gelesen zu haben: Ab jetzt werden eine Großzahl der Bücher, die in Buchhandlungen ausliegen oder vorne in den Bestsellerlisten erscheinen, noch unwichtiger erscheinen.

Während der ersten zwei Kapitel musste ich mir immer wieder vor Augen halten: Das ist wirklich geschehen! Das ist nicht George Orwell! Dennoch fordert dieses Buch wie kein Zweites. Der Lageralltag wird bewusst wieder und wieder geschildert. Viele Kapitel sind gespickt mit Sowjetischen Orten, Namen und Beschreibungen. Kämpft man sich aber durch diese authentischen und ausführlichen Schiderungen, zeigt Solschenizyn immer wieder zum richtigen Zeitpunkt sein literarisches Genie.

Er spricht den Leser direkt und zeitweise provozierend an, als ob er sagen möchte: "Danke dass du diese Zeilen liest. Trotzdem kannst du dir nicht mal ansatzweise diese unmenschlichen, grausamen Lebensbedingungen vorstellen!"

Wohl eines der wenigen Bücher, bei dem Kritik einfach nicht angebracht ist. Lesen. Reflektieren. Merken.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Im Vergleich zu seinem Buch „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch", in dem das Lagerleben beschrieben wird, beschreibt der Archipel Gulag die gesamte Vorgeschichte (normales Leben - Verhaftung - Gefängnis), ausgehend von den bewegenden Lebenserfahrungen Alexander Solchenizyns. Man gewinnt den Eindruck, der Sinn seines Überlebens bestand darin, der Nachwelt über die Zustände und Menschenrechtsverletzungen in der damaligen Sowjetunion zu berichten, als ein Zeuge, der sehr viel mitbekommen hat. Aus seiner Erinnerung beschreibt er für einen normalen Mitteleuropäer unglaubliche Details über die Lebensbedingungen in einem Land, in dem das Recht pervertiert ist und die Willkür regiert.

„Hier ein Schnappschuss aus jener Zeit... Eine Bezirksparteikonferenz... Am Ende wird ein Schreiben an Stalin angenommen, Treuebekenntnis und so. Im kleinen Saal braust stürmischer in Ovationen übergehender Applaus. Drei Minuten, vier Minuten, fünf Minuten ... noch immer ist es stürmisch und geht noch immer in Ovationen über, doch die Hände schmerzen bereits. Die Älteren schnappen nach Luft. Aber wer wagt es als erster (aufzuhören)? Im kleinen, unbedeutenden Saale wird geklatscht ... und Väterchen kann es gar nicht hören. Und so setzt der Direktor in der elften Minute eine geschäftige Mine auf und lässt sich in den Sessel fallen.... In selbiger Nacht wird der Direktor verhaftet." Die Mahnung des Untersuchungsrichters lautet: „Und hören sie in Zukunft nie als erster mit dem Klatschen auf."

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Die neuesten Kundenrezensionen
Absolut lesenswert
Es ist nur schon 2 Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe aber die Eindrücke sind bis heute geblieben und werden weiterhin bleiben. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von roehr veröffentlicht
Lesenswert!
Ein absolut lesenswertes Buch, das die Ausmaße dieses bei uns in seiner vollen Dimension nicht bekannten Phänomens eindrucksvoll bescheibt. Lesenswert!
Vor 1 Monat von M. Jordan veröffentlicht
Archipel GULAG 3
Die Abwicklung und Lieferung des Artikel ist ohne Schwierigkeiten und Probleme über die Bühne gegangen. Danke jederzeit immer wieder mit diesem Anbieter.
Vor 7 Monaten von Frank Schüler veröffentlicht
Erschütternd
Als geschichtlich und politisch interessierter Leser hat man natürlich, wie viele andere auch, von diesem Buch gehört. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von TC veröffentlicht
Endlich wieder erschienen
Ein unglaublich gut und fleißig recheriertes, düsteres Buch über einen gewissenlosen, willkürlichen Machtapparat, der Millionen namenloser Menschen... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von SteintorBremen veröffentlicht
Starke Kost....
Dieses Buch liest sich wie aus einer anderen Welt.
Ich habe mir beim Lesen immer wieder selber in Erinnerung rufen müssen, dass dies keine Fiktion ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2009 von New Yorker
Pflicht! Pflicht! Pflicht!
Wenig kann man sagen zu diesem Kraftakt, das geeignet sein würde, dessen Maßgeblichkeit zu umschreiben: Pflichtlektüre? Fesselnde Weltliteratur? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2009 von avvocato
Wichtigstes Buch über die Sowjetunion
Das vorliegende Buch ist wahrscheinlich das wohl wichtigeste Buch über die Geschichte der Sowjetunion.

Solschenizyn beschreibt das "System GULAG" von A bis Z. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juni 2007 von Meknes
Auch hundert Sterne sind nicht genug!
Der "Archipel Gulag" ist eines der Bücher, die zur Pflichtliteratur eines jeden Schülers gehören sollten - und ein Werk, dass auch in hundert Jahren noch aktuell... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Januar 2007 von Gunter
Das beste Geschichtsbuch über Gulags
Ich finde das das Buch der Archipel Gulag das von Alexander Solschenizyn geschrieben wurde das beste Geschichtsbuch und Roman über Gulags ist. Lesen Sie weiter...
Am 21. Juni 2005 veröffentlicht
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