Der Ursprung dieses schmalen Bandes geht auf das Jahr 1938 zurück, als der Autor Bernhard Wendt das Buch noch 'Der Antiquariatslehrling' nannte. Die nunmehr vorliegende 4. Auflage aus dem Jahr 2003 erfuhr jedenfalls eine grundlegende Überarbeitung, um den Gegebenheiten der Gegenwart gerecht zu werden. Dennoch erscheinen wiederholt Formulierungen erkennbar zu sein, die in ihrer belehrenden Art den Stil längst vergangener Jahrzehnte widerspiegeln, während gleichzeitig die über weite Strecken oberfläche Darstellung den Erkenntniswert arg in Mitleidenschaft zieht. Ein illustrierendes Beispiel aus dem Kapitel 'Warenversand': 'Damit die Sendung unbeschädigt beim Empfänger ankommt, ist die Ware sorgfältig und sicher zu verpacken - beides wirft ein positives Licht auf den Absender.'
Dagegen erwecken die bibliographischen Angaben den Eindruck, durchaus umfassend zu sein.
Insgesamt liegt somit ein vergleichsweise oberflächlicher Überblick vor; tiefere Einblicke in das Wesen des Antiquariatsbuchhandels bleiben dagegen verwehrt.