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Affleck verbindet in seiner Rolle messerscharfe Analytik mit dem unvoreingenommenen Blick des Neulings, während sein erfahrener Kollege (Morgan Freeman), ein alter Haudegen, die Schalter hinter den Kulissen umlegt. Das Resultat ist eine der besten Tom-Clancy-Verfilmungen bislang, von Phil Alden Robinson (dessen amüsanter Thriller Sneakers völlig unterbewertet wurde) geschickt inszeniert, aufgewertet durch eine hochkarätige Besetzung, auch und gerade in den Nebenrollen. Dazu kommt die ausgezeichnete Adaption durch Paul Attanasio (Donnie Brasco) und seinen Koautor Daniel Pyne, die sich durch reichlich Humor, Menschlichkeit und Spannung auszeichnet. Selbst der für gewöhnlich eher zurückhaltende Clancy hätte seinen Spaß an diesem Film. --Jeff Shannon
Jetzt, über zehn Jahre später - die Welt hat sich verändert, 'Ost' und 'West' im klassischen Sinn gibt es nicht mehr, der 'kalte Krieg' ist Geschichte, steht erneut eine Tom Clancy-Verfilmung an: "Der Anschlag".
Doch als wirklich geglückt kann man diesen Film nicht bezeichnen - zu sehr schwimmt er diffus im Fahrwasser 08/15-Actionmovies, ohne eine eigenständige Dynamik zu entwickeln. Zwar ist "Der Anschlag" ein, an anderen Filmen gemessener, gut gefilmter und recht engagiert inszenierter Blockbuster, interessante Schauplätze wechseln einander ab, aber mit dem Fortschreiten der Handlung baut er ab, wird flau, die Spannung dünnt aus. Mögen die Bilder auf der Leinwand auch noch so schön und der Soundtrack auch noch so heroisch sein - gemessen an "Roter Oktober" muß sich "Der Anschlag" verstecken.
Zudem verfälschten Drehbuchautor und Regiesseur - bislang nicht wirklich durch gelungene Produktionen aufgefallen - die Geschichte insofern, als aus den Roman-Bösewichtern ursprünglich fundamentalistische Moslems im Film einen ultrarechten Nazi - no na aus Deutschland - zu verwandeln, der sein Hauptquartier in Wien (wenigstens ohne den üblichen Operetten- und Lippizaner-Kitsch dargestellt ;-) ) aufgeschlagen hat. Mag sein, das dies ein Tribut an den 11. September darstellen soll, um die politisch korrekten Gemüter rund um den Globus zu besänftigen, aber das Klischee des ewigbösen Deutschen - Nazi - ist schon so ausgelutscht, daß es nur mehr weh tut.
Aus diesem - und erwähnten weiteren - Gründen bleibt "Der Anschlag" ein glatter Durchschnittsfilm.
Die beste Darstellung liefert Morgen Freeman als CIA-Chef. Ob Ben Afflek als alleiniger Hautdarsteller eine eventuelle Fortsetzung allein tragen könnte darf bezweifelt werden.
Die Musik stammt aus der Feder von Altmeister Jerry Goldsmith - insgesamt ein sehr gelungener Score ! Regie führte Phil Alden Robinson der mit seinem Erstlingswerk „ARLINGTON ROAD" einen beeindruckenden Terror-Thriller präsentierte.
DIE DVD
Die SCE-DVD enthält neben dem obligatorischen Kinotrailer auch mehrere Produktionsberichte mit den üblichen (nervenden) Lobgesängen auf die Schauspieler und die Macher hinter den Kulissen. Special-Effects-Freunde können sich zudem noch mit den einzelnen Szenen des Angriffs beschäftigen. Insgesamt ein bisschen dürftig für eine SPECIAL COLLECTORS EDITION. Sound- und Bildqualität gehen aber in Ordnung.
FAZIT : ganz knappe 4 Sterne !
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