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Produktinformation
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Von Kritik und Dialog ist auchDer Anfang aller Dinge geprägt. Nachdem Küng in der Vergangenheit immer wieder vor allem der Religion und ihren Institutionen den Spiegel vorgehalten hat, zeigt er diesmal eindrucksvoll, wie wenig eine rein naturwissenschaftliche Weltanschauung, die ohne Gott auszukommen glaubt, zur Beantwortung der großen Menschheitsfragen taugt -- vor allem eben jener nach dem "Anfang aller Dinge". Dabei nimmt der Autor die Erkenntnisse der Naturwissenschaften als solche sehr ernst und versucht nicht etwa, diese in irgendeiner Weise klein zu reden. Seine ausgesprochen hellsichtige und klare Argumentation zielt vielmehr auf ein wahrhaft aufgeklärtes Selbst- und Weltverständnis, das die religiösen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Aspekte von Erkenntnis nicht als sich gegenseitig ausschließend, sondern als notwendig komplementär begreift. Ausgesprochen lesenswert! --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die Kapitel:
A. Eine vereinheitlichte Theorie für alles?
B. Gott als Anfang?
C. Weltschöpfung oder Evolution?
D. Leben im Kosmos?
E. Der Anfang der Menschheit
Epilog: Das Ende aller Dinge
Der interessierte Leser findet nicht nur eine inhaltlich sehr reichhaltige und aktuelle, aber gleichzeitig gut leserliche Zusammenfassung aktueller naturwissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. Kosmologie, Hirnforschung, Anthropogenese), sondern auch deren theologische Reflexion und Diskusion. Dabei geht Küng von einem Komplementaritätsmodell aus, in welchem Wissenschaft und Religion/Theologie jeweils eigenständige Zugänge zu der EINEN Wirklichkeit zugestanden werden, bei gleichzeitiger Anerkennung der Notwendigkeit einer wechselseitigen Bezogenheit und Auslegung.
Küng plädiert für die Theologie für einen rational verantwortbaren Glauben, der sich an der konkreten Lebenserfahrung bewähren muss, ohne jedoch dem Leser seine Meinung aufdrängen zu wollen.
Immer verständlich argumentierend, neue Erkenntnisse vermittelnd und durchaus Aha-Effekte auslösend, ist Küng ein Buch gelungen, das ein Muss ist für jeden kritischen und offenen Theologen und Naturwissenschaftler, der an den großen Fragen nach dem Woher und Warum interessiert ist.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Suche nach der "Weltformel" (einer Vereinigung von Relativitätstheorie und Quantentheorie), die Erforschung des Urknalls, die Entwicklungsgeschichte des Lebens und die moderne Hirnforschung.
Küngs Vorgehen läuft überall darauf hinaus, die aktuellen Grenzen der Wissenschaft abzustecken und für die Religion einen außerhalb dieser Markierung liegenden Platz zu reklamieren. Die Suche nach einer Weltformel, so führt er aus, sei bislang ebenso gescheitert wie alle Anstrengungen, das Geheimnis des Urknalls zu lüften, in der Entwicklung des Lebens ein Ziel zu entdecken oder das Leib-Seele Problem zu lösen. Da die Wissenschaft schon bei WISSENSFRAGEN an ihre Grenzen stoße, sei sie erst recht nicht in der Lage, die menschlichen SINNFRAGEN zu beantworten (Wozu leben wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Warum gibt es Schuld und Leid?).
Versuche von Theologen und Naturwissenschaftlern, im Gebiet des jeweils anderen zu wildern, müssten in einer Sackgasse enden. Die Religion habe seit den Zeiten Galileis noch jede Schlacht gegen den wissenschaftlichen Fortschritt verloren und die Wissenschaft sich regelmäßig blamiert, wenn sie sich zur Ersatzreligion aufwarf. Statt gegenseitiger Konkurrenz propagiert Küng ein Modell der Komplementarität und der konstruktiven Interaktion.
Nachdem die Wissenschaft das Ihrige gesagt habe, bleibe immer noch Raum für ein rational verantwortbares Grundvertrauen in die Existenz Gottes und einer durch ihn verbürgten sinnvollen Weltordnung. Selbst im Falle eines Irrtums habe man letztlich nichts zu verlieren, da es sich mit dieser Einstellung viel froher, zuversichtlicher und erfüllter leben lasse.
Es wäre kleinlich, Küngs Ausführungen in ihren Details zu kritisieren. Einzelne technische Ungenauigkeiten, auf die es bei einem Theologen nicht ankommt, ausgenommen, scheint das von ihm ausgebreitete Bild des naturwissenschaftlichen Diskussionsstandes korrekt zu sein.
Der Mangel des Buches liegt allenfalls in seiner Oberflächlichkeit. Küng begnügt sich damit, die behandelten Wissensgebiete nur stichwortartig anzureißen. In hohem Tempo hetzt er von einem Gesichtspunkt zum nächsten, ohne jemals lange genug zu verweilen, um ein systematisches und in die Tiefe gehendes Bild zu entwerfen. So kommt es, daß sich die Erörterung der Quantentheorie auf einige knappe Bemerkungen zur Heisenbergschen Unschärferelation beschränkt, die Gödelschen Unvollständigkeitssätze so dürftig erläutert werden, daß kaum ein Leser, der mit ihnen nicht schon vertraut ist, ihre Begründung verstehen kann, über die Evolution des Menschen wenig mehr zu erfahren ist, als daß sie in Afrika erfolgte, und die naturphilosophischen Entwürfe Whiteheads und Teilhard de Chardins auf zwei oder drei vage umschriebene Ideen reduziert werden. Der von Küng häufig zitierte Ian Barbour ist in seiner Zusammenfassung des naturwissenschaftlichen Wissenstandes ("Wissenschaft und Glaube", Göttingen 2003) wesentlich detaillierter und aufschlußreicher.
Noch schwerer wiegt Küngs Nachlässigkeit in philosophischen Grundsatzfragen. Zwar ist sein Versuch, Religion und Wissenschaft anhand der jeweiligen Ausrichtung auf Wissens- bzw. Sinnprobleme abzugrenzen, durchaus überzeugend, doch wird die Eigenart der Religion von ihm so beiläufig skizziert, daß der Leser weder etwas über ihre Unterschiede zu anderen Formen der Sinnstiftung erfährt, noch über ihr normatives Potential.
Warum kann ein aufgeklärter Mensch den Sinn seines Lebens nicht auch ohne Religion finden? Küng ist dieses Thema keinen einzigen Satz wert. Braucht die Moral eine religiöse Grundlage? Küng antwortet mit vagen Andeutungen über das dem Menschen biologisch vorgegebene Urethos. Man staunt über die Plattheit des Gedankens, denn die moderne Biologie hat auch die angeborene Bereitschaft des Menschen zu Aggression und Gewaltanwendung offengelegt. Doch zur Vertiefung bleibt Küng kein Raum. Für den Komplex "Weltethos und Religionen" hat er gerade einmal vier Seiten übrig.
Bei einem Autor, der bereits mehrere ihr Thema umfassend abdeckende Bücher vorlegte ("Existiert Gott?", "Das Judentum, "Das Christentum", "Der Islam"), erstaunt diese Kurzatmigkeit. Vielleicht hatte Küng ja einfach keine Lust mehr, die nötige Mühe für eine lange und gründliche Abhandlung aufzuwenden.
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