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Der Anfang aller Dinge: Naturwissenschaft und Religion
 
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Der Anfang aller Dinge: Naturwissenschaft und Religion [Taschenbuch]

Hans Küng
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 9 (Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492047874
  • ISBN-13: 978-3492047876
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 479.816 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Küng
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die römisch-katholische Kirche vor gut einem Vierteljahrhundert mit Hans Küng einem ihrer profiliertesten theologischen Denker die Lehrbefugnis entzog, da tat sie dies vor allem deshalb, weil er unbeirrbar an seinem Urteil festhielt, das vatikanische Postulat der päpstlichen Unfehlbarkeit sei falsch. Als einer ihrer ernstesten Kritiker ist Küng der Kirche in der Folge auch zu ihrem eigenem Glück erhalten geblieben. Doch hat sich sein Denken und sein publizistisches Schaffen nie in seiner wohlbegründeten Kirchenkritik erschöpft, wie dies zu einem großen Teil bei anderen prominenten Dissidenten der Fall war. Seine zahlreichen Schriften zu den Grundfragen des nicht nur christlichen Glaubens haben in den zurückliegenden Jahrzehnten einem ständig wachsenden Leserkreis die Religion als einen existenziellen Ausdruck des Menschseins ins Bewusstsein gebracht. Und vor allem hat Küng immer wieder bedeutende Beiträge zum Dialog der Religionen geleistet.

Von Kritik und Dialog ist auchDer Anfang aller Dinge geprägt. Nachdem Küng in der Vergangenheit immer wieder vor allem der Religion und ihren Institutionen den Spiegel vorgehalten hat, zeigt er diesmal eindrucksvoll, wie wenig eine rein naturwissenschaftliche Weltanschauung, die ohne Gott auszukommen glaubt, zur Beantwortung der großen Menschheitsfragen taugt -- vor allem eben jener nach dem "Anfang aller Dinge". Dabei nimmt der Autor die Erkenntnisse der Naturwissenschaften als solche sehr ernst und versucht nicht etwa, diese in irgendeiner Weise klein zu reden. Seine ausgesprochen hellsichtige und klare Argumentation zielt vielmehr auf ein wahrhaft aufgeklärtes Selbst- und Weltverständnis, das die religiösen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Aspekte von Erkenntnis nicht als sich gegenseitig ausschließend, sondern als notwendig komplementär begreift. Ausgesprochen lesenswert! --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Hans Küng unternimmt eine aufregende Exkursion an die Grenzen des menschlichen Wissens, zu den Fragen, die die Menschheit seit Anbeginn beschäftigt haben: Was ist der Anfang von Welt und Mensch? Ist alles Zufall? Ist Willensfreiheit eine Illusion? Küngs Buch zeigt: Nur Naturwissenschaft und Religion zusammen können Antwort geben auf die Frage, »was die Welt im Innersten zusammenhält«. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
81 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr empfehlenswert 18. September 2005
Format:Taschenbuch
In sehr kompetenter und verständlicher Form nimmt sich Hans Küng des Themas "Naturwissenschaft und Religion" an; unter dem erkenntnisleitenden Schwerpunkt "Der Anfang aller Dinge."

Die Kapitel:
A. Eine vereinheitlichte Theorie für alles?
B. Gott als Anfang?
C. Weltschöpfung oder Evolution?
D. Leben im Kosmos?
E. Der Anfang der Menschheit
Epilog: Das Ende aller Dinge

Der interessierte Leser findet nicht nur eine inhaltlich sehr reichhaltige und aktuelle, aber gleichzeitig gut leserliche Zusammenfassung aktueller naturwissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. Kosmologie, Hirnforschung, Anthropogenese), sondern auch deren theologische Reflexion und Diskusion. Dabei geht Küng von einem Komplementaritätsmodell aus, in welchem Wissenschaft und Religion/Theologie jeweils eigenständige Zugänge zu der EINEN Wirklichkeit zugestanden werden, bei gleichzeitiger Anerkennung der Notwendigkeit einer wechselseitigen Bezogenheit und Auslegung.
Küng plädiert für die Theologie für einen rational verantwortbaren Glauben, der sich an der konkreten Lebenserfahrung bewähren muss, ohne jedoch dem Leser seine Meinung aufdrängen zu wollen.
Immer verständlich argumentierend, neue Erkenntnisse vermittelnd und durchaus Aha-Effekte auslösend, ist Küng ein Buch gelungen, das ein Muss ist für jeden kritischen und offenen Theologen und Naturwissenschaftler, der an den großen Fragen nach dem Woher und Warum interessiert ist.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
56 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Wird die Religion von der modernen Wissenschaft verdrängt?" Unausgesprochen steht diese Frage im Zentrum von Hans Küngs Buch. Um sie zu beantworten, unternimmt er eine Prüfung des aktuellen Forschungsstandes der Naturwissenschaften, wobei er sich auf die Bereiche von besonderer theologisch-philosophischer Tragweite konzentriert.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Suche nach der "Weltformel" (einer Vereinigung von Relativitätstheorie und Quantentheorie), die Erforschung des Urknalls, die Entwicklungsgeschichte des Lebens und die moderne Hirnforschung.

Küngs Vorgehen läuft überall darauf hinaus, die aktuellen Grenzen der Wissenschaft abzustecken und für die Religion einen außerhalb dieser Markierung liegenden Platz zu reklamieren. Die Suche nach einer Weltformel, so führt er aus, sei bislang ebenso gescheitert wie alle Anstrengungen, das Geheimnis des Urknalls zu lüften, in der Entwicklung des Lebens ein Ziel zu entdecken oder das Leib-Seele Problem zu lösen. Da die Wissenschaft schon bei WISSENSFRAGEN an ihre Grenzen stoße, sei sie erst recht nicht in der Lage, die menschlichen SINNFRAGEN zu beantworten (Wozu leben wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Warum gibt es Schuld und Leid?).

Versuche von Theologen und Naturwissenschaftlern, im Gebiet des jeweils anderen zu wildern, müssten in einer Sackgasse enden. Die Religion habe seit den Zeiten Galileis noch jede Schlacht gegen den wissenschaftlichen Fortschritt verloren und die Wissenschaft sich regelmäßig blamiert, wenn sie sich zur Ersatzreligion aufwarf. Statt gegenseitiger Konkurrenz propagiert Küng ein Modell der Komplementarität und der konstruktiven Interaktion.

Nachdem die Wissenschaft das Ihrige gesagt habe, bleibe immer noch Raum für ein rational verantwortbares Grundvertrauen in die Existenz Gottes und einer durch ihn verbürgten sinnvollen Weltordnung. Selbst im Falle eines Irrtums habe man letztlich nichts zu verlieren, da es sich mit dieser Einstellung viel froher, zuversichtlicher und erfüllter leben lasse.

Es wäre kleinlich, Küngs Ausführungen in ihren Details zu kritisieren. Einzelne technische Ungenauigkeiten, auf die es bei einem Theologen nicht ankommt, ausgenommen, scheint das von ihm ausgebreitete Bild des naturwissenschaftlichen Diskussionsstandes korrekt zu sein.

Der Mangel des Buches liegt allenfalls in seiner Oberflächlichkeit. Küng begnügt sich damit, die behandelten Wissensgebiete nur stichwortartig anzureißen. In hohem Tempo hetzt er von einem Gesichtspunkt zum nächsten, ohne jemals lange genug zu verweilen, um ein systematisches und in die Tiefe gehendes Bild zu entwerfen. So kommt es, daß sich die Erörterung der Quantentheorie auf einige knappe Bemerkungen zur Heisenbergschen Unschärferelation beschränkt, die Gödelschen Unvollständigkeitssätze so dürftig erläutert werden, daß kaum ein Leser, der mit ihnen nicht schon vertraut ist, ihre Begründung verstehen kann, über die Evolution des Menschen wenig mehr zu erfahren ist, als daß sie in Afrika erfolgte, und die naturphilosophischen Entwürfe Whiteheads und Teilhard de Chardins auf zwei oder drei vage umschriebene Ideen reduziert werden. Der von Küng häufig zitierte Ian Barbour ist in seiner Zusammenfassung des naturwissenschaftlichen Wissenstandes ("Wissenschaft und Glaube", Göttingen 2003) wesentlich detaillierter und aufschlußreicher.

Noch schwerer wiegt Küngs Nachlässigkeit in philosophischen Grundsatzfragen. Zwar ist sein Versuch, Religion und Wissenschaft anhand der jeweiligen Ausrichtung auf Wissens- bzw. Sinnprobleme abzugrenzen, durchaus überzeugend, doch wird die Eigenart der Religion von ihm so beiläufig skizziert, daß der Leser weder etwas über ihre Unterschiede zu anderen Formen der Sinnstiftung erfährt, noch über ihr normatives Potential.

Warum kann ein aufgeklärter Mensch den Sinn seines Lebens nicht auch ohne Religion finden? Küng ist dieses Thema keinen einzigen Satz wert. Braucht die Moral eine religiöse Grundlage? Küng antwortet mit vagen Andeutungen über das dem Menschen biologisch vorgegebene Urethos. Man staunt über die Plattheit des Gedankens, denn die moderne Biologie hat auch die angeborene Bereitschaft des Menschen zu Aggression und Gewaltanwendung offengelegt. Doch zur Vertiefung bleibt Küng kein Raum. Für den Komplex "Weltethos und Religionen" hat er gerade einmal vier Seiten übrig.

Bei einem Autor, der bereits mehrere ihr Thema umfassend abdeckende Bücher vorlegte ("Existiert Gott?", "Das Judentum, "Das Christentum", "Der Islam"), erstaunt diese Kurzatmigkeit. Vielleicht hatte Küng ja einfach keine Lust mehr, die nötige Mühe für eine lange und gründliche Abhandlung aufzuwenden.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nichts Neues zum Thema 22. November 2010
Von Pjotr
Format:Taschenbuch
Das Buch ist von Hans Küng in fünf Kapitel gegliedert, die sich zunächst mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Theorien befassen, im Einzelnen sind das die folgenden Bereiche:
* Die Suche nach einer vereinheitlichten Theorie für alles
* Die Urknall-Theorie
* Die Evolutionstheorie
* Der Ursprung des Lebens
* Die Stammesgeschichte des Menschen
In den einzelnen Kapiteln werden zunächst die verschiedenen naturwissenschaftlichen Fragen kurz erläutert, gegen Ende der Kapitel unternimmt Hans Küng den Versuch einer theologischen Deutung mit der Ziel einer Überwindung der Gegensätze zwischen Naturwissenschaft und Religion.
Es gibt bei diesem Buch zwei Parallelen zu seinem bekannten Buch "Existiert Gott".
Zum Einem sind auch hier die Abschnitte, die sich nicht mit Theologie befassen, das Beste in diesem Buch, durch seine Darstellungen der naturwissenschaftlichen Fragen erhält man erhält einen kurzen allgemein verständlichen Einblick in die Aussagen der oben erwähnten Theorien.
Andererseits verwendet Küng wieder einen Gottesbegriff, der aus seinen wohlbekannten inhaltlosen rhetorischen Floskeln besteht, womit er sich jeder ernsthaften Auseinandersetzung mit den durch die Naturwissenschaften aufgeworfenen Fragen entzieht.
Um einen Eindruck davon zu gewinnen, seien hier Beispiele wiedergegeben:
Häufig werden Gott von Küng gleichzeitig widersprüchliche Eigenschaften zugeschrieben wie " Gott ist zugleich weltimmanent und welttranszendent" oder " Gott ist das Unendliche im Endlichen, das Absolute im Relativen, Gott ist der weltzugewandte-weltabgewandte Lenker der Welt"
In absurden Gegensatz dazu besteht ein eine anderes Verfahren von Küng in der Negation jeglicher möglichen Eigenschaften Gottes wie z.B. in der folgenden Aussage: " Gott ist weder innerirdisch, überirdisch noch außerirdisch" (aber aus dieser totalen Verneinung ergibt sich laut Küng aber wieder eine "Synthese", die in der Formulierung "Gott ist in diesem Universum und dieses Universum ist Gott" besteht, hiermit haben wir es wieder mal mit "Dialektik" zu tun )
Ein Gottesbegriff, mit dem man jede mögliche Eigenschaft verbinden kann, oder der andererseits aber durch keine Eigenschaft voll zu charakterisieren ist, hat natürlich durch seine völlige Beliebigkeit den Vorteil, dass er mit jeder nur möglichen neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnis problemlos zu vereinbaren ist.
Weil man das Buch auch als erste Informationsquelle über den Inhalt wichtiger naturwissenschaftlicher Theorien verwenden kann, gibt es als Bewertung zwei Punkte, zum Verhältnis von Religion und Naturwissenschaften liefert es aber keine neuen Erkenntnisse, in dieser Hinsicht ist es ein vollkommen überflüssiges Buch.
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