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Der Amerikanische Bürgerkrieg und die europäischen Einigungskriege
 
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Der Amerikanische Bürgerkrieg und die europäischen Einigungskriege [Gebundene Ausgabe]

Brian Holden Reid
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Brandenburgisches Verlagshaus (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894881305
  • ISBN-13: 978-3894881306
  • Größe und/oder Gewicht: 26,6 x 20 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 576.629 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überblick mit Schwächen 24. Januar 2002
Endlich gibt es mal ein Werk, das zusammenfassend über eine militärische Epoche berichtet, die in Deutschland eher stiefmütterlich behandelt wird: das 19. Jahrhundert mit dem Krimkrieg 1854, dem amerikanischen Bürgerkrieg 1861-65 und den preußischen Kriegen 1864, 1866 und 1870/71.
In der Einleitung gibt Reid eine Zusammenfassung der Entwicklung der Waffentechnik und ihrer Bedeutung für die beschriebenen Kriege ab. Dann beginnt er mit dem Krimkrieg: Wenn man bisher nur Errol Flynn in der Patriotenschnulze "The Charge of the Light Brigade" bewundert, sich dabei aber gefragt hatte, was die Teetrinker in Rußland eigentlich zu suchen hatten und wie der Krieg im Gesamten abgelaufen ist, findet man hier die Antwort.
Ebenso bekommt man hier eine prägnante Zusammenfassung des sich in diesen Jahren zum 140. Mal jährenden amerikanischen Bürgerkrieges, Entstehung, Verlauf, Wendungen und natürlich Ausgang geboten.
Im letzten Teil wird der Aufstieg Preußens bis zur Gründung des deutschen Reiches aus militärischer Sicht beleuchtet, denn was wäre Bismarck ohne Moltke und dessen siegreiches Heer gewesen? Ein unbedeutender Winkeladvokat. Die Darstellung des Feldzuges von 1864 ist allerdings ein Witz; die hätte auch in eine Fußnote gepaßt.
Die wichtigsten Schlachten werden auf farbigen, dreidimensionalen Karten mit chronologischen Abläufen zusammengefaßt.
Interessant sind besonders die personellen Analysen und Vergleiche der wichtigsten Feldherren, z.B. zwischen Moltke, Sherman und McClellan. Hier agiert Reid zwar nicht so polemisch wie Durschmied in "Wo Dummheit und Zufall Weltgeschichte schreiben" oder Regan in "Militärische Blindgänger und ihre größten Schlachten", aber immer noch sehr emotional, was aber eher amüsiert. Überhaupt kommt der Humor nicht zu kurz (hier bemerkt man neben der probritischen Einstellung den englischen Autor). Zu diesem Zweck lohnt es sich, die Bildunterschriften zu beachten: So hat der Nordstaatengeneral Meade einem Journalisten, der ihn schlecht beurteilt hatte, ein Plakat mit der Aufschrift "Verleumder von der Presse" umhängen und ihn auf einen Maulesel setzen lassen. Darauf wurde er von der rachsüchtigen Presse einfach totgeschwiegen. Stellen Sie sich das mal mit General Schwartzkopf im Golfkrieg vor!
Doch bei aller Begeisterung gibt es auch ein paar Wermutstropfen: Trotz der vielschichtigen Analysen und Vergleiche und der umfangreichen Belesenheit (bis hin zu Hermann Melvilles "Moby Dick") bleibt Reid häufig oberflächlich. So entstand der amerikanische Bürgerkrieg nur aus der Sklavenfrage heraus. Peng! Und die Preußen gewannen bei Königgrätz nur wegen der Überlegenheit des neuen Zündnadelgewehrs. Auch Peng! Soviel Oberflächlichkeit bzw. sogar Fehlerhaftigkeit erstaunt umso mehr, als es zumindest über den amerikanischen Bürgerkrieg umfangreiche (englischsprachige) Literatur gibt, die hier gründlicher ist. Und zum Thema "Zündnadelgewehr" hätte er nur in die hervorragende Monographie von Thomas Craig über die Schlacht von Königgrätz schauen müssen. Auch sind die Schlachtbeschreibungen trotz der schönen Darstellungen nur schmückendes Beiwerk und in ihrem Verlauf sehr stiefmütterlich behandelt. Wer also Genaueres über die Schlachten dieser Kriege wissen will, muß weitere Literatur hinzuziehen.
Zusammenfassend gesagt gefällt das Buch eher durch seine Einzigartigkeit als durch seinen Tiefgang. Aber man kann ja nicht alles haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
"Der amerikanische Bürgerkrieg u. die europäischen Einigungskriege" ist sicherlich ein guter Überblick über den Krimkrieg, den Bürgerkrieg und die Reichseinigungskriege, aber mehr auch nicht. Zu einem Standardwerk, wie z.B. "Für die Freiheit sterben" reicht es eben bei weitem nicht, dazu ist das Buch leider nicht groß genug. Positiv sind allerdings die guten Karten, die die großen Schlachten der vier Kriege zeigen, und damit manchmal mehr aussagen als der Text. Außerdem sind die Porträts der wichtigen Generäle gut geworden, wobei sich hier aber auch Mängel zeigen. So vergleicht der Autor immerzu von Moltke mit Grant, was am Ende des Buches lästig wird. Außerdem unterschätzt er Moltke, überschätzt allerdings Grant; Er sieht nur, dass Moltke keine so genialen Gegner wie Lee hatte, er erkennt aber die Tatsache nicht an, dass Grant während des Wilderness-Feldzuges immer eine personelle Überlegenheit von 2:1 hatte, dazu bessere Bewaffnung und bessere Verpflegung. Moltke hingegen kämpfte gegen gleichstarke, manchmal sogar stärkere Kontigente der Österreicher und der Franzosen, wobei letztere sogar bessere Gewehre hatten. Dies hätte der Autor bedenken müssen, bevor er die Vergleiche zwischen den beiden Generälen zieht.
Wenn man über diesen und einige ähnliche Fehler hinweg sieht, dann ist das Buch aber sicherlich gelungen und zu empfehlen, zumal es nicht viele Bücher über die deutschen Einigungskriege in Deutschland zu kaufen gibt.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Hier findet man einen gelungenen Überblick über die Kriege des 19. Jh. Im Mittelpunkt steht der Amerikanische Bürgerkrieg.
Gut ist, dass die wichtigsten Schlachten detailliert und übersichtlich, auch anhand von Skizzen und Karten, dargestellt werden, sodass auch ein Mensch, der keine Ahnung von der militärischen Kriegsführung hat, sie nachvollziehen kann. Da es sich hier nur über einen Überblick handelt, kann auf die Kriege im Einzelnen (Hintergründe, Folgen) nicht ganz detailliert eingegangen werden.
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