- Manche Werke tragen teils/stellenweise mehr zu (mitunter herzhaft unterhaltsamem) Amusement denn zu (seriös-)wissenschaftlicher Aufklärung bei, nicht zuletzt da sie - stellenweise - mehr "belletristische" 'Substanz' denn (möglichst) umfassende, ausgewogene Darlegungen (va vor (seriös-)wiss. Ansprüchlichkeit) 'inkorporieren'.
- Das uns hier vorliegende Werk Winkelhofers ("Der Alltag des Kaisers", Ibk/Wien: Haymon Taschenbuch, 2008) darf sich *teils* zum (eher) 'belletristischen' Genre rechnen. Wieso?
- Mit keinem einzigen (!) Worte erachtet es offenkundig die Autorin für erwähnenswert, den Namen 'Anna Nahowski' (sei es im sog. "Register", sei es außerhalb desselben) anzuführen. (!) Ist das (ua wissenschaftl.) vorbildlich? (!)
- Darf man Winkelhofers Worten trauen, so wäre im Ergebnis Katharina Schratt die einzige der sog. "platonischen" Kontakte Franz Josefs gewesen; betrachtet man indes den (so manchem bekannten) Stand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung (ua zB unter Konsultierung manchen Werkes Hamanns zB), so gelangt man zu der Erkenntnis, dass Winkelhofer ihren Lesern/Leserinnen (vollends) einen (offenbaren) Kontakt Franz Josefs zu A. Nahowski (welcher über Jahre hinweg gegangen sein dürfte) als nicht erwähnenswert erachtet.
(Immerhin: der 'Reichtum' (ua) der deroeinstigen Sprache (Sprachschatullen, Sprechschablonen), ua in einer - teils recht unterhaltsamen (mit gewissem 'verbeamtetem' "Touch" versehenen) - Titulierungskaskade (Stichwort: die div. Bezeichnungen für manche Aufgabenstellungen 'bey Hofe') - wird einem (ua) von Autorin Winkelhofer - zumindest: dem/der gutmütigen Leserin, die sich für die möglichst kunstvolle Bildung langer Wortschlangen begeistert - mehrfach in besagtem Werk (im übrigen: als (besonders) erwähnenswert zu wertend?) kredenzt ...;
- maW ev: nicht zuletzt div. 'Fangruppen' und (ausgewählte) linguistische "Freaks" rund um (ua deroeinstige) Sprachschlangendiktionierungen werden in diesem (wie viel des (wirklich, ua (seriös-)wissenschaftlich relevanten und sog. 'Neuen' ...?!?) Buche mehrfach auf ihre 'Kosten' kommen; bei an umfassender, wirklich tiefgehend recherchiert habenden, va (seriös-)wissenschaftlich interessierten (Mit-)Menschen, die z.B. auch die Erwähnung etwa der (so weit uns ersichtlich: offenbar, zumindest in mancher Hinsicht, (knapp) als Schratt-'Vorgängerin' grds kommunizierbaren) Anna Nahowski (NB: Autorin Winkelhofer wird mehrfach grds als Spezialistin im Sektor 'Habsburg' bisweilen tituliert) erwarten würden, darf dieses Buch (deutlich) als (ua wiss.) (!) Defizite aufweisend zu bezeichnen sein.