Der Plot handelt vom andalusischen Schafhirten Santiago, der einen immer wieder kehrenden Traum von einem Schatz am Fuße der Pyramiden von Gizeh träumt. Eine Traumdeuterin gibt ihm den Rat, er solle losziehen, um den Schatz zu suchen. Später trifft er auch noch auf einen Mann, von dem sich herausstellt, dass er ein König ist. Auch dieser rät Santiago, er solle seinem Traum folgen.
Der Hirte beginnt seine abenteuerliche Reise und wird bereits nach der Überquerung der Meerenge von Gibraltar seiner gesamten Habe beraubt. Er findet Arbeit bei einem Kristallwarenhändler, dessen Geschäfte nach einer gewissen Zeit wieder aufblühen. Santiagos Wunsch, wegzukommen rückt erst einmal in den Hintergrund; zudem möchte er wieder nach Hause um dort mit einer neuen Schafherde neu anzufangen. Als er aber wieder genug Geld beisammen hat, beschließt er doch, seinem Traum weiterhin zu verfolgen und die Reise durch die Wüste anzutreten. Er lernt einen jungen Engländer kennen und kurz darauf einen Alchimisten, beide helfen im indirekt und direkt, seinen Traum nicht aus den Augen zu verlieren. In einer Oase lernt er auch noch seine große Liebe Fatima kennen. Auf diese Weise erreicht Santiago, von verschiedenen Zeichen geleitet, doch noch Ägypten und die Pyramiden. Er erkennt, dass das Leben demjenigen stets helfend zur Seite steht, der an seine Träume glaubt und die Bereitschaft hat, diese zu verwirklichen. Nur so kann ein Mensch mit sich im Reinen sein.
Die Handlung ist sehr märchenhaft, romantisch und weist viel südländischen Charme auf. Auf weise und tiefsinnige Art wird der unschuldige und tapfere Santiago seinem Traum zugeführt. Die große Botschaft des Textes ist es, dass man seine Ziele stetig verfolgen soll, ohne dabei sich selbst zu verraten, den eigenen Weg zu gehen und auf die Zeichen zu achten. Man kann in die Geschichte eintauchen wie in einen Traum, es herrscht die ganze Zeit über eine sehr ruhige und beruhigende, gelassene Stimmung. Man kann sich tragen lassen vom Anfang bis zum Ende.
Die Stimme des bekannten Synchronsprechers Christian Brückners ließ mich in den ersten Momenten sehr an Robert DeNiro denken, der ja immer eher einen Bösewicht mimt, und befremdete mich somit ein wenig, aber das verflog nach ganz kurzer Zeit. Da diese dunkle, leicht raue, vibrierende Stimme sehr angenehm ist, ist es ein Genuss, ihr zu lauschen. Auch das Sprechtempo und der Ausdruck machen das Zuhören zu einem Erlebnis.