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Der Adonis-Komplex. Schönheitswahn und Körperkult bei Männern.
 
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Der Adonis-Komplex. Schönheitswahn und Körperkult bei Männern. [Taschenbuch]

Harrison G. Pope , Katharine A. Phillips , Roberto Olivardia
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2001
Das Buch, warnt uns, Thomas Fischer, sei "ein typischer Fall von Panikmache." Die darin entworfene Vision einer kranken Gesellschaft treffe vielleicht auf die amerikanischen Verhältnisse zu, nicht aber auf die mitteleuropäischen. Besser also gar nicht erst mit den "traurigen Anekdoten" aus Bostoner Vorstadt-Fitnesstudios befassen, rät uns Fischer, dem auch die von den Autoren angepriesene Psychotherapie als Heilmittel gegen die "krankhaft" übertriebene Beschäftigung mit dem eigenen Körper, den Adonis-Komplex, mindestens zweifelhaft erscheint. Und noch eine Warnung am Schluss: Keinesfalls, so Fischer, handle es sich bei dem Buch um einen Schönheitsratgeber für Männer, was der Leser beim Anblick des Strahlemanns auf dem Cover ja durchaus zu denken geneigt sein könne.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Auch Männer sind ihm verfallen: dem mediengesteuerten Schönheitswahn. Körpergröße und Gewicht, Haut, Haare, Muskeln, Penislänge beschäftigen mittlerweile viele Männer über ein gesundes Maß an Körperbewußtsein hinaus. Werbung und Film propagieren eine durchtrainierte, muskelbepackte Idealfigur, die ohne Spritzen und Pillen eigentlich gar nicht zu erreichen ist, der Waschbrettbauch gilt als Symbol für sozialen, beruflichen und sexuellen Erfolg. Zusätzlich sorgte die weibliche Emanzipation für die Erschütterung des männlichen Selbstwertgefühls. Selbst im Berufsleben gibt es kaum mehr Männerdomänen - wie also Männlichkeit beweisen? Statt länger nur klug sein zu wollen, stylen Männer kräftig an sich herum, verbringen mehr Zeit im Fitneßstudio als mit der Partnerin, halten sich an restriktive Diäten, entwickeln Eßstörungen, schlucken Anabolika, um den Muskelaufbau zu beschleunigen.

In diesem bahnbrechenden Buch befassen sich erstmals führende Wissenschaftler mit den physischen wie psychischen Auswirkungen dieser Körperfixierung und geben therapeutische Ratschläge. Die Autoren haben Tests zur Überprüfung der eigenen Körpereinstellung entwickelt, sie entlarven Mythen über Steroide und zeigen anhand zahlreicher Fallbeispiele, welche Auswirkungen der Adonis-Komplex auf Partnerschaft, Sexualleben, Selbstwertgefühl und berufliche Situation haben kann. Indem sie über falsche Botschaften und Ideale aufklären, sorgen sie zugleich dafür, daß das für Männer in solchen Fragen geltende Tabu, »darüber spricht man›n‹ nicht«, aufgehoben wird.

Über den Autor

Harrison G. Pope ist Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School und leitet das »Biological Psychiatry Laboratory« am McLean Hospital. Katharine A. Phillips ist außerordentliche Professorin an der Brown University School of Medicine und leitet am Butler Hospital das »Body Dysmorphic Disorder«-Programm. Roberto Olivardia arbeitet an der Harvard Medical School als Assistent im Bereich Psychologie.
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