1943 ist die Kriegssituation nach Stalingrad für Deutschland hoffnungslos geworden. Die Abwehr entwickelt den Plan, den britischen Premier Winston Churchill durch ein Elitekommando Fallschirmjäger entführen oder töten zu lassen, um so Waffenstillstandsverhandlungen zu erzwingen.
Mit dem Auftrag betraut werden Fallschirmjäger-Oberst Kurt Steiner und seine Männer, die nach einem Zusammenstoß mit der SS in einer Strafkompanie Dienst tuen. Ihnen zur Seite gestellt werden Liam Devlin, ein IRA-Aktivist und eine Engländerin, die für Deutschland in ihrer Heimat spioniert.
Als polnische Fallschirmjäger getarnt landet das Kommando an der Südküste Englands. Doch schon bald platzt die Tarnung und die deutschen Fallschirmjäger werden von US-Soldaten angegriffen. Doch Steiner will seine Mission um jeden Preis beenden...
"Der Adler ist gelandet" beasiert auf dem gleichnamigen Roman von Jack Higgins und erzählt, so der Autor, eine reale begebenheit. Das kann man nun glauben oder nicht (ich tue es nicht), aber sowohl Roman wie auch Film sind äußerst spannend und realitätsnah.
Hier hat man sogar mal den seltenen Fall, dass der Film besser ist als das Buch. Das liegt neben der sehr guten Regie vor allem an den exzellenten Schauspielern. Michael Caine als Steiner und Donald Sutherland als Devlin können in für sie eher ungewohnten Rollen überzeugen und auch die Nebenrollen sind erstklassig besetzt(u.a. Larry Hagman, Treat Williams) . Wobei es sicher auch nicht geschadet hat, dass die deutschen Soldaten von deutschen Schaupielern gespielt werden.
Das Besondere an diesem US-Film ist ohne Zweifel dass hier die deutschen Soldaten in die Rolle der Helden gelangen, da der Film aus ihrer Sicht erzählt wird. Ein für Hollywood eher ungewöhnlicher Blickwinkel, der noch dadurch verstärkt wird, dass zwischen (guten ehrenhaft kämpfenden) deutschen Fallschirmjägern und (böser hinterhältiger) deutscher SS deutlich unterschieden wird.
Das ist denn auch ein bisschen die Schwäche des Films, denn der Krieg wird hier doch eher als gigantisches Abenteuerspiel von Ehrenmännern dargestellt, die nur durch böse Umstände gegeneinander kämpfen müssen. Das ist doch etwas abseits jeder Realität. Und wenn man schon sterben muss, dann aus Pflicht für die gute Sache...
Hier hätte etwas Realismus und weniger Pathos dem Fim gut getan.
Aber Kino ist schließlich hauptsächlich zur Unterhaltung gedacht und da hat der Film eindeutig 4 Sterne verdient. Denn was Action, Spannung und Dramatik angeht, ist er sicherlich eine der besten Hollywoodprduktionen des Genres.
Bis zum spannenden und überraschenden Finale ein Highlight, dass ich wirklich empfehlen kann.