In Kopenhagen wird eine Spezialeinheit gebildet, die dem internationalen Verbrechen den Kampf ansagt und sich aus den besten Experten zusammensetzt. Leiter ist der 36-jährige Isländer Hallgrim Hallgrimson, der "Adler" genannt wird, weil er auch in den verfahrensten Situationen den Überblick bewahrt.
Die Fernsehserie besteht aus insgesamt 24 Episoden, die jeweils eine Stunde dauern. Meistens brauchen die Ermittler zwei Episoden, um einen Fall zu lösen. Die Episodennamen wurden der griechischen Mythologie entnommen (z. B. Codename Agamemnon, Codename Kronos, Codename Keres) und geben so einen ersten Hinweis auf die Thematik. Für einen übergreifenden Spannungsbogen sorgt das Privatleben der Protagonisten.
Inhaltlich werden alle Themen abgehandelt, die eine länderübergreifende Relevanz haben: Uranhandel, Terrorismus, Waffenhandel, Finanzmanipulationen, Organhandel, Kinderprostitution, Menschenhandel etc. Die dänische Spezialeinheit arbeitet dabei mit anderen europäischen Behörden eng zusammen. Alle Protagonisten des Spezialteams machen eine persönliche Entwicklung durch. Hallgrim Hallgrimson geht z. B. völlig in seinem Beruf auf und stößt immer wieder an die Grenzen seiner Bindungsfähigkeit. Erst seine Vaterschaft gibt ihm ein Gefühl von Zugehörigkeit. Die forensische Technikerin Ditte Hansen muss sich immer wieder mit der Stupidität ihres Ex-Mannes auseinandersetzen (zum Wohl der gemeinsamen Kinder) und kann sich am Ende endlich neu verlieben. Die menschlichen Werte werden wie bei allen skandinavischen Produktionen hochgehalten. Trotzdem versinken die Protagonisten nicht im Weltschmerz, sondern bleiben immer hochqualifizierte Ermittler, die vor allem die Lösung des Falles vorantreiben.
Hinzu kommt der Titelsong "Forgiveness", eine wahren Popdelikatesse, welche die ganze Serie stimmungsvoll in Szene setzt und Ohrwurmcharakter hat.
Fazit: Für einen sehr günstigen Preis bekommt man 24 Stunden niveuavolle, spannende und absolut stimmige Krimiunterhaltung. Wenn es möglich gewesen wäre, hätten wir dem Adler zehn Sterne gegeben. Besser geht es eigentlich nicht.