Die Farseer-Trilogie von Robin Hobb gehört zum Feinsten an düsterer,gotischer Fantasy, was das Genre zu bieten hat. Nichts für Fans, die allwissende,triumphierende Helden und Schlachtenszenen lieben.Typisch für die Trilogie von Hobb, und ähnlich wie bei ihren Geistesverwandten George R. Martin (Fire and Ice-Trilogie), J.V.Jones (Schwert der Schatten)und Jenny Wurts sind ihre Helden gebrochene Charaktere, geplagt von Selbstzweifel,vom Schicksal tragischen Entscheidungen ausgesetzt.Fitz Chivalry wird durch seine magische Bagabung nicht erhöht, sondern zum gejagten Außenseiter.Landschaften und Gebäudebeschreibungen vermitteln eine Atmosphäre düsterer Romentik.Dennoch gelingt es Robin Hobb voll im Genre zu bleiben, was ja für viele Fans sehr wichtig ist. Das Gute siegt, wenn auch das Happy End sehr bescheidenes Glück für seinen Helden bietet.Problematisch ist die Übersetzung ihrer sehr kunstvollen, anspielungreichen Sprache. Prinz "Royal" hört sich in der deutschen Übersetzung Prinz "Edel", ziemlich Märchenprinzmäßig an.Ich empfehle das Buch für Leser, die sich in die Entwicklung der Charaktere vertiefen wollen und auf die Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehung Wert legen.Ich persönlich würde die Trilogie neben George R. Martin's "Fire and Ice"-Zyklus und Julian May's ausgezeichneter "Exile"-Saga zu meinen absoluten Topfavoriten zählen. Allerdings sollte man wenn möglich die englische Version lesen.