Der Ackermann, ein einfacher Bauer, der seine Frau verloren hat, im anklagenden Dialog mit dem Tod. Für den Tod ist alles Sterben, und er hat nicht unrecht. Schon Mark Twain hat das Ticken seiner Uhr so interpretiert: Verlust, Verlust, Verlust ... Wobei ein Unterschied zwischen Tod und Sterben besteht: Der Tod tritt ein, wenn der Mensch von dieser Welt geht. Sterben tut der Mensch in jeder Sekunde seines Lebens. Unaufhaltsam bringt ihn das Sterben an den (Zeit-)Punkt des Lebens, an dem der Tod eintritt.
Doch zurück zum Buch. Am Ende kommt es wie es ist: Der Ackermann erkennt, der Tod ist ein Bestandteil des Lebens und spricht für seine Frau ein Gebet. Einsichten, welche in 34 kurzen Kapiteln markant auf den Punkt gebracht werden. Und gut lesbar, weil der neuhochdeutsche Text sensibel übersetzt wurde. Für den Neuhochdeutschen Text gibt es im Anhang des Buches zusätzliche Erklärungen und Definitionen.
Ebenso an dieser Stelle ein grosses Lob dem Reclam Verlag, der eine Fülle an Themen in Originalqualität für die schlanke Brieftasche zur Verfügung stellt. Klare Kaufempfehlung.