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Der 13. Apostel Taschenbuch – 1. September 2006


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1024 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426633493
  • ISBN-13: 978-3426633496
  • Originaltitel: Gospel
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 5,3 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 551.989 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wilton Barnhardt wurde 1961 in North Carolina geboren. Nach dem Abschluss seines Studiums in Englischer Sprache und Literatur an der Michigan State University ging er 1982 nach New York. Der recherchebesessene Autor reist gern und viel. Wilton Barnhardt lebt in New Orleans.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R.S. am 8. Dezember 2006
Format: Taschenbuch
Professor O'Hanrahan ist auf dem Weg eine umwerfende Entdeckung zu entschlüsseln. Es gibt ein weiteres Evangelium, das den Verlauf der Ereignisse rund um den Nazaräer möglicherweise vollkommen anders schildert als die bisher bekannten vier kanonischen Evangelien. Anders als andere apokryphe Schriften ist dieses Evangelium jedoch hundertprozentig glaubhaft. Bereits einmal hielt der Professor das Werk in Händen, doch es wurde ihm wieder gestohlen. Jetzt macht er sich mit einem Rabbiner und einigen anderen Freunden daran das Werk zu entschlüsseln. Die zweite Hauptfigur ist Lucy, eine Studentin der Stammuniversität des alkoholkranken Professors, die ihm nachgeschickt wurde um ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Zunächst kommen die beiden überhaupt nicht miteinander aus und nur langsam gewöhnen sie sich aneinander.

Sprachlich liegt hier ein echtes Meisterwerk vor. Selten noch wurden Thriller mit solch sprachlicher Kunst gemacht. Bereits der erste Satz beweist die Fähigkeiten des Autors, die über das ganze Werk hinweg präsent bleibt. Wenn jemals ein Buch aus der persönlichen Erzählperspektive und dennoch nicht als Icherzähler geschrieben wurde, dann dieses. Die Intensität mit der dies hier beschrieben wird, kann man getrost als exzessive persönliche Erzählperspektive betrachten.

Ebenfalls erwähnenswert ist die scharfe - keinesfalls klischeehafte - Zeichnung der Charaktere. Die Entwicklung der Figuren ist durchaus glaubhaft und als hochgradig interessant zu betrachten. Stilistisch beweist Wilton welch großes Repertoire er hat. Seine größte Schwäche aber ist, dass er beweisen möchte, wie intensiv und genau er recherchiert hat.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kfir am 1. November 2006
Format: Taschenbuch
Ich habe dieses Buch bereits 1994 auf dem Gabentisch gefunden, lange vor dem "Sakrileg" und dem aktuellen Boom der "Bibel-Literatur". Danke, Susanne.

Ich machte mir seinerzeit nicht sonderlich viel aus der Kirche und ihren Institutionen. Um so mehr interessierte mich dann dieses Buch und seine Geschichte. Und das nicht nur, weil hier von einem völlig neuen Apostel und seinem Evangelium, seiner Sicht der Dinge von vor 2000 Jahren berichtet wird. Es sind die beiden Protagonisten, die die ganze Geschichte so spannend, so liebens- und lesenswert machen. Da ist zum einen ein alter, ziemlich versoffener und nicht weniger desilluionierter Jesuitenpater mit einem fundamentalen Wissen über die Religionen im Allgemeinen und die Feinheiten der Katholischen Kirche im ganz Besonderen. Seine "Gegenspielerin" ist eine junge und komplett weltfremde Theologiedozentin, die ständig auf der Suche nach sich selber ist und sich dabei permanent selbst im Wege steht. Sie können nicht wirklich miteinander, aber ohne einanander können sie auch nicht auf der Jagd nach dem Evangelium, die sie durch Europa bis ins Heilige Land führt.

Was das Buch neben der Geschichte wirklich lesenswert macht, dass ist der Stil, der sich durch das gesamte Buch mit all seinen über 1000 Seiten zieht. Da sind zum einen die phantastischen Dialoge und zum Teil Monologe des Paters O'Hanrahan, die man woanders lange vergeblich sucht - nachvollziehbar, witzig und wortgewaltig. Zum anderen die Beschreibungen und die Handlung. Bei 1000 Seiten sind sie sehr umfangreich, doch für mich nie langatmig oder langweilig. Es gibt keine überflüssigen Passagen. Es gehört alles zusammen. Und die Sprache ist wunderbar übersetzt und flüssig zu lesen.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von O. Behrendt am 6. März 2007
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Genre der Kirchen-Thriller wäre ja eigentlich ein wunderbares, würde es nur mehr Bücher geben, die ihren Ansprüchen gerecht werden. Giffords "Assassini" und Dan Browns "Illuminati" und "Sakrileg" sind da leider schon die positiven Ausnahmen, ansonsten viele Trittbrettfahrer und viele Tüten heiße Luft.

"Der 13. Apostel" dagegen hat mich umgehauen - ein Meisterwerk! Hinsichtlich der Kernhandlung - Wissenschaftler auf der Suche nach einem Dokument, das die Kirchengeschichte auf den Kopf stellen könnte - vielleicht gar nicht mal so originell. Das ist allerdings irrelevant, denn der Roman bezieht seine Stärken aus der Darstellung seiner Figuren und seiner Schauplätze.

O'Hanrahan, der äußerst vielschichtig gezeichnet ist und im Laufe der Handlung einen erschreckenden körperlichen und seelischen Verfall mitmacht, ist auf den ersten Blick ein Ekel, hinter der Fassade aber: immer noch ein Ekel. Denn typisch für Barnhardts Stil: Harte Schale, weicher Kern, so einfach macht er es uns nicht. Man muss schon durch einige dicke Schichten dringen, um O'Hanrahans sympathische Seiten zu erkennen, denn unter seiner geistreichen, witzigen, aber auch krass unhöflichen Maske verbirgt sich erstmal ein Säufer, dahinter ein willensschwacher Zyniker, dahinter dann ein tief gebrochener Mann, der vieles erreicht, noch mehr aber nicht erreicht hat in seiner Karriere. Eine faszinierende Figur.

Lucy entspricht ebenso wenig den Klischees der übrigen Kirchen-Thriller.
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