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Der 1. Weltkrieg: Die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts
 
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Der 1. Weltkrieg: Die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts [Gebundene Ausgabe]

Stephan Burgdorff , Klaus Wiegrefe
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 15. Juni 2004 --  

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (15. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421057788
  • ISBN-13: 978-3421057785
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 657.514 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Erste Weltkrieg war die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Völlig zu Recht verweist der Klappentext dieses hervorragend konzipierten, ebenso knapp gefassten, wie umfassend informierenden Sammelbandes darauf, dass man ohne diesen Krieg verstanden zu haben, das 20. Jahrhundert niemals wird begreifen können. Zum ersten Mal betraten die USA und die Sowjetunion die politische Weltbühne. Der nachfolgenden Weimarer Republik drückte der Krieg seinen Stempel auf -- ein Verfallsstempel, wie wir heute wissen und wie nicht nur Deutschland und Europa leidvollst erfahren mussten.

Das Buch ist mehr als "nur" ein Begleitband zu der gleichnamigen ARD-Fernsehserie. Sein straff komponiertes Konzept ist für sich stimmig und überzeugend. Die Beiträge bestechen durch eine durchdachte Gliederung und eine schnörkellose Sprache. Sechs durchweg gelungene Essays -- über den Mythos von der Überlegenheit der Deutschen gegenüber den "Ostvölkern", den modernen Vernichtungskrieg und seinen Prototyp "Ypern", "Verdun", "Versailles" und die "Heimatfront" -- beleuchten Einzelaspekte des Krieges und lassen in der Summe dessen historische Bedeutung deutlich vor das Leserauge treten. Die sorgsam ausgewählten Fotografien und sonstigen Abbildungen überfrachten den Band nicht mit unnötigen Bilderreizen, wie es ansonsten bei Büchern dieser Art leider viel zu häufig der Fall ist. Im Mittelpunkt steht das Faktum des Krieges und das, was er für die nachfolgende Zeit bis in unsere Tage bedeutet.

Wenn zum Wesen der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten ihr Bildungsauftrag gehört, dann ist dieser Band ein glänzendes Beispiel dafür, wie man diesem Auftrag auch jenseits des angestammten Mediums gerecht werden kann. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Der Krieg von 1914 bis 1918 hat die Welt grundlegend verändert: Das Osmanische Reich, das Zarenimperium und der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn zerbrachen, der Aufstieg Hitlers, Lenins und Stalins hat hier seine Wurzeln, die Kolonialmächte England und Frankreich begangen zu wanken. Als erster weltumspannder Waffengang kostete dieser Krieg fast 15 Millionen Menschen das Leben.

Autoren des Spiegel und bekannte Historiker wie Hew Strachan und Hans-Ulrich Wehler beleuchten die vielfältigen Aspekte dieser "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Sie analysieren die Vorgeschichte mit dem Höhepunkt des Attentats von Sarajevo und der Juli-Krise. Sie beschreiben die verbissenen Kämpfe in Frankreich, Belgien, Italien und im Osten Europas sowie die globale Dimension der Auseinandersetzung. Sie schildern Hungersnot und Mangelwirtschaft und werfen einen neuen Blick auf die so weitreichenden Folgen dieses Krieges. Ergänzt wird der Band durch kürzlich gefundene Farbaufnahmen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer schon immer mal wissen wollte, WIE das damals eigentlich war und vor allem WARUM, liegt mit diesem Buch genau richtig. In kurzen Abschnitten (max. 50 Seiten) wird die Epoche um die Jahre 1914 bis 18 aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet. Eine ausführliche Einführung des Themas und Gliederung der Gründe für den Krieg folgen in 5 Abschnitten, die Darstellung der wichtigsten Schlachten (Tannenberg, Ypern, Verdun), die Lage bzw. Sicht der deutschen Bevölkerung und die Begründung, warum der Vertrag von Versailles den Grundstein für den Zweiten Weltkrieg lieferte. Angereichert sind alle Ausführungen mit reichlich Bildern und Kartenmaterial. Das Buch liest sich gut, vermittelt einen guten Einstieg in das Thema (auch auf Grund der Bilder), aber leider schimmert doch die eine oder andere Meinung (der Autoren) durch. Zudem findet man einige doppelte Passagen, die den Eindruck erwecken, daß die Autoren keinerlei Absprachen getroffen, bzw. die anderen Beiträge nie gelesen haben.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zur "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", dem ersten Weltkrieg, liegen zum 90. Jahrestag des Kriegsbeginns zahlreiche neue und wieder neu aufgelegte Klassiker vor. Das vorliegende Buch ist eine erweiterte Ausgabe des im Januar 2004 erschienenen Spiegel-Spezial zu diesem Thema. Historiker und Journalisten untersuchen Ursache, Verlauf und Auswirkungen des ersten totalen Krieges, den sie als "Wegbereiter für Lenin und Hitler" (Klaus Wiegrefe) bzw. als "Zweiten Dreißigjährigen Krieg" bewerten. Den Anteil Deutschlands an der Kriegsschuld wird von den Historikern unterschiedlich bewertet. Während der beste Kenner Wilhelms II., sein Biograph John Röhl, dessen Schuld als "sehr groß" bewertet, setzen sich Hew Strachan und insbesondere Konrad H. Jarausch sehr kritisch mit den Thesen Fritz Fischers zur Alleinschuld des Kaiserreiches am Krieg (aus seinen Publikationen: "Griff nach der Weltmacht" von 1961 und "Krieg der Illusionen" von 1969 auseinander und werten dessen Darstellungen als überzogen (S. 258). Insbesondere Strachan hebt in seiner (hervorragenden) Darstellung der Juli-Krise von 1914 heraus, dass gegen Fischers These von der Alleinschuld und Aggressivität des Kaisserreiches eine Reihe von Fakten sprächen (S. 249).

Besonders interessant fand ich die Darstellungen der Westfront, insbesondere das Kapitel: "Das große Sterben", welches mich veranlasste, Remarques Klassiker: "Im Westen nichts Neues" erneut zu lesen. Auch die Widerlegung des Mythos von der Kriegsbegeisterung von 1914 durch Jochen Bölsche in Anlehnung an Volker Ullrichs Studie: "Das August-Erlebnis" zeigt, dass es eben auch im Ersten Weltkrieg nur begrenzt - und bezogen auf bürgerliche Schichten - eine Kriegsbegeisterung gegeben hat.

Dokumente zum Ersten Weltkrieg, vor allem aus Immanuel Geiss bis heute unübertroffenen Dokumentensammlung: "Juli 1914" (dtv-Dokumente, 1965) und eine Auswahl an Internet-Adressen zum Thema sind interessant.

Vorwiegend fokussiert der Band die Rolle Deutschlands im Krieg und geht nur vereinzelt, etwa im (hervorragenden) Artikel Fritjof Meyers zum Zusammenbruch des Zarenreiches oder in der Studie über Aufstieg, Fall und Wiederaufstieg Winston churchills im Ersten Weltkrieg (Michael Sontheimer) auf andere Mächte ein.

Insgesamt ein guter Einstieg in das Thema für Laien. Für Historiker und Forscher nach wie vor unübertroffen: Immanuel Geiss: Der lange Weg in die Katastrophe, die beiden Standardwerke von John Keegan ("Der erste Weltkrieg - eine europäische Tragödie und: "Die Kultur des Krieges) und Niall Fergusons: "Der falsche Krieg". Die beste neuere Darstellung zur Rolle Deutschlands im Krieg meines Erachtens nach wie vor: Roger Chickering: Das Deutsche Reich und der Erste Weltkrieg."

Leider fehlt die informative Literaturliste: "Bücher zum Thema", die in: "Spiegel Spezial" dem interessierten Laien eine tiefere Beschäftigung mit dem Thema ermöglicht, in diesem Band.

Fazit: Gut zur Ersteinführung für Laien, weniger geeignet, da zu sehr auf die Rolle Deutschlands im Ersten Weltkrieg fixiert, für Historiker, die weiterführende Informationen über die genannten Titel hinaus suchen.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Stück Journalismus 12. August 2004
Von Ulrich Hartmann TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch enthält eine Sammlung von zahlreichen kurzen Artikeln, die den 1. Weltkrieg unter ganz verschiedenen Aspekten darstellen. Man kann herauspicken, was einen interessiert und sich so einen raschen und leichten Einblick verschaffen, auch zu manchmal übersehenen Themen. Man muß aber in Kauf nehmen, daß die Darstellungsweise doch sehr journalistisch ist. Dazu gehört auch die Neigung, statt darzustellen immer gleich zu werten. Und die Wertung, die in vielen - nicht allen! - Artikeln dann herauskommt, lautet: "Die Deutschen" sind an allem schuld. Diese Einseitigkeit macht das Buch ein wenig unglaubwürdig. Ein Beispiel: Daß der deutsche Einmarsch in Belgien ein Verstoß gegen das Völkerrecht war (was stimmt), wird nicht nur einmal hervorgehoben und mit Scheltworten wie "schäbig" belegt. Wie es zu beurteilen wäre, daß Italien gegen Deutschland und Österreich in den Krieg eintrat, obwohl es mit ihnen verbündet war, wird nicht erörtert, nicht einmal, wie es dazu kam - obwohl ein Artikel über die italienisch-österreichische Front im Buch enthalten ist. Störend am Buch ist auch, daß man sogar Feldpostbriefe von 1914 in die "neue deutsche Rechtschreibung" gezwungen hat.
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