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Der ökonomische Code: Wie wirtschaftliches Denken unser Handeln bestimmt
 
 
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Der ökonomische Code: Wie wirtschaftliches Denken unser Handeln bestimmt [Taschenbuch]

David Friedman , Sebastian Wohlfeil
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492231810
  • ISBN-13: 978-3492231817
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,8 x 4,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 668.667 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kennen Sie den schon: Zwei Männer treffen auf einen hungrigen Bären. Einer schickt sich an, wegzulaufen. "Das ist doch hoffnungslos", sagt ihm der andere, "du kannst doch nicht schneller laufen als ein Bär." "Nein" gibt der andere zurück, "aber ich kann vielleicht schneller laufen als du." So amüsant kann Wirtschaftstheorie sein, vorgetragen vom amerikanischen Ökonom David Friedman.

Die Art, wie der Sohn des Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedman grundlegende Prinzipien der Wirtschaftswissenschaften anhand vieler -- zuweilen skurriler -- Beispiele aus dem Alltag dem Leser nahebringt, sucht seinesgleichen. Friedman gelingt es mühelos, schlüssig nachzuweisen, daß es so etwas wie einen ökonomischen Code gibt, der unser Alltagsleben gleich einem roten Faden durchzieht.

Dieser Code besteht letztlich aus dem grundlegenden Wirkprinzip "rational choice", sprich: Um ein Ziel zu erreichen wähle ich aus mehreren jene Alternative aus, die mich dieses Ziel erreichen läßt. Baustein für Baustein fügt der Autor aufeinander, bis das komplette Haus einer funktionierenden Volkswirtschaft errichtet ist. Preisbildung, Marktgesetze, Wert-Begriff, Grenznutzentheorie werden am Beispiel erklärt, aber auch problematisiert. Friedmans Buch räumt mit vielen Vorurteilen auf. Seine Verweise auf Wirtschaftstheoretiker wie David Ricardo oder Adam Smith wirken nicht als Fremdkörper, sondern als Beleg für die Aktualität der ökonomischen Lehre. In Zwischenbilanzen fängt Friedman den Leser immer wieder ein, gibt ihm Denksportaufgaben zu lösen und weist auf vertiefende Literatur hin. Seine Ausflüge in die "Ökonomie von Liebe und Ehe" oder in die "Ökonomie des Gesetzesbruchs" verdeutlichen, wie alle Lebensbereiche vom ökonomischen Code gleichsam durchtränkt sind.

Dieses Buch ist ein Stück fundierte Essayistik vom feinsten, geeignet als Pflichtlektüre nicht nur für BWL- und VWL-Studenten. --Manfred Schwarzmaier -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Ein «Hurra»

für den Imperialismus

Warum die Ökonomie alles erklären will

Hm. Warum Zölle schädlich sind, warum tiefe Grenzsteuersätze mehr Geld in die Staatskasse bringen und warum es sich lohnt, eine langfristige Beziehung mit einem Ehepartner einzugehen – das alles (und mehr) lässt sich mit dem Instrumentarium der Ökonomie trefflich und logisch konsistent erklären. Der in Kalifornien Wirtschaft und Jura lehrende David Friedman führt dies auf durchaus vergnügliche Weise vor. Von seinem methodischen Ansatz her ist er ein «ökonomischer Imperialist», was heisst, dass er die wirtschaftswissenschaftliche Analyse auf Fragen ausweitet, die traditionell als nichtökonomisch angesehen wurden. So will er das geistige Territorium zurückerobern, «das gegenwärtig von Politologen, Soziologen, Rechtswissenschaftern und anderen beansprucht wird». Er steht damit in einer Tradition, die vom Erzvater aller Ökonomen, Adam Smith, begründet und in ihrer modernen Form u. a. durch die Nobelpreisträger Gary Becker und George Stigler in Chicago verfeinert wurde. Ganz offensichtlich fiel der Apfel nicht weit vom Stamm, gehört doch der ebenfalls mit einem Nobelpreis bedachte Vater Davids, Milton Friedman, zum Gestirn der Chicago-Schule.

Bei genauerem Hinsehen erweist sich das leichtfüssig geschriebene Werk als kompromisslose Einführung in die Theorie der rationalen Wahlhandlungen (Mikroökonomie), wobei der Leser von den ersten Seiten an mit Indifferenz- sowie Angebots- und Nachfragekurven konfrontiert wird. Dabei zeigt Friedman, was im Zentrum dieser analytischen Ökonomie steht: Sie will Kriterien aufstellen für die effiziente Allokation von Gütern. Es geht ihr mit anderen Worten um die Frage, welche Güter durch welche Faktoren produziert werden und wohin sie gelangen. Die zumeist von Nichtökonomen aufgeworfene Frage nach der Distribution («wer bekommt wieviel?») steht dagegen im Hintergrund, nicht etwa weil sie unwichtig wäre, sondern weil die Ökonomen darüber wenig zu sagen haben. Dass dagegen allein mit Theorien von der effizienten Allokation ganze Bände zu füllen sind, ist gleichwohl Beleg für die produktive Kraft der ökonomischen Rhetorik.

Wenn nach der Lektüre des Buchs dennoch ein schaler Geschmack zurückbleibt, so hat das mit der Präsentation der Mikroökonomie als einer Ansammlung von Puzzles zu tun, die alle mit cleverem Rekurs auf rationales Verhalten gelöst werden können. Aber zuweilen steht sich Friedman selber im Wege, wenn er etwa das Marktgleichgewicht von Verbrechen berechnet, und dabei vor lauter Klugheit übersieht, dass Diebstahl quer zu jener – zentralen – Grundannahme steht, wonach von effizienter Allokation nur dann gesprochen werden darf, wenn alle Transaktionen freiwilliger Natur sind. Der wohl bewusste Irrtum lässt sich mit dem in der Mikroökonomie typischen Einsatz der partiellen Analyse unter oft zu vereinfachten Annahmen erklären. So trifft auch Friedmans Behauptung, alle Spekulation sei stabilisierend, nur als Reaktion auf reale, nicht aber auf monetäre Schocks zu, wie wir etwa aus der Analyse von Währungsspekulationen wissen. Der uninformierte Leser kann solche Limitationen allerdings nicht erkennen; er wird lediglich mit dem Feuerwerk einer scheinbar unverrückbaren Logik konfrontiert, was den informierten Leser verstimmt.

Natürlich weiss auch Friedman um die Grenzen seiner Analyse. Ganz am Schluss plädiert er für eine ökonomische Theorie, die nicht bloss zum Spass und mit Blick auf Eleganz und Konsistenz entwickelt werden dürfe. Die Theorie müsse neben nützlich und unterhaltsam auch an der wirklichen Welt überprüfbar sein. Allein, davon ist die von Friedman dargestellte Mikroökonomie (noch) weit entfernt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Als 1992 Gary S. Becker den Wirtschaftsnobelpreis für seine Versuche erhielt, auch Ehen, Kinderwünsche, Scheidungen, Verbrechen und Diskriminierungen schlussendlich als Folgen von Kosten-Nutzen-Analysen der jeweils Handelnden zu erklären, war das Geschrei - speziell in Deutschland - groß. Nun ist es nicht Aufgabe des Wissenschaftlers, den guten Menschen zu erträumen oder zu predigen, sondern das Handeln des Menschen dskriptiv zu erfassen. Der sog. Rational-Choice-Ansatz tritt momentan seinen Siegeszug in den Sozialwissenschaften an, wie er in der Praxis eingesetzt wird, zeigt David Friedman, Professor für Jura und Ökonomie in Santa Clara und Sohn des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Milton Friedman, in diesem vergnüglichen Buch. Wer also ohne schwierige Mathematik wissen will, warum Menschen heiraten, wann ein Autofahrer im Stau die Spur wechselt und weshalb die Herrentoilette immer unmittelbar neben der Damentoilette liegt - um nur ein paar skurrile Beispiel aus dem Buch zu erwähnen - sollte sich diese Lektüre genehmigen. Fortgeschrittene seien etwa auf "Homo oeconomicus" von Gebhard Kirchgässner und die Werke von Gary S. Becker verwiesen, die allerdings ein gewisses mathematisches Rüstzeug verlangen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von LOTUS
Format:Taschenbuch
Der Untertitel: "Wie wirtschaftliches Denken unser Handeln bestimmt" sagt alles über dieses Buch auch.
Wirtschaftschaftliche Zusammenhänge an alltäglichen Beispielen dargestellt. Ich muss gestehen, ich habe durch das Buch, Lust auf mehr bekommen. Auch wenn einige Passagen, wirklich schwer verdaulich waren. Aber durchbeißen und am Schluss hat man einiges dazu gelernt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ja es stimmt, die Übersetzung ist grausam. Andererseits ist das als "wissenschaftlich" geltende Baby-Mikrobuch von Varian z.b. noch grausamer übersetzt. Dadurch muss man sich natürlich übermässig durcharbeiten durch ein Buch, das eigentlich eine Lücke auf verständlichem Weg schliessen soll, nämlich insofern als die Wirtschaftswissenschaften auch endlich populärwissenschaftlich beackert werden. In Biologie und Physik gibt es ja einige solche Publikationen. Aber man wird belohnt: Konzentriert gelesen wird das Skelett der theoretischen VWL schön mit Fleisch aufgefüllt. Begleitend vor allem zur Preis- und Spieltheorie ist das sehr zu empfehlen und je früher man es liest umso eher werden die leider immer noch trockenen Vorlesungen plötzlich mit Leben angefüllt und das mechanische Denken scheint auf einmal gar nicht mehr so unrealistisch und sinnlos... Die meisten Probleme von Studenten in der VWL haben wohl mit falschen Erwartungen an das Fach zu tun. Fakt ist: VWL ist weitesgehend Physik der sozialen Beziehungen. Man kann die Annahmen abtun, aber letztendlich wird man Milton Friedman zu Rate ziehen und überlegen ob richtige Prognosen mit falschen Modellannahmen besser sind als falsche Prognosen bzw. gar keine mit richtigen Modellannahmen..
Leider liegt hier auch eine Schwäche im Buch, da der empirischen Seite (wie übrigens an fast allen Univeranstaltungen) nicht viel Raum gegeben wird. Inwieweit das in der populären Form möglich ist, ist eine gute Frage, so dient das Buch eben als schöne Illustration zur Mikrotheorie (Makrofreaks werden es belächeln), ob die theoretischen Ergebnisse empirisch plausibel sind wird halt nicht besprochen. Wenn man an den etwas stumpfen Beispielen im Varian verzweifelt, kann man das hier komplementär konsultieren. Es ist aber z.b. für einen Geisteswissenschaftler ohne Mathe-Leistungskurs eher langweilig und unverständlich, weil entgegen den Aussagen des Autors schon eine Menge vorrausgesetzt wird. VWL ist eben recht esoterisch für Aussenstehende. Friedman Junior mag es hiermit ändern wollen, aber es wird wohl schwer werden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ökonomisches Denken breit angewandt
Der Inhalt des Buches ist sicherlich interessant, insbesondere weil neben den klassischen ökonomischen Inhalten auch Themen angesprochen werden, die normalerweise nicht mit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. September 2007 von Econo
Lesekur...
Dieses Buch ist hervorragend geeignet auch für Leute, die bislang gar nichts von Ökonomie, beziehungsweise Volkswirtschaft wussten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2007 von Kankin Gawain
Im Original noch besser
Die Taschenbuchausgabe des 1996 in Amerika erschienenen Superbuches muss man einfach lesen. Sofern "man" sich für menschliches Verhalten, Wirtschaft und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2003 von Fuchs Werner Dr
Jam-Session der absoluten Rationalität
Um es gleich zu sagen: Bücher dieser Art sind nützlich, da sie völlig unökonomisch Geglaubtes (Heirat, Liebe, Kriminalität usw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2003 von Martin Duensing
Pflichtlektüre für jeden Wirtschaftler
Ein geniales Buch eines genialen Ökonomen. Tolle Erläuterungen von Problemstellungen in der Volkswirtschaft. Lesen Sie weiter...
Am 26. April 2001 veröffentlicht
Leider völlig unverdaulich übersetzt.
Mit viel Interesse habe ich dieses Buch gekauft und gelesen. Leider muss ich sagen, dass die deutsche Übersetzung - und wohl auch das amerikanische Original - eine einzige... Lesen Sie weiter...
Am 29. August 2000 veröffentlicht
Meistens verständlich und teilweise unterhaltsam
David Friedmann erklärt in mehreren Beispielen das Verhalten von Menschen und die dadurch enstehenden ökönomischen Auswirkungen. Lesen Sie weiter...
Am 14. Oktober 1999 veröffentlicht
Ein gelungener Rund um Schlag
Dieses Buch ist das beste Buch, dass ich je über Volkswirtschaftslehre gelesen habe. David Friedman gibt dem Leser einen tiefen Einblick in die Ökonomie mit all ihren... Lesen Sie weiter...
Am 31. August 1999 veröffentlicht
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