Gebraucht kaufen
EUR 0,57
+ EUR 3,00 Versandkosten
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von Sella-Group
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Auflage1989
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Der Überläufer Taschenbuch – 1989

4.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 9,04
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 0,01
Taschenbuch, 1989
EUR 0,57
19 gebraucht ab EUR 0,57

Die BILD-Bestseller
Entdecken Sie die 20 meist verkauften Bücher aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken.

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Hüttngaudi in Österreich
Genießen Sie die Vielfalt und Lebenslust Österreichs mit den passenden Buch-Tipps - Augenzwinkern inklusive. Hier klicken

Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das zweite Ereignis folgte zwanzig Minuten später und war reiner Zufall. Als Newman im Taxi saß, das sich eben seiner Wohnung in der Beresforde Road in South Kensington näherte, wurde ihm klar, daß er es jetzt nicht schaffen würde, sich selber ein Frühstück zu machen.
Er sagte dem Fahrer, er solle an der Grünfläche, die die St. Mark's Church umgab, anhalten. Dann stieg er aus, bezahlte und ging zum Forum-Hotel hinüber. Deshalb sah er auch den blauen Cortina nicht, der gegenüber von Chasemore House, wo er wohnte, im Parkverbot stand. Zwei Männer saßen auf den Vordersitzen. Später sagte ein Zeuge, sie hätten dunkle Anzüge angehabt, wie sie von Geschäftsleuten getragen werden, konnte aber sonst keine nähere Beschreibung liefern.
Dafür traf Newman auf dem Gehsteig den Briefträger, der einen Stoß auszutragender Briefe durchsah. Der Mann blickte auf und grinste. "Morgen, Mr. Newman. Schöner Tag wieder. Glauben Sie, die Hitze hält bis Weihnachten?" "Wenn wir Glück haben."
Newman antwortete mit derselben monotonen Stimme, die Howard so irritiert hatte. Der Briefträger zog drei Briefe aus dem Stapel und sah Newman wieder an. Der Mann, den er betrachtete, war um die Vierzig, gut aussehend, glattrasiert, mit buschigem rotblondem Haar, und schaute zumeist so drein, als fände er das ganze Leben spaßig. Diesmal jedoch war sein Gesicht wie aus Stein. Ein weiterer Umstand, der der Polizei später berichtet wurde.
"Drei für Sie heute", sagte der Briefträger. "Und nur einer aus dem Ausland. Keine großen Geschäfte."
"Danke." Newman ignorierte den Hinweis auf seine berufliche Tätigkeit als Auslandskorrespondent und ging zum Forum-Hotel hinüber, einem sechzehn Stockwerke hohen Betonturm, der diesen Teil Londons überragt. Zwei Rechnungen in den üblichen braunen Umschlägen. Als er einen Blick auf den dritten Umschlag warf, blieb er wie angewurzelt stehen.
Er erkannte ihre langen, krakeligen Schriftzüge. Ein Schauer überlief ihn. Der Brief einer Toten. Ein blauer Aufkleber, hastig in schiefem Winkel angebracht, trug die Aufschrift: Par Avion - Lentoposti - Flygpost. Französisch, Finnisch, Schwedisch. Der Stempel war klar erkennbar. Im roten Kreis "Helsinki", dann "25.8.84", dann "Helsingfors", der schwedische Name für Helsinki.
Eigenartiges Gefühl. Heute war Donnerstag. Alexis war am vergangenen Samstag, als sie diesen Brief per Luftpost aufgegeben hatte, noch am Leben gewesen. Trotz der Betäubung aller seiner Lebensgeister begann sein Auslandskorrespondentengehirn zu arbeiten.
Der Blechbehälter mit dem schrecklichen Film, den Howard ihm vorgeführt hatte, mußte nach England gebracht und hier von jemandem aufgegeben worden sein, der eigens deswegen von Helsinki nach Heathrow geflogen war. All das war während der letzten vier oder fünf Tage geschehen.
Nur von seinem inneren Sinn gelenkt, ging er zum Forum weiter, den ungeöffneten Brief in der Tasche. Er stieg die Treppe zur Cafeteria hoch, setzte sich an einen Tisch abseits der anderen Gäste, bestellte Kaffee und Toast. Er trank zwei Tassen schwarzen Kaffee und starrte dabei auf den Umschlag, der in blauer Schrift in der linken oberen Ecke Name und Anschrift eines Hotels trug.
Hotelli Kalastajatorppa, Kalastajatorpantie 1, 00 33 00, Helsinki 33. Er war einmal beruflich in Helsinki gewesen, hatte damals aber im Marski im Stadtzentrum gewohnt. Ein Hotel dieses Namens war ihm unbekannt. Mit Entschlossenheit strich er Butter auf den Toast, nahm Marmelade und zwang sich zu essen, während er den Umschlag öffnete.
Er enthielt ein Blatt mit dem Hotelaufdruck. Seine blauen Augen überflogen die kurze Nachricht in der so charakteristischen Handschrift, die ihn immer an die Wogen des Meeres erinnerte, ohne dabei auch den Inhalt des Geschriebenen aufzunehmen. Er begann ein zweites Mal.
"Lieber Bob, in höchster Eile, um das Schiff zu erreichen - es fahrt um 10.30 ab. Adam Procane muß aufgehalten werden. Mein heißer Tip ist der Archipel. Fahre jetzt los. Werde den Brief auf dem Weg zum Hafen aufgeben. Alexis."
Nur "Alexis". Nicht "In Liebe, Alexis". Also hatte sich nichts geändert. Der Bruch zwischen ihnen war ein vollständiger und bleibender gewesen. Das hier war eine rein berufliche Mitteilung. Doch einen letzten, bitteren Trost hatte sie ihm zukommen lassen. Einerlei welch dringender Fall es gewesen sein mochte, den sie für "Le Monde" recherchierte, sie hatte fest daran geglaubt, daß er der
Mann war, der weitermachen konnte, falls das Ärgste passierte. Und dieses Ärgste war passiert.
Procane.
Howard hatte den Namen erwähnt, dann aber mit wenig Überzeugungskraft geleugnet, etwas über Procane zu wissen. Newman goß sich schwarzen Kaffee nach, zündete sich eine Zigarette an und ging durch, was er wusste. Verdammt wenig.
Adam Procane, wer immer das war. Ein Schiff, das von irgendwo - wahrscheinlich vom Hafen von Helsinki - um 10.30 Uhr abfuhr. Das bedeutete 10.30 Uhr morgens. Alexis hatte sonst "22.30" geschrieben Ein Schiff mit welchem Ziel? Doch um Gottes willen nicht Leningrad.
Archipel. Welcher? Es gab den Schwedischen Archipel, also die Inselkette, die sich von Stockholm bis zum Archipel von Abo - oder Turku, wie die Finnen Abo nannten - erstreckte. Und dieser Archipel von Turku war der zweitgrößte der Welt, ein Labyrinth von Inseln und Inselchen, manche wenig mehr als ein aus dem Meer herausragender Felsen. Warum war ein Archipel so wichtig? Und welchen hatte sie gemeint? -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Alle 3 Kundenrezensionen anzeigen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 9. August 2000
Format: Taschenbuch
Wieder einmal hat es Colin Forbes geschafft mich in seinen Bann zu ziehen.Eine weitere Geschichte mit den sympathischen Helden rund um Mr.Tweed. Der Autor hat es wieder geschaft Personen,Handlungen und Orte in ein sehr gut zu lesendes Gleichgewicht gebracht.Die Story über einen erst am Schluß des Buches benannten Überläufer von West nach Ost ist gut kombiniert mit den Seelenqualen die "Bob Newman" ausstehen muß.Das einzige was den Lesefluß geringfügig stört sind die finniscchen und schwedischen Orts-und Hotelnamen.Alles in allem ein empfehlenswertes Buch.
Kommentar 14 von 22 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Das Buch spielt in den '70 Jahren. Es bringt dem Leser näher, wie eisig, die Beziehungen zwischen Ost und West waren. Zudem wird eine persönliche Geschichte mit eingestrickt, die den Leser lange im unklaren lässt, was sie eigentlich mit der Haupthandlung zu tun hat.
Der Inhalt der Geschichte ist eigentlich ganz simpel: Ein hochrangiges, amerikanisches Regierungsmitglied will kurz vor den Wahlen in die Sowjetunion überlaufen, und ein englischer Geheimdienstler jagt sie oder ihn durch ganz Europa. Doch die Westmächte, die versuchen den Überläufer zu erwischen, werden von den Sowjets stark behindert, denn die wollen unbedingt den Top Mann aus dem Westen und sind bereit Morde in Kauf zu nehmen. Am Ende wartet der Autor mit einem Ende auf, das man vorher nicht erwarten kann.
Kommentar 3 von 6 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Von Ein Kunde am 2. September 2003
Format: Taschenbuch
Es war nicht das erste Buch des Autors,aber mit Abstand das Beste und Spannendste,was ich von Forbes bis dato gelesen habe.Geschickt wird das Geheimnis des Buches bis ins Schlußkapitel verlagert,immer mit wechselnden Schauplätzen und Geschehnissen.Dabei wartet man seitenlang regelrecht auf die scheinbar jeden moment bevorstehende Auflösung des Agentengeflechts.Ein Buch,kurzweilig,spannend mit einigen aufkommenden Rätseln über die Personen der Handlung,doch immer gut verständlich,ohne den Faden zu verlieren.Ein ausgezeichneter Spionageroman aus der Zeit des kalten Krieges als kribbelnde Unterhaltung
Kommentar 0 von 2 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Ähnliche Artikel finden