Gute Kommunikation ist unerlaesslich in einem Buero und immer wieder sind es gerade die Ueberflieger im Geschaeftsleben, welche einem den Tag versuessen. Die Autorin Lucy Kellaway hat mit dem fiktiven Roman DEPPTOP einen brillianten Start hingelegt, den nigends habe ich selbst so gekonnt die Dummheit und Mittelmaessigkeit innerhalb vieler Firmenkulturen vereint gesehen, wie bei dem Protagonisten der Geschichte Martin Lukes. Ein aufgeblasener Fatzke, der seine Firma und Frau schonungslos betruegt und das Unternehmen dabei fast ruiniert direkt und klar von der ersten bis zur letzten Seite - als sei es das wahre Leben.
Weinen, etwas Lachen und immer wieder Schuettelfrost ueber die Gleichfoermigkeiten mit der sich der Romanheld den Realitaeten annaehert, so kam mir das Buch vor. Martin Lukes, Marketing Direktor eines globalen Konzerns ist wie die sprichwoertliche Laus im Pelz, ein Blutsauger, ein Profiteur und ein hinterhaeltiger Schweinehund. Doch seine Vorgesetzten und viele seiner Kollegen sehen das nicht.
Das Buch ist aufgebaut indem es den e-mail Verkehr von Martin Lukes wiedergibt und hier offenbart sich sofort der Charakter der Person, denn er ist bis zur Dummheit schonungslos offen, als koenne man in seinem Gehirn lesen, was er gerade denkt.
Ein Pascha, Grosskotz, Verschwender, Brutus und Verraeter, so viele schlechte Eigenschaften kann doch keiner haben oder etwa doch? Es geht sogar noch schlimmer, als Vater eine Niete, als Mann eine Null und ein Schwein, als Liebhaber mittelmaessig und doch glaubt er von sich selbt, er sei Gott.
Fuer alle, welche im Buero grosser Gesellschaften arbeiten oder gearbeitet haben, eine Offenbarung. Das Buch bringt jedem zum Lachen.
Sehr empfehlenswert!