Wenn man an feine RnB Musik aus Großbritanien denkt schwirrt einem sofort der großartige Craig David durch den Kopf, aber mit Taio Cruz kommt betritt nun ein neues Gesicht die Bühne. Der 25 jährige aus London, England, der nigerianische und brazilianische Wurzeln in sich trägt zeigt seine Vielseitigkeit als Sänger, Produzent, Songwriter und Chef seines eigenen Labels Rokstarr Music London. Auf seinem Debut Album "Departure", welches unter den beiden Tochterlabels von Universal, Island und Republic erschienen ist, stellt uns Taio auf 12 Stücken sein Können unter Beweis. Das Album beginnt verdammt stark mit dem wundervollen Song "I'll never love again" bei dem Taio ein erstes Zeichen mit seiner zarten Stimme setzt und dabei noch von einer traumhaften Klavier- und Geigenmelodie unterstützt wird. Danach folgt das emotionale "I just wanna know" was wieder mit Geigen untermalt ist, einen wuchtigen Beat aufweist und einem ab der ersten Sekunde nicht mehr loslässt. In genau dieser Manier geht es dann auch erstmal weiter bis dann mit "Fly Away" ein komplett anderer Stil seinen Platz findet. Der ganze Song klingt poppig, mit etwas Rock Elementen und Elektro Sound vermischt. Ebenso klingen auch die beiden Tracks "Driving me crazy" und "Come on girl" die v. a. sehr viel elektrische und Disco Elemente enthalten, ein wirklich krasser Gegensatz zu dem was man am Anfang des Albums geboten bekommt. Jetzt folgt ein wirklich sehr sehr schönes und auch super langsamer Song namens "Never gonna get us" der ein geniales Intrumental aufweist und mit "She's like a star" gibt es einen einfachen aber durchaus clubtauglich und zum abdancen geeigneten Track. Das Ende des Album hätte mit "Can't say no" gar nicht besser gewählt werden können. Einmal mehr eine Art Slow Jam bei dem Mann sich beim ersten Hören schon richtig in seinen Bann gezogen fühlt und bei dem auch Taio's Stimme noch einmal wunderschön zur Geltung kommt. Taio Cruz ist mit seinem Debut Album "Departure" ein gutes aber durchaus noch ausbaufähiges Album gelungen, das im Mittelteil durch die ganzen Elektro u Discoeinflüsse etwas schwächelt, weil diese meiner Meinung nach nicht so recht zum Rest des Albums passen. Ansonsten macht Taio hier einen prima Job und ist auf dem besten Wege Englands RnB Prinzen Craig David in naher Zukunft das Wasser zu reichen.
PeAcE