Seit einiger Zeit darf ich die CEOL nun mein Eigenen nennen und bin nicht nur zufrieden sondern sehr glücklich damit.
Einrichtung:
Die erste Einrichtung ist kinderleicht. Nach dem Anschließend der Boxen und der FM- sowie WLAN-Antenne erfolgt beim ersten Start automatisch sofort die Netzwerkeinrichtung, welche sowohl für Kabel als auch WLAN sehr schnell erledigt ist. Das war's dann auch schon.
FM-Radio/CD-Player:
Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Radio und CD-Player funktionieren wie man es von ihnen erwartet ohne Probleme. Bis zu 99 Radiosender lassen sich theoretisch einspeichern und auch für CDs kann man eine Wiedergabereihenfolge programmieren.
Kleiner Nachteil beim Speichern von Radiosendern ist das Fehlen einer manuellen Sortiermöglichkeit.
iPod:
Da ich nicht im Besitz eines iPhones oder iPods bin, kann ich hierüber leider nichts sagen
USB-Stick:
Die Wiedergabe vom USB-Stick funktioniert sehr einfach. Stick anschließen und Order durchsuchen bzw. Titel wiedergeben. Beim ersten Test war ich etwas verwundert, da das Einlesen des USB-Stick-Inhalts ewig zu dauern schien. Hier hatte sich wohl aber die Anlage nur aufgehängt. Nach dem entfernen und wiederholten Einstecken des Sticks ging das Einlesen nahezu Verzögerungsfrei. Ebenso bei allen folgenden Tests auch mit anderen USB-Sticks.
Internet-Radio:
Die Auswahl eines Internet-Radiosenders empfinde ich als sehr komfortabel. Nach Musikgeschmack (Ambient, Rock, ...), Ort (Kontinent, Land, Ort) etc. findet man sehr schnell einen passenden Sender. Die oft gelesene Aussage, das Starten eines Internet-Radiosenders dauert eine Minute oder länger, kann ich so pauschal nicht bestätigen. Beim Wechsel auf "Internet-Radio" stellt das Gerät zwar erstmal die Netzwerkverbindung her, doch das dauert selten länger als 5 bis 10 Sekunden. Die Dauer bis zum Abspielen des ersten Signals hängt dann auch sehr von der Gegenstelle ab. Bei einem lokaln Sender unserer Stadt startete das Internetradio ca. 1 bis 2 Sekunden nach dessen Auswahl. Beim Testen eines Senders aus Kasachstan dauert es ca. 20 Sekunden, bis die erste Musik ertönte.
Neben den Live-Streams gibt die Anlage auch (sofern dies vom Sender angeboten wird) Podcasts wieder. Lieblingssender lassen sich in einer Favoritenliste abspeichern, um diese später schnell wieder abzurufen. Bei den von mir getesteten Sendern funktionierte auch die Titel/Interpret-Anzeige des aktuell gespielten Liedes einwandfrei.
Mp3-Streaming:
Für Musik-Streaming über das lokale Netzwerk greift die CEOL bei mir auf ein im Netzwerk befindliches NAS (Western Digital My Book World Edition II) zu. Dieses NAS wird sofort per Namen erkannt und man kann nach verschiedenen Suchkritierien durch seine Musiksammlung stöbern. Je nach Kategorie (Interpret, Album, Interpret/Album, etc.) manövriert man sich per Fernbedienung oder direkt an der Anlage durch die angezeigte Liste. Die Anzeige listet neben der aktuellen Listeneintragsnummer auch die Gesamtanzahl an Listeineinträgen auf, damit man stets darüber informiert ist, wo man sich gerade in der Liste befindet. Gerade bei sehr langen Listen ist hier aber durchaus auch mal Geduld gefragt. Etwas Abhilfe schafft hier die Suchfunktion. Diese ermöglicht es (per Fernbedienung) nach dem gewünschten Anfangsbuchstaben zu suchen und direkt an die jeweilige Position der Liste zu springen. Mehr als den Anfangsbuchstaben kann man jedoch leider nicht angeben.
Da meine Musiksammlung ausnahmslos im Mp3-Format vorliegt, kann ich weder über Wav- noch Flac-Format genaueres sagen.
Aussehen:
Über das Aussehen muss sich wohl jeder selbst Gedanken machen. Häufig habe ich gelesen, wie "billig" die Anlage aussähe. Meiner Meinung nach (und der meiner Frau) strahlt die Anlage eine schlichte Eleganz aus, die sogar viel Stil ausstrahlt. Plastik hin oder her. Ich persönlich will mir auch keinen 20 kg Metallblock auf den Wohnzimmerschrank stellen. Aber das ist wohl einfach wirklich Ansichtssache. Die Verarbeitung erscheint mir zumindest hochwertig.
Klang:
Mich hat fasziniert, welch hervorragender Klang die mitgelieferten Boxen verlässt. Egal ob Klassik, Rock oder Pop - der Klang hat mich absolut überzeugt. Natürlich kann man sicher mit Boxen X oder einem zwischengeschalteten Verstärker Y den Klang professionell verbessern, für unser Wohnzimmer genügt der Klang jedoch allemal. Subjektiv gesehen könnte ich ihn mir nicht schöner, klarer und satter für diese Art von Kompaktanlage vorstellen.
Dank verschiedener Einstellungsmöglichkeiten (Bassverstärkung, Basstärke, Höhe, Ballance, ...) kann man den Klang seinen individuellen Vorlieben anpassen. Natürlich bieten andere Anlagen hier deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten, aber mir persönlich haben die vorhandenen vollkommen ausgereicht.
DLNA-Funktionalität:
Da mein Handy (Samsung S8000) DLNA-kompatibel ist, gelang es mir auch ohne Probleme mit dem Handy die Anlage fernzusteuern und Musik von meinem NAS wiederzugeben.
Fazit:
Ich bereue keinen einzigen Euro, den ich für die CEOL ausgegeben habe. Die Netzwerkfunktionalität hat mich überzeugt und schon die Tatsache, dass meine (nicht sehr technikbegeisterte) Frau es auf Anhieb geschafft hat, Musik vom Medienserver abzuspielen, spricht meiner Meinung nach für sich. Leider zeigt das Gerät die Uhrzeit im Standby-Modus nicht an, was mir sehr gut gefallen hätte. Aber so wichtig ist das ja nicht wirklich. Ebenso brach ein versuchtes Firmware-Update zwei Mal mit der Meldung "Connection failed" ab. Diese Schuld möchte ich aber nicht einfach so auf's Gerät schieben, da hier zu viele Zwischenstationen (Router, Update-Server etc.) mitmischen.
In der Preisklasse ist die CEOL meiner Meinung nach ein Spitzengerät, das nicht nur seinem Werbespruch gerecht wird ("Input: Whatever") sondern zumindest mich aus ganzem Herzen glücklich gemacht hat.