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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Mittelmäßiges Drama über jugendliche Rebellion, 23. Januar 2008
Mein erstes Mal mit James Dean und da gerade Denn sie wissen nicht, was sie tun oftmals reflexartig zu den Filmklassikern gezählt wird, wurde es nun auch langsam Zeit diesen zu sichten. Umso zwiespältiger mein erster Eindruck von diesem Machwerk: Obsolet, klischeehaft, manchmal fadenscheinig erschien mir der Inhalt. Ein Film über weiße, jugendliche Middle- u. Upperclass-Yankees, die sich in ihren Vorstädten miteinander langweilen und deswegen entweder aufeinander losgehen oder sich, mit tödlichem Ausgang, wett streiten. Es wird das Auflehnen der Jugendlichen gegen die elterliche Autorität und deren Werte erzählt, wobei James Dean alias Jim Stark der Prototyp des Rebellen sein darf und sich duellierend und besaufend, verliebend und raufend durch die quälenden Verwicklungen des Teenageralters manövriert und am Ende des Plots den Tod eines frisch gewonnenen Freundes zu beklagen hat und ein Mädchen zum verlieben fand.
Der Film hat mehrere Schwächen und verströmt alte Mode. Es werden teilweise Handlungsfäden gesponnen und nicht eindeutig zu Ende geführt. Die Story ist an einigen Stellen einfach oberflächlich, weil nicht darauf eingegangen wird, warum einige Figuren so agieren, wie sie agieren, wohingegen der originale Filmtitel rebel without a cause suggerieren möchte, es gäbe u.U. keine Motivation für das draufgängerische Verhalten der Jugendlichen. Narrative Defizite machen sich besonders nach dem Tode von Buzz bemerkbar, da z.B. nicht klar ist, warum die ehemalige Freundin von Buzz, Judy, nicht um den eben verlorenen Freund trauert, sondern sich tatsächlich schon am nächsten Tag in Jim Stark verliebt. Flatterhafter Quatsch. Auch reflektieren die Figuren nicht über diesen tragischen Vorfall und erheben daraus eine Moral der (jugendlichen) Vernunft oder meinetwegen auch Unvernunft oder zumindest fehlt ein authentisches Mitgefühl. Es ist abzusehen, dass die Rebellion in den Armen gutbürgerlicher Moral verpufft und sich die Protagonisten später ebenso mit ihren verzogenen Kindern auseinandersetzen müssen und wiederum ihr mediokres Leben gegen deren Rebellion verteidigen. Ein Leben in der Vorstadt halt. Banal und irgendwie immer unwirklich und letztendlich ein Loop des bürgerlichen Lebens. Jim Stark als Prototyp des bürgerlichen Rebells ist in seinen sozialen Dimensionen gedacht eigentlich ein Witz, er rebelliert gegen einen lieben, nachsichtigen und mitfühlenden Vater, der ihm ein Auto gekauft hat und sich von seiner Frau diktieren lässt. Als Gegenentwurf zum verweichlichten Vater steht Jim, der sich selbst ausstattet mit den Charakterzügen männlicher Ignoranz und Kleingeistigkeit. Er ist herrisch, jähzornig, brüll- und streitsüchtig und kaum in der Lage einen Konflikt mit kultivierter Konversation und Kommunikation zu lösen. Das mutet cool an, man sollte sich aber nicht täuschen lassen von soviel Chauvinismus und verfehltem männlichem Ideal.
Einige Höhepunkte kann man dem Film dennoch nicht absprechen. Gerade das Wettrennen oder die Einführung in den Film mit den Szenen im Polizeirevier sind schön gemacht und zeugen von einem längst verblichenen Hollywood.
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