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Denn du trägst meinen Namen: Das schwere Erbe der prominenten Nazi-Kinder
 
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Denn du trägst meinen Namen: Das schwere Erbe der prominenten Nazi-Kinder [Gebundene Ausgabe]

Norbert Lebert , Stephan Lebert
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag; Auflage: 5. Auflage (7. September 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896671057
  • ISBN-13: 978-3896671059
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 231.366 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Buch ist ebenso außergewöhnlich wie die Geschichten, die es erzählt. 1959 schilderte der Journalist Norbert Lebert, wie es den Kindern der größten Naziverbrecher 15 Jahre nach Kriegsende ging. Vierzig Jahre später führt sein Sohn Stephan diese Arbeit fort. Er möchte ergründen, was es für diese Kinder bedeutet, einen Vater zu haben, der an einem Massenmord von nie gekanntem Ausmaß beteiligt war. Welches Schicksal Menschen erleiden müssen, die nur aufgrund eines einzigen Merkmals mit der blutigen deutschen Geschichte verbunden sind: ihrem Namen.

Es sind bedrückende Schicksale, die Stephan Lebert in seinen sehr emotional gehaltenen Reportagen erzählt. Dennoch fällt es mitunter schwer, Verständnis oder auch nur Mitleid zu empfinden. Denn es gibt sie eben doch, die Unverbesserlichen, die sich wie Wolf-Rüdiger Hess, Edda Göring oder Gudrun Himmler niemals von ihren Vätern distanziert haben, die sie auch heute noch leidenschaftlich vergöttern und verteidigen, und die teilweise der alten Ideologie treu geblieben sind. Andere, wie Niklas Frank, haben mit ihren Vätern gebrochen und sich für den Hass entschieden. Martin Bormann junior für die Sache Gottes. Der ehemalige Priester und pensionierte Religionslehrer hält nun Vorträge über die Gefahren des Nationalsozialismus. Im Osten benötigt er dafür Polizeischutz.

Jedes der Kinder hat seinen eigenen Weg gefunden, mit der Last des Namens umzugehen. Aber sie alle können sich aus der unheilvollen Verstrickung mit dem Nationalsozialismus nicht lösen, obwohl sie eigentlich unschuldig sind. Sie leben das Leben ihrer Väter weiter. "Wissen Sie", sagt Martin Bormann resigniert, "man kann seinen Eltern nicht entkommen, wer sie auch sind". --Stephan Fingerle

Kurzbeschreibung

Ein vernachlässigtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte

Viele Deutsche fanden sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der Rolle der Belasteten und Verfolgten wieder, mussten sich vor den Spruchkammern der Alliierten dem Prozess der Entnazifizierung stellen. Aber schon wenige Jahre später verlief für die meisten von ihnen das Leben wieder in normalen Bahnen. Eine kleine Gruppe von Menschen jedoch sah sich mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die sie an den Rand der Gesellschaft drängte: Es waren die Kinder der höchsten Naziführer, die nun als Träger eines verhassten Namens verfolgt, gemieden, unterdrückt wurden.
1959 besuchte Norbert Lebert die Nazi-Kinder - Edda Göring und Gudrun Himmler, Martin Bormann und Wolf-Rüdiger Heß, Klaus von Schirach und andere -, die damals am Anfang ihres Berufslebens standen. 40 Jahre später nimmt Stephan Lebert erneut Kontakt zu diesem Personenkreis auf und führt nach dem Tod des Vaters dessen Arbeit fort. Die Wiedergabe seiner Gespäche ist mehr als nur die Fortschreibung dieser Lebensgeschichten. Eindrucksvoll gelingt Stephan Lebert ein persönlich gehaltener Augenzeugenbericht zu einem bedrückenden Thema: Was bedeutet es, einen Vater zu haben, der an einem Massenmord von nie gekanntem Ausmaß beteiligt war? Es zeigt sich, dass diese Schicksale mehr mit dem Deutschland von heute zu tun haben, als vielen lieb ist.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht wie der Vater 29. Januar 2003
Von "muenst"
Format:Taschenbuch
Die Berichte des Vaters aus den sechziger Jahren sind gut geschrieben, mit dem Blick für die einmalige Situation der betreffenden "Kinder" und des damaligen Deutschlands. Sprachlich exakt, zurückhaltend, doch eindringlich. Die Ergänzungen des Sohns aus den neunziger Jahren erreichen nicht dieses Niveau. Sie sind sprachlich teilweise etwas holprig geschrieben, mehr urteilend als berichtend, mehr wertend als informierend. Der Vater setzte sich neben seine Gesprächspartner; der Sohn stellt sich über sie. Diese Haltung ist ebenso unnötig wie unprofessionell. Schade; die Idee wäre sehr reizvoll gewesen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Meine Bewertung für dieses Buch fällt sehr zwiespältig aus, was daran liegt, daß hier zwei Autoren am Werk waren.
Bücher über die Opfer des Nationalsozialismus gibt es ja zuhauf. Norbert Lebert hingegen berichtet in seinem Buch über die Kinder der Top-Ranking-Nazis. Sicher war das damals sehr gewagt, als 1960 die Erinnerungen an den Krieg noch allzu frisch und der Hass auf die Nazis besonders gross war. Lebert hat es trotzdem getan und liefert uns ein beeindruckendes und einzigartiges Porträt. Kaum zu glauben, daß er es geschafft hat, die einzelnen Personen zu einem Interview zu bewegen. Das daraus resultierende Ergebnis liest sich spannend und ausgesprochen informativ. Interessante Einblicke ins Familienleben der prominenten Nazis werden geboten.
Vierzig Jahre später hat sein Sohn die Idee, die ehemaligen Interviewpartner seines Vaters noch einmal aufzusuchen und zu einem erneuten Gespräch zu bewegen. Ein brillanter Einfall, möchte man meinen. Leider haperts hier an der Umsetzung. Stephan Leberts Beiträge zu dem Buch lesen sich mitunter sehr schleppend und langatmig. Allzuoft schweift er vom Thema ab und sinniert in endloser Länge. Leider schafft er es nicht, alle Personen von damals erneut zu einem Interview zu bewegen. Wo er scheitert, schreibt er irgendwas halbwegs zum Thema passendes, fast scheint es nach dem Motto: Hauptsache, es steht was da".
Auch seine persönlichen Äusserungen zum jeweiligen Interviewpartner fallen unangenehm auf, (ob sie nun der Wahrheit entsprechen, oder nicht). Dabei hat es Norbert Lebert doch so gut vorgemacht, daß es auch anders geht.
Fazit: Norbert Leberts Werk ist aussergewöhnlich und absolut lesenswert. Das Werk seines Sohnes liegt leider weit hinter ihm zurück.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Teile, Schlechte Teile 7. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eine grundsätzlich interessante Idee, eine alte Arbeit des Vaters fortzuführen oder wieder aufzunehmen. Leider gelingt es Stephan Lebert nicht, die beim Leser geweckten Erwartungen zu erfüllen. Was beim Vater mitunter fast zu gefühlvoll wirkt, wird vom Sohn in rein spekulative Bereiche hinein fortgeführt. "Was wäre, wenn mein Vater im Nationalsozialismus Karriere gemacht hätte?" Spekulationen dieser Art häufen sich leider, Allgemeinplätze folgen auf Banalitäten. Jeder, der sich schon einmal mit diesem Thema beschäftigt hat (und die Literaturliste im Anhang gibt da nur eine kleine Auswahl der bestehenden Möglichkeiten wieder), muss zwangsläufig von der Oberflächlichkeit der heutigen Teile des Buches enttäuscht sein. Bleibt anzumerken, dass die erneute Veröffentlichung der Reportagen von Norman Lebert durchaus einen Verdienst darstellen: zeigen sie doch einen frühen Versuch der Beschäftigung mit einem bis heute nicht unproblematischen Abschnitt deutscher Geschichte und ihre Auswirkungen bis in unsere Gegenwart hinein. Diese Problematik aufzugreifen und fortzuführen wäre die Chance des Sohnes Lebert gewesen. Schade, dass er sie nicht genutzt hat.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Beeindruckend
Ein Buch, in dem der Lebensweg von Kindern von Nazigrößen nachgezeichnet wird. Leider nicht besonders gut strukturiert und häufig abschweifend, aber für mich... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Jana7 veröffentlicht
Interssantes Thema, schwammiger Untergrund
Dieses Buch wagt einen Blick auf die Nachfahren der Nazi-Kriegsverbrecher. Wie sie 1959 lebten und was sie 40 Jahre später taten. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Herbstkind veröffentlicht
Lohneswert
Ich finde es sehr Lohnesnwert dieses Buch zu lesen. Es enthält viele interessant, für viele wahrscheinlich ungbekannte, Fakten über die Familien der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Juni 2009 von Rock_queen
Denkwürdige Worte
fallen mir beim lesen des Buches ein. Adolf Hitler sprach zu Kriegsende,.."wir sind der Auslese beraubt".. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Finalefurioso
Der Sohn macht das Werk des Vaters zunichte - Schade!
Um es gleich vorweg zu nehmen: Mich hat dieses Buch enttäuscht!
Ich hatte mir eine objektive Darstellung des Lebens der Kinder von damaligen Nazi-Größen erhofft... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Februar 2006 von fantafrau
Sammlung von Reportagen
Der Zeitungsreporter Norbert Lebert (1929 - 1993) schilderte in einer um 1960 von der Zeitschrift "Weltbild" veröffentlichten Artikelserie seine Begegnungen mit... Lesen Sie weiter...
Am 18. Oktober 2001 veröffentlicht
Lesen, um zu verstehen, was geschah
Vielleicht sind die Kinder der Täter ein Medium, eine Brücke, um das nicht verständliche zu verstehen. Lesen Sie weiter...
Am 1. Januar 2001 veröffentlicht
Beeindurckend bedrückend
Habe im SZ-Magazin einen Vorabdruck gelesen: Der Sohn Martin Bormanns wurde vor 40 Jahren von Norbert Lebert portraitiert, und im Jahr 2000 macht sich Stephan Lebert, sein Sohn,... Lesen Sie weiter...
Am 3. September 2000 veröffentlicht
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