Während der Klappentext es noch schafft Spannung aufzubauen, ist die Story doch eher dünn und konstruiert: Emma, eine junge alleinerziehende Mutter, ist völlig überfordert. Ohne Job lebt sie mit Ihrem Sohn Ritchie von der Sozialhilfe und hat Ihren Freundeskreis verloren. Als Sie dann in der U-Bahn nur einen Moment unachtsam ist, steigt Richie allein in den Zug und die Türen schließen sich....
Was gut Anfängt, wird eine durchsichtige Geschichte. Der Leser weiss von den ersten Seiten an, wie es weitergeht. Einzig das Verhalten der jungen Mutter ist teils so abwegig das man sich manchmal doch wundert. Die Story wäre nach knapp 50 Seiten zuende, würde die Autorin sich nicht Seitenweise in Mutter/Kind Geschichten verlieren, so erfährt der Leser nicht nur wie das Foto, das die Polizei zur Suche nach Ritchie erhält, entstanden ist. Es wird Seitenweise der Kauf des auf dem Bild zusehenden Bobbycars und das entstehen des Spinatflecks auf dem Sweatshirt geschildert, obwohl das für die Geschichte nichts zur Sache tut. Auch die Polizei passt in alle Schablonen, Überarbeitet und voller Vorurteile bedient sie alle Klischees. Mit einem Psychothriller hat das Buch sicher nichts zu tun, eher ist es ein Beziehungsdrame mit Kriminalgeschichte.