Als eingefleischter Goddard-Fan ist für mich jedes Buch von ihm ein Muss. "Denn ewig währt die Schuld" erzählt von dem Schauspieler Toby Flood, dessen Glanzzeiten wohl lange vorbei sind. Flood hat ein Engagement im Seebad Brighton und wird dort von seiner Noch-Ehefrau Jenny um Hilfe gebeten. Sie werde von einem Mann verfolgt und beobachtet. Toby nimmt sich der Sache an, denn als er merkt, dass der Verfolger es auf den neuen Lebensgefährten seiner Ehefrau, Roger Colburn, abgesehen hat, der in dunkle Machenschaften verwickelt ist, hofft er daraus Profit schlagen zu können und seine Frau wieder zurückgewinnen zu können. Doch so einfach ist die Sache nicht, denn Toby gerät dabei selbst in eine gefährliche Geschichte um Hass, Neid und dunklen Familiengeheimnisse... Wird er das Herz seiner Frau wiedergewinnen können?
Sicherlich ist "Denn ewig währt die Schuld" nicht das beste Buch von Goddard, aber dennoch im Vergleich zu anderen Krimis ein Genuss, da der gelernte Historiker Goddard eines perfekt beherrscht: nämlich die Erzählkunst auf höchstem Niveau. Goddard kreiert spannende Geschichten aus Intrigen und Liebe, verwoben mit den Schatten der Vergangenheit. Seine Protagonisten sind keine Übermenschen, die außergewöhnlich gut aussehen, überaus intelligent und perfekt sind, nein es sind eher die Losertypen, sympathisch und authentisch gezeichnet. Und gerade das gefällt mir an Goddard so gut. Goddard besinnt sich auf das was er am besten kann. Erzählen. Er verzichtet auf spektakuläre, brutale Morde mit viel Blut und umherfliegender Hirnmasse. Wahrscheinlich hinkt der Vergleich ein wenig, aber Goddard ist für mich das beste Beispiel dafür, dass man auch gute Krimis ohne besagten "Splatter-Schreibstil" schreiben kann. Seine Bücher sind die reinste Wohltat! Sehr empfehlenswert und durchaus für Mimosen geeignet!