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Denn Du bist mein Liebstes auf der Welt: Briefwechsel Goethe-Christiane Vulpius
 
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Denn Du bist mein Liebstes auf der Welt: Briefwechsel Goethe-Christiane Vulpius [Broschiert]

Michail Krausnick
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 96 Seiten
  • Verlag: Wellhöfer (1. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939540668
  • ISBN-13: 978-3939540663
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 395.010 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michail Krausnick
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Denn Du bist mein Liebstes auf der Welt" - Weimar 1788 - Der Geheime Rat und Bestsellerautor Johann Wolfgang von Goethe geht im Park an der Ilm "so für sich hin", als ihm ein hübsches, junges Mädchen mit einer Bittschrift in den Weg tritt: Christiane Vulpius. Der Dichter ist schnell entflammt, sein Gartenhaus nicht weit und wenig später sind beide ein Paar. Aus dem amourösen Abenteuer wird mehr: eine leidenschaftliche Liebe, eine 28-jährige glückliche Lebensgemeinschaft. Und ein Skandal für eine vermeintlich bessere Gesellschaft. Christiane wurde beneidet, beschimpft, verleumdet und in ihrer Bedeutung für das Leben und Werk Goethes bis in unsere Tage verkannt. Die Briefe machen deutlich, wie beständig und stark die Liebes- und Lebenskunst des ungleichen Paares war, aber auch, wie Christiane aller Gehässigkeit zum Trotz schließlich als Gattin des Dichters und "Herrin des großen Hauses" über Klatschmäuler und Lästerzungen triumphierte.

Über den Autor

Johann Wolfgang von Goethe geboren am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gestorben am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.Michail Krausnick, geb. 1943 in Berlin, lebt als freier Autor in Heidelberg. Neben Drehbüchern, Theaterstücken und Kabarett-Texten liegt sein Schwerpunkt bei historischen Sachbüchern und Biografien, Geschichten und Gedichten für Kinder.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Goethe und Christiane 3. April 2011
Format:Broschiert
Seit einigen Jahren bereits hat sich in der Forschung (vor allem durch Kleßmann und Damm) das ehemals eher tumbe, verächtliche und leicht spöttische Bild, das von Christiane Vulpius über ein Jahrhundert lang vorherrschte, eindeutig geändert.
'Und ist ein Mädchen dick und dumm, dann wird es Frau Goethe', diesem Spottvers ist bereits seit langem der Boden entzogen worden.

Sicherlich war dieses Bild auch in der Haltung Goethes selbst begründet, der über die Jahre hinweg eher den Makel einer 'wilden Ehe' auf sich, vor allem aber auf Christiane nahm (denn der Dichterfürst war weitestgehend von allzu bösartiger Kritik immer ausgenommen). Andererseits aber ist seit mehr als 20 Jahren deutlich (und wird auch in diesem schmalen Buch von Krausnick betont), war in Goethes Augen Christiane Vulpius 'das Beste, was ihm im Leben passiert ist'.

Ja, es war ein Skandal, nicht nur im engeren Kreis in Weimar. Beileibe nicht aufgrund der unehelich gehaltenen Verbindung, sondern vor allem, weil Christiane als 'unwürdig' galt. Vom unteren Stand, eines Genius wie Goethe nicht angemessen. Und dann bekam diese Christiane auch noch ein Kind von Goethe (den Sohn, den Goethe noch zu Lebzeiten zu Grabe trug).
Goethe selbst aber gibt ein ganz anderes Zeugnis ab, trotzdem ihn der Standesunterschied letztlich nicht kalt ließ. 'Ich gebe gerne zu, dass ich dies Mädchen leidenschaftlich liebe', schreibt er von einer Reise an einen Freund.

Michael Krausnick nun macht sich auf, die Geschichte dieser Verbindung zwischen Christiane und Goethe, die nach langen Jahren der Beziehung dann doch auch zum Traualter führte und die durch den Tod Christianes den Dichter später in tiefe Trauer stürzte, dem Leser vor Augen zu führen. Hierzu lässt er beide selbst mit zu Wort kommen durch eine Vielzahl von (knapp kommentierten) Briefen, Dokumente aus jener Zeit, aber auch aus Versen Goethes lässt sich das innige Verhältnis beider durchaus ableiten.
Auch die Begeisterung der Mutter von Goethes wird im Buch aufgedeckt und vertieft in ganz eigener Sprache den Eindruck einer wirklich passenden, herzenswarmen Frau an Goethes Seite.

Auf nur knapp 100 Seiten legt Krausnick in diesem Sinne ein beredetes Zeugnis durch die Worte der Beteiligten selbst vor, dass einen exemplarischen Einblick in diese ganz besondere Beziehungsgeschichte ermöglicht. Die Auswahl der Texte, Briefe und kleinen Verse ist dabei sehr gut getroffen und vermittelt ein eindrucksvolles Bild Goethes als 'leidenschaftlich Liebender, der sein Leben lang zu seiner Liebe stand'.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Darf man über das private Liebesleben des verehrten Meister Johann Wolfgang von Goethe schreiben? Nun ja, sein Briefwechsel ist öffentlich und er trotz seines lange vergangenen Todes immer noch eine Person des öffentlichen Interesses und Forschungsgegenstand. DENN DU BIST DAS LIEBSTE AUF DER WELT herausgegeben von Michail Krausnick zeigt den sehr persönlichen und liebevollen Briefwechsel zwischen der Bürgerlichen Christiane Vulpius, welche verachtend auch die Vulpia genannt wurde und dem Herrscher des literarischen Olymps, Johann Wolfgang von Goethe auf. Auf 93 Seiten öffnet sich eine Blume der Duft betörend ist und die ein Blick hinter die Kulissen verschafft, zudem ist sie ein gutes Beispiel für die Beweggründe der damaligen Zeit und ein Zugang zu gesellschaftlichen Normen und Werten.

Wer Goethe schon zu Zeiten Christiane Vulpius war, ist jedem klar, seine Meisterschaft war anerkannt und er bewegte sich in Adelskreisen nonchalant und mit der Gewissheit einer der herausragenden Köpfe seiner Zeit zu sein. Doch anders war es mit der Bürgerlichen und damit höchst gewöhnlichen Christiane Vulpius, dennoch liebte der Meister sie über alles und schrieb ihr glühende Liebesbriefe.

Interessant auch die Speisefolgen während eines gemeinsamen Essens, kein Wunder das die Beiden beträchtlich zunahmen. Doch was den Briefwechsel zwischen Christiane Vulpius und Johann Wolfgang von Goethe im Buch DENN DU BIST DAS LIEBSTE AUF DER WELT herausgegeben von Michail Krausnick so interessant macht, ist die Tatsache das trotz aller Anfeindungen die Liebe Stand hielt und man mit diesem Büchlein ein Marker gesetzt wird eine lange verkannte und absichtlich verleumdete Frau besser kennen zu lernen - nicht für jeden Goethefreund eine neu Facette sondern auch für Jugendliche der Oberstufe eine Möglichkeit Goethe aus einer gänzlich unbekannten Richtung kennen zu lernen.

Ein schönes Buch mit viel Liebe zusammengestellt vom Herausgeber Michail Krausnick der im Übrigen mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.

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