"Thorsten Havener guckt in die Gehirne fremder Menschen." (BILD)
"Der Gedankenleser Thorsten Havener, der in Wahrheit ein ganz feiner, brillanter Beobachter ist." (Markus Lanz)
"Thorsten Havener ist eine Sensation." (Süddeutsche Zeitung)
"Dr. Michael Spitzbart ein außergewöhnlicher Arzt!" (Dieter Kürten)
"Dr. Michael Spitzbart ein eloquenter Redner, der in bodenständiger Sprache gesunden Menschenverstand mit viel Medizin anreichert und mit Psychologie würzt." (Süddeutsche Zeitung)
Interview mit Thorsten Havener
Mit seinen Auftritten fasziniert er inzwischen ein Millionenpublikum. Nachdem er in seinem ersten Buch, „Ich weiß, was du denkst“, einige seiner Tipps und Tricks verriet, legt er mit „Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!“ nach. Der Band ist eine fantastische Reise in die Welt der Manipulation und Suggestion.
Frage: Herr Havener, Sie sind der bekannteste Gedankenleser Deutschlands. Wo lässt sich Ihre Kunst zwischen Magie und Neurologie verorten?
Thorsten Havener: Das ist nur schwer zu beantworten. Ich denke, am ehesten lässt sich meine Kunst als genaues und feines Beobachten mit allen Sinnen beschreiben. Genau einordnen lässt sie sich aber nicht. Vielleicht macht gerade das ihren Reiz aus.
Frage: Das Buch beginnt mit einem drastischen Statement: Unsere Gedanken sind nicht frei! Welchen Einflüssen oder Manipulation unterliegen sie?
Thorsten Havener: Das lässt sich pauschal nicht sagen. Lassen Sie mich ein Beispiel herausgreifen, um das Statement zu verdeutlichen: Angenommen, ich bitte Sie, NICHT an einen blauen Elefanten zu denken, was tun Sie dann...? Das ist ein ganz einfaches Beispiel für eine Suggestion. Solche Suggestionen müssen nicht unbedingt verbal erfolgen. Auch Farben, die Betonung unserer Worte oder der Herdentrieb beeinflussen uns. Das Feld scheint unendlich.
Frage: Wie verändert im Idealfall dieses Training einen Menschen?
Thorsten Havener: Die Auswirkungen variieren sicher von Fall zu Fall. Abgesehen davon, dass es großen Spaß macht und unterhaltsam ist, werden Sie gelassener und sehen vieles, was Ihnen vorher verborgen geblieben ist.
Frage: Sie berichten von wichtigen Begegnungen – mit anderen Künstlern, Wissenschaftlern, Trainern etc. – ist das Ihr Konzept des lebenslangen Lernens?
Thorsten Havener: Genau so ist es. Ich liebe es, interessante Menschen zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen. Es gibt noch viele tolle und interessante Menschen, die ich gerne treffen würde. Das Tolle daran: Je mehr man lernt, desto weiter wird das Feld. Es hört nie auf – wunderbar!
Frage: Sie haben sich für dieses Buch mit dem Mediziner Dr. Michael Spitzbart zusammengetan. Welchen Part übernimmt er dabei?
Thorsten Havener: Ich wollte in jedem Fall auch die wissenschaftliche Seite meiner Thesen beleuchten. Da ich selbst kein Wissenschaftler bin, habe ich hierfür einen Mediziner zu Rate gezogen.
Frage: Beschäftigt man sich intensiv mit der eigenen Gedankenwelt – ist das auch so etwas wie die berühmte Reise zu sich selbst?
Thorsten Havener: Eine unendliche Reise zu sich selbst. Für mich war dieser Prozess wie das Öffnen einer Tür, die ich nie wieder zumachen will.
Die Fragen stellte Reinhold Kampmann, Literaturtest.