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Denken und Selbstsein: Vorlesungen über Subjektivität
 
 
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Denken und Selbstsein: Vorlesungen über Subjektivität [Gebundene Ausgabe]

Dieter Henrich
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Denken und Selbstsein: Vorlesungen über Subjektivität + Bewusstes Leben: Untersuchungen zur Subjektivität in Beziehung auf Metaphysik: Untersuchungen zum Verhältnis von Subjektivität und Metaphysik + Selbstverhältnisse: Gedanken und Auslegungen zu den Grundlagen der klassischen deutschen Philosophie
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (7. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518584812
  • ISBN-13: 978-3518584811
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 292.817 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dieter Henrich
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Es ist zu erwarten, daß man sich zu der von Henrich vorgenommenen Analyse der Subjektivität philosophisch unterschiedlich verhalten wird. Das wird der Fortgang der Untersuchung des Selbstbewußtseins zu Tage fördern. Schwer bestreitbar ist aus meiner Sicht ihre Relevanz. Eines kann man aber bereits festhalten, es ist sein bleibender philosophischer Verdienst, nicht nur die Problemstellung erneut aufgeworfen, sondern die auf Hegel, Nietzsche und Heidegger zurückgehende Tradition, welche die Verfassung der Subjektivität durch ihre Selbstermächtigung charakterisiert - oft auch in einer Fehlinterpretation von Descartes Rede vom maître et possesseur de la nature -, beendet zu haben.«

(Prof. Dr. phil. Gerhard Preyer Philosophischer Literaturanzeiger )

Kurzbeschreibung

Menschen haben ihr Leben aus dem Wissen von sich zu führen. Dieses Selbstbewußtsein im elementaren Sinne läßt sich auf keine andere Tatsache zurückführen. Es ist aber mit zahlreichen intelligenten Leistungen verbunden, die in ihm wie in einem Zentralpunkt miteinander verflochten sind. Darum kann die Philosophie aus dem Selbstverhältnis eine Perspektive auf viele ihrer Grundprobleme gewinnen. Dieter Henrich, der wie kein anderer Philosoph der Gegenwart das Selbstbewußtsein systematisch und historisch zu seinem Leitthema gemacht hat, hat diese grundlegende Fragestellung in seinen Weimarer Vorlesungen entfaltet, die ebenso konzise wie anschaulich ein Spektrum der eröffneten Fragehorizonte entwickeln. Entstanden ist ein Buch, das deutlich werden läßt, inwiefern das Selbstbewußtsein überraschende Perspektiven auf zentrale philosophische Fragen eröffnet, und das wichtige Teilbereiche von Dieter Henrichs Philosophie enthält.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Wille als Subjekt 5. August 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Den Willen als Subjekt zu verstehen, nicht als willkürliches Objekt gemahnt Henrich insbesondere die puren Materialisten. Diese gibt es immer noch zahlreich unter den Hirnforschern, gemäß dem Credo der Evolutionsdenker. Und das obwohl schon für Hirnforscher und Nobelpreisträger John Eccles feststand, dass das Gehirn allenfalls das Klavier des Klavierspielers Geist sein kann. Auch Eccles hatte schon Versuchsanordnungen ersonnen, die, wenn nicht beweisen konnten, dass es so etwas wie eine nichtmaterielle Entität geben müsste, so doch zumindest den Unsinn der molekular beschränkten Personalität. Menschen sind keine bloße Ansammlung von ordentlichen Molekülen, sondern in erster Linie handelnde Personalitäten. Die Moleküle dienen letzten Endes diesem Zweck und entbehren jeglichem Selbstzweck. Das Gleiche gilt für das Hirn. Es ist nichts weiter als ein Organ, es ist nicht das, was den Menschen ausmacht.
Mittlerweile gibt es viele solcher Experimente, die auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen. Das Gehirn vermag vieles, aber nicht alles. Für Henrich war schon längst klar, dass das Denken, wenn es sich selber als materiell verursacht begreifen will, sich selbst widerspricht. Schlimmer noch führen solche Denkvorsätze ins Chaos, von dem es ja - dank der Evolution - entstammen soll.
Doch längst nicht alle Hirnforscher teilen diese Meinung. Henrich oder Eccles ist es schwer verständlich - und vermutlich jedem normal Denkenden ebenso - wie man weithin Theorien so nachdrücklich nachhängen kann, wenn die Tatsachen dagegen sprechen. Das gilt auch gerade für die beschriebenen Versuchsergebnisse. Beispielsweise hat man Probanten immer wieder auf die Tasten einer Computertastatur drücken lassen. Sie konnten die Tasten frei auswählen. Man würde jetzt im Falle eines rein materiellen Ablauf der Sinneswahrnehmung und Sinnesverarbeitung erwarten, dass zuerst eine Aktivität des Hirns wegen der Aktivierung des Entschlusses eine bestimmte Taste zu drücken erfolgen würde, als nächste erfolgte das Drücken der Tasten und die Rückmeldung der Sinne, dass die Taste gedrückt wird, begleitet von der Aktivität im Hirn zur Verarbeitung der Information. Erstaunlicherweise stellte man aber fest, dass es erst nach dem Drücken der Tasten, oder vielmehr nach dem Willensentschluss durch den Probant eine Taste zu drücken zu einer Hirnaktivität kommt. Jeder würde dies als Hinweis betrachten können, dass der Wille des Menschen gar nicht im Hirn beheimatet ist, sondern zum Beispiel in einem durch menschliche Experimente auf der materiellen Ebene nicht nachweisbaren Geist. Schon der populärwissenschaftliche Evolutionist Hoimar von Ditfurth bemerkte, dass man die Existenz eines nichtmateriellen Geistes nicht leugnen könnte. Er sei aber dennoch nicht vom Himmel gefallen, sondern habe sich sozusagen aus der materiellen Welt herausentwickelt. Merkwürdigerweise versuchen die Evolutionsgläubigen unter den Hirnforschern, die Ergebnisse umzudeuten. Sie setzen nämlich voraus, dass der Wille des Menschen im Hirn steckt. Wenn also nach der Betätigung der Tastatur, mit entsprechender zeitlicher Verzögerung, Hirnaktivitäten messbar sind, dann bedeutet dies für sie lediglich, dass der menschliche Wille nicht frei ist. Das ist ein gefährlicher Trugschluss und darauf will auch Henrich hinweisen. Die Wissenschaft scheint auf manchen (?) Gebieten nicht mehr klar denken zu können, weil sie an ihren falschen Axiomen festhängt und offensichtlich auch nicht mehr loskommt. Hätte der Mensch keinen freien Willen, sondern wäre alles materiell vorbestimmt, dann hätte er auch keine Verantwortung für sein Tun. Hört man da wieder die uralte Lüge der Schlange heraus, die eben die gleiche Konsequenz für menschliches Fehlverhalten propagierte. "Keineswegs werdet ihr zur Rechenschaft gezogen werden!" Hitler und Stalin waren keine menschlichen Monster und Bin Laden ist es nicht. Sie handeln nach naturgesetzlichen Zufälligkeiten im molekularen Bereich. Wer das glauben möchte, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
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