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Denken - Nach-Denken - Handeln: Triviale Einsichten, die niemand befolgt [Broschiert]

Jürgen Beetz
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 18,50 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

April 2010
Warum ist ein "Wirtschaftsweiser" für Mindestlöhne und ein anderer dagegen? Wieso verfangen wir uns in ergebnislosen Diskussionen oder albernen Paradoxien, fallen auf die "Spielchen" unserer Mitmenschen herein, verkennen Ursache und Wirkung, ...

Wird oft zusammen gekauft

Denken - Nach-Denken - Handeln: Triviale Einsichten, die niemand befolgt + Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit. Logisches Denken und Zufall + Der Hund, der Eier legt: Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken
Preis für alle drei: EUR 37,44

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Produktinformation

  • Broschiert: 268 Seiten
  • Verlag: Alibri; Auflage: 1 (April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865690548
  • ISBN-13: 978-3865690548
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 102.508 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intelligenter und ergiebiger streiten 5. Januar 2012
Jürgen Beetz, Techniker und IT-Spezialist mit philosophischem und wissenschaftstheoretischem Hintergrundwissen, ist ein begnadeter Polemiker, der einem gepflegten intellektuellen Streitgespräch ungern aus dem Weg geht - ich spreche aus Erfahrung. Seine Erfahrungen aus vielen solcher Gespräche sind offensichtlich in sein Buch eingeflossen. In der Tat liegt der Hauptnutzen des Buches für ähnlich motivierte Leser wohl darin, mit seiner Hilfe das Niveau ihrer Streitgespräche deutlich verbessern zu können. Nicht in dem Sinne, dass man häufiger als "Sieger" und "Rechthaber" vom Platz geht - sondern so, dass der Streit beiden Parteien zu einem tieferen Verständnis des Sachverhalts verhilft.

Beetz analysiert anhand vieler anschaulicher Beispiele aus Wissenschaft und Alltag (und auch mit witzigen Anekdoten) das intellektuelle Handwerkszeug, das wir bei Streitgesprächen einsetzen, und beendet viele seiner 8 Kapitel und 31 Abschnitte mit einer oder mehreren jener "trivialen Einsichten", die zu befolgen uns weiterbringen würde, und die zu missachten uns Streithähnen leider oft allzu nahe liegt. Da tappen wir im Eifer des Gefechts doch lieber in die eine oder andere Denkfalle. 13 Beispiele:

Mit neuen Theorien sollte man sparsam umgehen - es ist sinnvoller, eine Antwort schuldig zu bleiben als abenteuerliche Thesen aufzustellen.
"Vernünftig" ist auch ein Verhalten, das nicht am unmittelbaren Eigennutz orientiert ist.
Begehen Sie jede Dummheit möglichst nur einmal - die Auswahl ist ja groß genug.
Skalen, Maßstäbe, Normen, Dosierungen, Wertebereiche bilden wichtige Denkhilfen, denn aus Quantität kann Qualität entstehen.
Über einen "genauen" Grenzverlauf zu diskutieren ist meist sinnlos oder reine Definitionssache.
Bei der Suche nach der Wahrheit ist oft der Weg das Ziel. Genießen Sie ihn, auch wenn Sie nicht ankommen.
Reden ist Silber, Zuhören ist Gold!
Das Sein bestimmt das Bewusstsein bestimmt das Sein - und selbstbezügliche Aussagen sind oft paradox.
Die meisten komplexen und vernetzten Regelkreise sind unerforscht und werden nicht beherrscht.
Einfaches monokausales lineares Denken führt oft in die Irre - denken Sie in multikausalen Kreisläufen von Ursachen und Wirkungen!
Scheuen Sie sich nicht, Zahlen und Behauptungen durch Nachrechnen und Logik zu überprüfen.
Vorsicht mit Statistiken und Wahrscheinlichkeiten! Denken Sie genau mit, bevor Sie ihnen trauen. Aber: Dass alle Statistiken lügen, ist eine Lüge.
Der Zufall hat kein Gedächtnis.

Schön sind einige eingestreute Bonmots wie "Es ist zu spät, Pessimist zu sein." Oder: "Intelligenz ist das, was man braucht, wenn man nicht weiß, was man tun soll." Oder der oben zitierten Satz über die Dummheit.

Besonders ausführlich geht Beetz in seinem Kapitel "Erst das Ei oder erst die Henne?" auf Ursache-Wirkungs-Beziehungen ein, die über die simple Kausalität, nach der wir so gerne suchen, hinausgehen: etwa zyklische Prozesse, bei denen die Wirkung einer Ursache selber wieder zur Ursache wird und auf die erste Ursache zurückwirkt; auf Regelkreise, Rückkopplungen, komplexe Systeme. Ein Beispiel für zyklische Prozesse ist die oben zitierte Beobachtung, dass unsere Position in der Gesellschaft zwar unser Bewusstsein prägt, aber eben auch umgekehrt unser Bewusstsein, unsere innere Haltung über unsere Position in der Gesellschaft mitbestimmt.

Ein bisschen Widerspruch muss sein: So fällt Beetz in seinem Bemühen, der von allen Seiten bedrohten Vernunft zu ihrem Recht zu verhelfen, meines Erachtens zu häufig in einen simplen Gegensatz von Vernunft bzw. Verstand und Gefühlen und übersieht dabei Gelegenheiten, bei denen die beiden ungleichen Geschwister treffliche Bündnisse schmieden könnten. Auch neigt er dazu, Techniker und Naturwissenschaftler zu idealisieren - vor allem, wenn es darum geht, sich von Esoterikern und Gläubigen aller Art abzusetzen (seine Agitation gegen diese Spezies nimmt zuweilen Züge eines intellektuellen Kleinkriegs an). Da Beetz sich auf Methodenfragen spezialisiert hat, vernachlässigt er die große Problematik, welchen Themen und Fragen die Wissenschaftler mit großem Aufwand nachgehen, welchen nur mit geringem Aufwand und welchen überhaupt nicht. Sicher, dieses Thema würde ein anderes Buch füllen - aber man könnte es zumindest hier und da andeuten.

Beetz' Buch enthält etwas, das leider ganz aus der Mode gekommen ist: Fußnoten, die tatsächlich unten am Fuß der Seite stehen. Ich liebe das und halte diese Erfindung für eine Frühform des interaktiven Hypertexts: Der kurze Blick nach unten entspricht dem Klick auf ein verlinktes Wort, etwa in der Wikipedia. Allerdings sind manche seiner Fußnoten für meinen Geschmack zu betulich-pädagogisch geraten oder auch unfreiwillig komisch, wenn er dort Dinge erklärt, die allgemein bekannt sein dürften.

Fazit: Das Buch ist spannend zu lesen, bietet gute Überraschungen und ist nützlich für alle, die gerne diskutieren und argumentieren.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Hamburger Literaturprofessor Dietrich Schwanitz meinte in seinem Bildungs-Bestseller, dass naturwissenschaftliches Wissen nicht zur Bildung gehöre. Ihm wurde von kompetenter Seite mit guten Gründen widersprochen. Aber nicht nur Wissen über die Wirklichkeit sondern vor allem die Art und Weise, wie dieses Wissen zustande kommt und wie es für den Menschen nutzbar gemacht wird, gehören meines Erachtens zu den Grundlagen einer modernen Allgemeinbildung.

Was tun? Das Buch von Jürgen Beetz ist eine hervorragende Antwort auf die Frage, wie sich und wo sich Denken und Nach-Denken, logisches und vernünftiges Handeln im Alltag zeigen sollten. Das eigentliche Thema des Buches ist im Untertitel verborgen: "Triviale Einsichten, die niemand befolgt". Das Buch zeigt uns auf, was menschlicher Verstand für unser tägliches Leben zu leisten imstande ist und illustriert zugleich, wie wir diese unglaublich kreative Ressource für ein gesünderes, erfüllteres und friedlicheres Leben zu großen Teilen ungenutzt lassen. Warum? Weil wir offenbar denkunlustig sind und lieber instinktiven Mustern folgen, die in Urzeiten ihre Berechtigung gehabt haben mögen, heute jedoch kontraproduktiv wirken.

Der Inhalt des Buches verarbeitet Erkenntnisse der Philosophie, der Naturwissenschaften, der Hirnforschung und der Psychologie und präsentiert sich in einem sehr lockeren und amüsanten Schreibstil, fast könnte man ihn feuilletonistisch nennen, mit vielen interessanten kleinen Nebenbemerkungen, die das Lesen insgesamt zu einer kleinen Allgemeinbildungsreise machen. Es ist eine einsichtsreiche und kurzweilige, manchmal auch selbstironische Lektüre mit oft überraschenden Einsichten, wie der, dass das Unwissen schneller anwächst als das Wissen oder Begründungen, dass z.B. unsere Wirtschaftsweisen alles andere sind bloß nicht weise.

Es geht um die typischen Denkfallen, in die wir täglich laufen, um unzulässige Verallgemeinerungen, um unsere selektive und damit verfälschende Wahrnehmung, um unseren Umgang mit Zahlen und Wahrscheinlichkeiten und dergleichen mehr. Das zentrale Anliegen dürfte das Kapitel 6 "Erst das Ei oder erst die Henne?" sein. Dort behandelt der Autor offensichtlich sein Lieblingsthema, die "Aufhebung der linearen Kausalität" durch (in der Sprache beginnende) zyklische Sprüche und (sich in allen Gebieten fortsetzende) zyklische Prozesse. Es geht um die jedermann geläufige aber kaum in ihrer Tragweite bewusst gewordene Einsicht, dass unsere Gesellschaft mit all ihren Gliederungen und Verästelungen ein vernetztes, hochkomplexes System darstellt, in dem einfache, monokausale Beziehungen kaum Erklärungskraft haben. Dasselbe gilt für unsere Umwelt, also die gesamte Erde. An dieser Stelle wird dem Rezensenten wieder einmal bewusst, wie wenig gerade unsere Politiker in Systemzusammenhängen zu denken bereit sind. Kein Wunder - die meisten sind ja Juristen. Diese denken in Fächern und Unterfächern: Von welcher juristischen Qualität ist das vorliegende Problem? Verfassungsrechtlich, verwaltungsrechtlich, strafrechtlich ... ? Querverbindungen, Langzeitfolgen, Rückkopplungen odgl. geraten meist nicht in den Horizont der Überlegungen. Apropos Rückkopplung: Fällt dieser Begriff, wird er meistens durch das eindrucksvoller klingende neudeutsche Wort "Feedback" ersetzt. Was es aber bedeutet und dass es negative und positive Rückkopplungen gibt, was ja einen enormen qualitativen Unterschied ausmacht - meist Fehlanzeige!

Beim Lesen des Textes und seiner "trivialen Einsichten" hatte ich fast immer konkrete Menschen aus meiner Umgebung vor Augen, was die Ausführungen beispielhaft unterlegte. In Kapitel 9 "Ausflüge ins Faselland" präsentiert der Autor ein köstliches Beispiel einer - von ihm keineswegs erfundenen - Heilslehre, die - wenn mit der nötigen Überredungskunst und guruhaften Charismatik vorgetragen - schnell Millionen Anhänger finden könnte. Schwammige Begriffe, unzulässige Analogien und Vergleiche, verborgene Widersprüche, falsch verstandene naturwissenschaftliche Erkenntnisse, missbräuchliche Inanspruchnahme von Autoritäten - wie schnell lässt sich ein scheinbar überzeugendes Gedankengebäude konstruieren, ohne jede Wirklichkeitsverankerung und doch in das Leben in fataler Weise eingreifend.

Die sich durch das faktenreiche Buch ziehende Quintessenz scheint mir die Sinn- und Zukunftsfrage zu sein. Der Rezensent hat das in einem anderem Zusammenhang mal so ausgedrückt: "Werden die kleinen Inseln der Vernunft, die aus dem riesigen Meer der Irrationalitäten aufgetaucht sind, einst wieder 'Land unter' melden? Wird der nur mühsam gebändigte Drang des Menschen, sich der Fesseln der Logik und Rationalität zu entledigen, sich wieder Bahn brechen, und werden die Menschen in ihrer übergroßen Mehrheit sich mit dem Unbedachten und nicht zu Ende Gedachten zufrieden geben und weiter dem tradierten Gefühl folgen, dass das Unerklärliche und das Verheißene die eigentliche Wirklichkeit darstellen?" Oder wie der Autor formuliert: "Haben wir noch Hoffnung? Sind wir noch zu retten?" Leider wird es so sein, dass gerade die Leute, die das Buch dringend bräuchten, dieses gerade nicht lesen werden.

So finden wir zusammengefasst hier ein Buch vor, das eine populärwissenschaftliche Einführung in das wissenschaftliche, in das "begründete" Denken darstellt, ein Buch, das der Vernunft den Weg ebnet und eigentlich das Attribut "wissenschaftstheoretisch" verdient. Aber keine Sorge: Wissenschaftstheoretisch und verständlich sowie wissenschaftstheoretisch und alltagspraktisch müssen sich nicht ausschließen, sie ergänzen sich hier vielmehr in eindrucksvoller Weise. Der Autor will zum kritischen Denken und Handeln anregen - eine Absicht, die er in hervorragender Weise umgesetzt hat. Es ist ein Buch, das man gar nicht auslesen kann, weil es beim erneuten Hineinschauen immer wieder neu anregt - zum Denken, Nach-Denken und Handeln.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Nach dem Lesen dieses Buches ist mir klar: Dies ist ein Buch zur rechten Zeit, hoffentlich lesen es auch die richtigen Leute.

Bevor wir Handeln sollten wir Nachdenken, oft vergessen wir das. Dabei wäre es für uns selbst und für unsere Gesellschaft wesentlich besser, wenn wir desöfteren nach dem Warum fragen würden. Klar, damit eckt man an, wird unbequem, aber sind wir das nicht unseren Nachkommen schuldig?

Der Autor Jürgen Beetz greift in zehn Kapiteln auf Erkenntnisse aus der Hirnforschung, der Naturwissenschaft, Psychologie und Philosophie zurück und legt interessante und äußerst überraschende Zusammenhänge offen. Er beschreibt, auch mit einem wenig Humor, die Vorteile die der Mensch beim Gebrauch seines Verstandes erlangen kann.

Alle seine zehn Kapitel:

1. Das weise Tier

2. Alles oder Nichts? Alles Nichts, oder? (Die Tücken der Extreme)

3. Ein Ausflug in die Wirklichkeit (Wirklichkeit und Wahrheit)

4. Ich sehe was, was du nicht siehst (Selektive Wahrnehmung)

5. Spiele der Erwachsenen ( Psychische Ebenen der Kommunikation)

6. Erst das Ei oder erst die Henne? (Ursache, Wirkung und Systematisches Denken)

7. Auch Rechnen gehört zum Denken ( Vom Exakten zum Chaos)

8. Schicksal oder Zufall sind eineiige Zwillinge (Vorhersagbarkeit)

9. Ausflüge ins Faselland (Die Versuchung der Scheinlogik)

10. Glauben Sie doch, was Sie wollen! (Die Freiheit Ihrer Entscheidung)

sind gut verständlich und geben Aufschluss darüber was oft unbewußt in uns oder zwischen uns und anderen abläuft. Dieses Buch ist ein guter Weg um mehr über uns selbst zu erfahren.
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