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Den Göttern kommt das große Kotzen
 
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Den Göttern kommt das große Kotzen [Broschiert]

Charles Bukowski , Robert Crumb , Carl Weissner
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 158 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (22. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462039474
  • ISBN-13: 978-3462039474
  • Originaltitel: The Captain Is Out to Lunch ...
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.919 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Charles Bukowski
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Das Schlimmste: Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt.«

Erstmals als KiWi-Paperback: Das Tagebuch von Charles Bukowski, gnadenlos offen und schonungslos - nicht nur sich selbst, sondern allen gegenüber, die seinen Weg kreuzen. Ein Buch, das Charles Bukowskis Weltanschauung auf den Punkt bringt - illustriert von Robert Crumb. Abend für Abend sitzt Charles Bukowski vor seinem Computer und schreibt auf, was ihn am zurückliegenden Tag bewegt hat. Leicht bis ziemlich betrunken erzählt er - bar jeder Höflichkeit - von Nachbarn, Freunden, Fans, der Rennbahn, dem Eheleben, dem Schreiben. Er zählt auf, was ihn nervt oder freut, wie sehr ihm das Alter zusetzt und wie es ihn anwidert, wenn Leute versuchen, sich in seiner Berühmtheit zu sonnen. »Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt. Alle, die mich zu Lebzeiten gefürchtet oder gehasst haben, finden mich jetzt ganz toll. Meine Worte sind überall. Clubs und Gesellschaften werden gegründet. Man macht mich viel mutiger und begabter, als ich es gewesen bin. Es wird übertrieben. Sogar den Göttern kommt das große Kotzen. Die menschliche Rasse übertreibt alles. Ihre Helden, ihre Feinde, ihre Bedeutung.«

Der Verlag über das Buch

»Das Schlimmste: Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Von Carl Weissner als - eigentlich - kongenialem Übersetzer des Bukowski'schen Gesamtwerkes ist man besseres gewöhnt. Der deutsche Titel ist Blödsinn, ebenso wie die neuerdings eingedeutschten Maßeinheiten im Buch selbst (km/h statt mph usw.).
Das Buch gibt einige Einträge aus Bukowskis Tagebuch wieder, geschrieben wenige Jahre vor seinem Tod. Herausgegeben wurde es aber erst 4 Jahre nach seinem Tod von seiner Frau Linda Lee. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.
So wie seine Stories mit zunehmenden Alter immer dünner wurden, so dünn ist auch das Tagebuch. Und das nicht nur vom Umfang her gesehen.
Damit man wenigstens 150 Seiten in das Büchlein heften konnte, nahm man eine Sehbehinderten-Fontgröße, sonst wären es nur 80 Seiten geworden.

Mein Fazit als bekennender Bukowski-Fan: Muß man nicht haben.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von eszter74
Format:Gebundene Ausgabe
Bukowski wird entweder geliebt oder gehasst, er polarisiert wie kein Zweiter. Und wahrscheinlich ist er einer der am meisten mißverstandenen Autoren. Denn die große Masse reduziert ihn auf Frauen, Alkohol und derbe Sprache. Und das wird ihm und seinen Werken nicht gerecht, denn wie er über das Leben philosophiert, macht ihm so leicht keiner nach.

Seine Tagebücher offenbaren sicher nichts Neues für jeden, dem seine Werke vertraut sind, lesenswert sind sie dennoch allemal. Bukowski hatte schon ein hohes Alter zu der Zeit erreicht, als er diese hier veröffentlichten Tagebücher füllte. Die Tage gleichen sich, die Ansprüche an das Leben tendieren gegen Null, aber der Geist ist rege. Was im Leben zählt, kann man an einer Hand abzählen, Bukowski hat seinen Frieden gefunden. Nicht jedoch der Rest der Menschheit, und B. ist ein Meister im Beobachten derselben. Das ist oft so komisch, dass man nur noch schallend lachen kann und trotzdem manchmal so weise, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.

Ein Muss.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polygraph
Format:Broschiert
Auf Seite 121 seines Diariums notiert Bukowski folgenden sehr aufschlussreichen Absatz: "Das Schlimmste ist: Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt. Alle, die mich zu Lebzeiten gehasst haben, finden mich jetzt ganz toll. Meine Worte sind überall. Clubs und Gesellschaften werden gegründet. Ekelhaft."
Dies ist vielleicht die beste Passage aus Bukowskis Tagebüchern aus dem Jahr 1991, und sie wirft gleichzeitig ein wenig schmeichelhaftes Licht auf diese Ansammlung banalster Alltagsnotizen, die man nun, über 10 Jahre nach seinem Tod auf den Markt geworfen hat.
Der harte Kern der Fangemeinde schiebt die Schuld in solchen Fällen gerne auf Bukowskis Gattin Linda, die auch noch den letzten Cent aus dem Nachlass ihres Mannes quetscht. Da mag wohl etwas dran sein, da eine Veröffentlichung wohl nie ohne die Zustimmung der Witwe geschehen wäre; es wäre jedoch trotzdem voreilig, den Autor selbst von jeder Schuld freizusprechen. Ob dies tatsächlich private Tagebuchnotizen sind, die Bukowski nur für sich selbst geschrieben hat, sei dahingestellt; in der Tat hat man beim Lesen dieses schmalen Büchleins aber immer stärker das Gefühl, hier wäre bewusst auf eine späte Veröffentlichung spekuliert worden, denn welcher Tagebuchschreiber notiert schon sämtliche Gespräche des Tages in wörtlicher Rede, gibt über exakte Gefühlsregungen seiner Dialogpartner Aufschluss ("...da wandte sie sich mit einem liebenswerten Lächeln an mich, und sagte:..."), ergeht sich in alltagsphilosophischen Überlegungen ("Die Menschheit kann ohne Literatur leichter auskommen, als ohne Wasserklosett.") und wendet sich streckenweise sogar direkt an einen imaginären Leser ("Da seht ihr es!" / "Ist doch ein lohnendes Ziel, oder nicht? Hm?")
Der Eindruck, der sich beim Lesen immer wieder aufdrängt, ist, dass hier lediglich die Etiketten vertauscht wurden: Es besteht faktisch kein Unterschied, ob man nun Bukowskis Kurzgeschichten oder seine Tagebücher liest, da ja beides größtenteils autobiographisch ist. Denn was hier als Bukowskis Privatnotizen ausgegeben ist, beinhaltet eigentlich nicht viel mehr als den gewohnten Stoff, aus dem der Autor bereits seine Kurzgeschichten strickte, nur dass die einzelnen Abschnitte statt von Titeln von einem Datum eingeleitet werden: Umfang, Sprache und vor allem Inhalt sind weitgehend deckungsgleich. Und selbst wenn man sich noch mit diesem Umstand abfindet, und den Band nicht als einen Einblick in Denken und Fühlen Bukowskis, sondern als eine weitere Kurzgeschichtensammlung akzeptiert, kommt man kaum auf seine Kosten, denn so lasch und humorlos hat man den Meister selten erlebt: Die erschlagende Mehrheit dieser Prosa-Einträge widmen sich dem Pferderennsport; daneben findet man einiges über seine Katzen, dazu jede Menge Alltagskümmernisse wie einen defekten Computer, das Sitzen im Blubberbad oder das Zehennägelschneiden. Dies mag an diesem oder jenen Tag vielleicht tatsächlich passiert sein, aber muss man tatsächlich einen zweiseitigen Prosatext daraus machen?

Und so, da sich niemals auch nur der Spur von Atmosphäre oder Ehrlichkeit einstellt, man den inhaltlichen & sprachlichen Mehrwert dieses schmalen Büchleins vielmehr guten Gewissens bei Null verorten kann, komme ich als bekennender Bukowski-Fan nicht umhin, dieser Veröffentlichung die schlechteste Bewertung geben, die hier möglich ist. Und wer immer noch unschlüssig ist, ob er nicht doch die paar Euro in diesen Band investieren soll, der kann sich durch nachfolgenden Absatz einen sehr repräsentativen Eindruck der intellektuellen und sprachlichen Dimensionen von Bukowskis spätem Journal verschaffen:

"Ich finde, wer Notizbücher mit seinen Gedanken vollschreibt, ist ein Armleuchter. Ich mache es hier nur, weil die Idee nicht von mir selbst stammt, und bin daher nur ein halber Armleuchter. Das macht es mir irgendwie leichter. Ich lass es einfach rollen. Wie eine dampfende K*ckwurst, die den Abhang runterkollert."
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Genial!
Kann ich nur empfehlen!!! Super zu lesen! Und ich finde mich sehr oft in den Zeilen wieder! Werde mir noch mehr von Bukowski zulegen!
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