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Den Bullen reiten: Frühe Fehler und späte Einsichten eines Börsenneulings
 
 
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Den Bullen reiten: Frühe Fehler und späte Einsichten eines Börsenneulings [Gebundene Ausgabe]

Christof Martinetz
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gleich vorweg: Diese Erlebnisgeschichte eines Börsenneulings liest sich spannend und warnt vor möglichen Anfängerfehlern. Der Tenor ist weder düster noch überheblich. Christof Martinetz Schilderungen wirken sympathisch und lehrreich. Der Leser leidet mit, wenn er von seinen Verlusten erzählt und fühlt sich entweder mit ihm verbunden oder ist froh, nicht dasselbe erlebt zu haben. Darüber hinaus gibt es ausreichend verständlich geschriebene Informationen über Indexzertifikate, Optionsscheine, Analysemethoden und nicht zuletzt Exkurse über die Börsenpsychologie, die für Kostolany das wichtigste Kriterium war.

Anleger begehen trotz Warnungen immer wieder dieselben Fehler. Sie greifen in fallende Messer, verkaufen panikartig oder sitzen Verluste zu lange aus. Dazu, dass diese falschen, oft emotional begründeten Fehlentscheidungen nicht wiederholt werden, kann diese Erlebnisstory eines geläuterten Aktionärs verhelfen. Und wer noch nicht so genau weiß, wie Aktien richtig geordert werden oder was ein Limit ist, kann es bei Martinetz nachlesen. Das Schöne daran ist, dass der Autor so praxisnah erzählt und nicht mit grauer Theorie langweilt. Offen und ehrlich zählt er seine Verluste auf und welche Konsequenzen er daraus gezogen hat. Und dass der Aktionär ohne Anlagestrategie nicht viel weiterkommt. Eines aber wird auf jeden Fall deutlich: Niemand kann die Kurse oder die Entwicklung an der Börse voraussehen. Sie ist und bleibt ein klein wenig ein Spielplatz -- je nach Vorbereitung und Einsatz -- mit hohem oder niedrigem Risiko. Wer das schnelle Geld machen will, darf sich über hohe Verluste nicht wundern. Wie bereits Kostolany schon sagte, der wirklich erfolgreiche Börsianer benötigt vor allem eines: Geduld. --Corinna S. Heyn

Pressestimmen

16.03.2001 / Handelsblatt: Amüsante Pleiten "Ein Trostpflaster für die geschundene Kleinanlegerseele."

24.04.2001 / Financial Times Deutschland: Wenn Jung-Anleger über ihre Börsen-Erfahrungen berichten "Eines der gelungendsten Börsenbücher der jüngsten Zeit."

25.04.2001 / Rebland-Kurier: Erfahrungsbericht eines Kleinanlegers "Als Bericht über eigene Fehler und deren Ursachen ist das Buch so flüssig geschrieben, dass man es kaum aus der Hand legen mag."

01.06.2001 / business bestseller: Der mit dem Bullen reitet "Dieses Buch ist irgendwie anders. Der Autor plaudert frei von der Leber weg über seine Erfahrungen, erzählt einfach - so wie vielleicht einem guten Bekannten in der Kneipe ums Eck - was ihm in seinen Börsenjahren so alles widerfahren ist. Das ist erfrischend, vor allem erfrischend ehrlich und hebt sich ab von der zelebrierten heißen Luft der neuen Marktschreier aus der dot.com- Welle."

06.06.2001 / Handelsblatt: Von Anlegerlust und Anlegerfrust "Der Autor gibt dem Leser viele Sicherheitsnetze, die ihn vor den sonst beinahe unvermeidlichen Abstürzen bewahren."

12.07.2001 / Kölner Stadt-Anzeiger: Frühe Fehler und späte Einsichten "Dass das Buch ein Lesevergnügen bereitet, liegt an der Lockerheit, mit der Martinetz die Leser aufklärt. Niemand muss sich geschulmeistert vorkommen, gesteht der Autor doch unentwegt ein, die allerdümmsten Fehler selbst gemacht zu haben. Das tut er in lockerem Plauderton."

Kurzbeschreibung

Billig kaufen und teuer verkaufen, so lautet das so einfach klingende Rezept für Gewinne an der Börse. Doch darauf allein sollte niemand bauen. Christoph Martinetz weiß ein Lied davon zu singen. Sein Buch handelt vom Wechselbad der Erfahrungen als Hans im Glück an der Börse, den die sagenhaften Versprechen der Aktienmärkte gelockt haben.

Der Autor über sein Buch

...und es kam schlimmer!
Dies ist nicht das hundertste Buch mit dem Motto "So funktioniert die Börse - so werden Sie Millionär". Es ist vielmehr der Bericht eines Börsenneulings, der wirklich jeden Fehler begangen hat, den man an der Börse nur machen kann. Zugleich ist es der Versuch einer Analyse, warum man als Anleger immer in die gleichen Börsenfallen tappt. Das Fazit lautet: Nicht die böse Börse ist schuld an den Verlusten, sondern der Anleger selbst, so lange er nicht die Fragen beantworten kann, die über den Erfolg an der Börse entscheiden: Wie verarbeite ich die vielen Börseninformationen? Welches System steckt hinter meinen Kauf- und Verkaufentscheidungen? Wie reagiere ich auf Kursgewinne und Kursverluste?

"Den Bullen reiten" gibt fundierte Antworten auf diese Fragen, erzählt von Missgeschicken, die viel gekostet haben und beschreibt die typischen Fallen, die den Anleger an der Börse erwarten. Wenn Sie es gelesen haben, können Sie vielleicht viel Geld sparen. Und wenn Sie über den Schaden anderer Leute lachen können, kommen Sie bestimmt auf Ihre Kosten.

Über den Autor

Christof Martinetz studierte im Anschluss an eine Schlosserlehre in Berlin und Mailand Ingenieurwissenschaften mit Fachrichtung Maschinenbau. Nach einigen Jahren in einem internationalen Konzern arbeitet er heute als Lehrer am Berufskolleg Leverkusen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Lügen "Vielleicht verdirbt Geld den Charakter. Auf keinen Fall macht Mangel an Geld ihn besser." John Steinbeck, Schriftsteller Mein Leben als Kleinanleger begann mit einer Lüge. Und wer ist Schuld daran: Vater Staat. Denn der glaubte wieder einmal, den Bürger vor sich selbst schützen zu müssen, und führte per Börsengesetz fünf Risikoklassen ein, in die jeder eingeteilt wird, der Geld anlegen möchte. Vor einer Depoteröffnung ist jedes Geldinstitut verpflichtet, dem Kunden eine Frage mit ungefähr folgendem Wortlaut zu stellen: "In welchen der folgenden Produktkategorien (Risikoklassen) haben Sie derzeit die notwendigen Kenntnisse für eine ausgewogene Anlageentscheidung?" Risikoklasse 1:Wertpapiere des Bundes, Pfandbriefe, Immobilienfonds, EU-Geldmarktfonds u.ä. Risikoklasse 2:Anleihen mit sehr guter Qualität, EU-Rentenfonds u.ä. Risikoklasse 3:Standardaktien der EU, gemischte Fonds und Aktienfonds der EU, Anleihen mit guter Qualität u.ä. Risikoklasse 4:EU-Aktiennebenwerte, Standardaktien außerhalb der EU, gemischte Fonds und Aktienfonds außerhalb der EU u.ä. Risikoklasse 5:Aktiennebenwerte außerhalb der EU, Fonds mit exotischen Anlageschwerpunkten, Indexzertifikate, Optionsscheine u.ä. Der Kunde muss sich überlegen, welches Ziel er mit seiner Geldanlage verfolgen will. Ist er nur an der Werterhaltung seines Vermögens interessiert, so genügen Wertpapiere der Risikoklasse 1. Möchte er sehr hohe Erträge erwirtschaften, muss er Finanzprodukte der Risikoklasse 5 erwerben. Leider gibt es keine Chance umsonst: Für hohe Erträge sind sehr hohe Risiken in Kauf zu nehmen, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Aus diesem Grunde verlangen die Banken vom Kunden Auskunft, über wie viel Jahre Anlageerfahrung mit riskanten Wertpapieren er verfügt. Als ich Anfang 1997 die Unterlagen zur Eröffnung meines Aktiendepots ausfüllte, versuchte ich zuerst, alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen zu machen. Ich kreuzte an, dass ich Erfahrungen mit Sparbüchern und Bundesschatzbriefen hätte (wer hat die nicht?). Und ich erklärte wagemutig, dass ich seit Jahren mit Aktien aus dem DAX handelte. Dabei war mir allerdings schon mulmig zumute, denn bloß weil ich vor zehn Jahren als Student einmal ein paar Daimler-Aktien besaß, die ich aus Geldmangel ziemlich schnell wieder mit leichtem Verlust verkaufen musste, konnte von zehn Jahren Anlageerfahrung mit europäischen Standardwerten nun wirklich keine Rede sein. Andere Aktien hatte ich nie besessen. Standardwert und Blue Chip sind gängige Bezeichnungen für Aktien großer, international bekannter Unternehmen wie zum Beispiel DaimlerChrysler oder IBM. Standardwerte haben einen sehr großen Börsenwert. Der Börsenwert eines Unternehmens, auch Marktkapitalisierung genannt, wird errechnet durch die Multiplikation des aktuellen Börsenkurses mit der Anzahl aller ausgegebenen Aktien einer Aktiengesellschaft (AG). Unternehmen, die nicht zu den Standardwerten zählen, heißen Nebenwerte. Sie weisen eine geringere Marktkapitalisierung auf und sind weniger bekannt. Etwas Erfahrung musste ich jedoch vorweisen, wenn ich nicht in Risikoklasse 1 landen wollte. Und das wollte ich nicht, im Gegenteil: Mein Anlageziel waren hohe Erträge und dafür war ich bereit, hohe Risiken einzugehen. Mindestens in Risikoklasse 4, besser noch in Risikoklasse 5 wollte ich mein Depot eingestuft haben. Denn eines schien mir klar: Die "scharfen Sachen" gibt es nicht ohne Risiko. Standardwerte der EU bringen vielleicht Erträge über dem Zinsniveau, doch ein, zwei Prozentchen mehr als beim Sparbuch sind nicht genug, um eines fernen Tages meine Altersversorgung zu sichern. Für das Pfeffer im Depot müssen Nebenwerte her, auch ausländische. Damals redete alle Welt von den "Emerging Markets", den Wertpapiermärkten asiatischer und lateinamerikanischer Länder mit ihren aufstrebenden Wirtschaften, die gute Aussichten auf starkes Wachstum boten. Wenn man daran teilhaben will - wenn auch nur über einen Fonds - muss man hinein in Risikoklasse 5. ..... Kein Interesse hatte ich dagegen an den Wetten auf die Zukunft, den sogenannten Optionsscheinen (engl.: Warrants). Bei diesen Wertpapieren kauft man die Möglichkeit (Option), an einem in der Zukunft liegenden Termin Aktien oder sonstige Produkte zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put), zu einem Preis, der schon in der Gegenwart festgelegt wird. Erwirbt man beispielsweise eine Call-Option und der Preis der Aktie steigt über den vereinbarten Basispreis, so hat man bei Laufzeitende des Warrants die Möglichkeit, Aktien unter ihrem aktuellen Börsenkurs zu kaufen. Der Gewinn kann beträchtlich sein - wesentlich größer als bei einem Kauf der Aktie selber (man spricht hier von der " Hebelwirkung"). Wenn jedoch an dem Tag X der Preis des gewünschten Wertpapiers von dem im Optionsschein vereinbarten Basispreis in die falsche Richtung abweicht, so ist die Option ohne Wert. Das für den Optionsschein eingesetzte Kapital ist weg: Totalverlust.
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