Es scheint immer wieder Menschen zu geben, die sich wünschen, dass eine Gruppe Zeit ihrer Existenz immer ein und dasselbe Album in neuer Verpackung auf den Markt wirft. Sorry, zu diesen gehöre ich nicht, sonst würde ich Dieter Bohlen kaufen.
Ich begrüße die Entwicklung, die Chris Pohl seiner Band auf Demon Kiss hat angedeihen lassen. Klar... es ist melodiöser und eingängiger... aber was ist daran schlecht? Die Songs sind gleichzeitig auch viel komplexer und klüger arrangiert und produziert. "Demon Kiss" zeigt eine gereifte Gruppe ... und ich wünsche mir die Zeiten von "Seelenschmerz" wahrlich nicht mehr zurück, denn das hier hat einfach viel mehr Klasse.
Spricht da aus den Unverbesserlichen der Neid, dass Herr Pohl es geschafft hat, auch musikalisch und kompositorisch die Amateur-Liga zu verlassen?
Wer ein dunkles, tanzbares und zugleich atmosphärisches Pop-Album elektronischer Machart sucht, wird hier auf jeden Fall seinen Spaß haben.
Bravo, Herr Pohl!