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Unter den vielen Gästen wie Ike Turner oder Neneh Cherry tun sich vor allem Schauspieler-Bösewicht Dennis Hopper als knorriger Erzähler des seltamen Sci-Fi-Märchens Fire Coming Out Of The Monkeys Head hervor, Trash-Voodoo vom feinsten. Und natürlich De La Soul auf der poppigen, funkigen Single Feel Good Inc., ein feiner Kontrast zu Albarns geschliffenem Gesang. Kein Fastfood, sondern Comic mit Köpfchen und Kanten. -- Ingeborg Schober
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Immer noch wird Abwechslung groß geschrieben. Das Album schickt den Hörer auf eine Reise durch die Welt der Dämonen. Demon Days ist, wie schon der Name vermuten lässt, eine ganze Ecke düsterer als die bisherigen Werke der Gorillaz. Die meisten Titel vermitteln ein erdrückendes Endzeitfeeling, was in keinster Weise negativ gemeint ist. Doch zwischendrin finden sich immer wieder Ausnahmen, beispielsweise der flotte Anfang von "Kids With Guns" oder die ruhigen Gesangspassagen in "Every Planet We Reach Is Dead".
Auf ein paar Songs möchte ich genauer eingehen: Ein wirklich herausstechender Titel ist "Kids With Guns", mein persöhnlicher Lieblingssong. Der Titel wird zum Ende hin melodisch immer dichter, bis man den Sound beinahe greifen kann.
"O Green World" gehört in die Gorillaz-typische Abteilung "gewöhnungsbedürftig, aber gut". Der wehmütige Gesang im Refrain steht im krassen Gegensatz zu den kreischenden Elektroklängen.
Die Single "Feel Good Inc." geht schnell ins Blut und gehört zu den besten Liedern des Albums.
"Every Planet we Reach Is Dead" gefällt vor allem durch seinen wuchtigen Refrain, der gar nicht zu dem ruhigen Gesang Damon Albarns zu passen scheint.
Ein durch und durch schräger Track ist "All Alone", dessen Faszination sich kaum erklären lässt. Ist es der treibende Beat oder doch die lustigen Rufe der überdrehten Micky Maus-Stimme?
"Dare" ist ein für Gorillaz-Verhältnisse bemerkenswert unkomplizierter Track, der fast schon tanzbar ist, sich aber dennoch perfekt in die Stimmung des Albums einfügt.
Einen überraschend unbeschwerten Ausklang findet die Scheibe mit den beiden nahtlos ineinander übergehenden Songs "Don't Get Lost In Heaven" und "Demon Days". Ein Gospelchor sorgt für versöhnliche Melodien, die einen die düstere Stimmung der vorherigen Lieder vergessen machen. Sozusagen das Happy End der musikalischen Reise durch die Dämonenwelt.
Mein Fazit: Eine so geniale CD hatte ich wirklich lange nicht mehr in Händen. Demon Days strotzt vor genialen Momenten. Man merkt, wie viele verschiedene Künstler sich bei dieser CD beteiligt haben, dennoch hört man immer wieder, dass dort ein Gorillazalbum im Player steckt. Die Songs sind derart vielschichtig, dass sich die wahre Faszination des Albums erst nach einiger Zeit einstellt. Mit knapp 51 Minuten Spieldauer ist die CD zudem angemessen lang.
Wer innovative Musik abseits des Mainstreams sucht, muss diese CD einfach kaufen.
Fazit: CD rein, Bass rein, Volume auf max, festhalten und genießen!
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