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Demokratie. Der Gott, der keiner ist
 
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Demokratie. Der Gott, der keiner ist [Gebundene Ausgabe]

Hans-Hermann Hoppe
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieses Buch ist frenetisch bejubelt und donnernd verdammt worden: Es ist eine fulminante Kritik an Idee und Praxis der westlichen (Medien-)Demokratien, denen Hoppe vorwirft, unter der Fahne der Freiheit die Unfreiheit zu organisieren und die Gegenwart aus der Zukunft zu subventionieren. Hoppe kommt aus dem Umfeld der amerikanischen „libertarians", die man sich hierzulande gern als „anarcho-kapitalistisch" erklärt. Aber: Seine Demokratie- und Staatskritik atmet kulturkonservativen Geist, und die staatlich betriebene kulturelle Deregulierung erscheint ihm eher als organisierte Dekadenz. Der Beifall hiesiger Staatskritiker, die ja ein recht buntes Völkchen in „anarcho-sozialistischen" und „anarcho-kapitalistischen" Farben bilden, ebbt an dieser Stelle recht schnell ab. Seine Sympathie für den ist ebenfalls recht gering und erscheint ihm als eine Folge staatlich veranlaßte Fehlallokationen. Stattdessen setzt er auf eine „natürliche Ordnung", die sich immer dann ergäbe, wenn sich die assoziative Kraft der Menschen frei und unüberwältigt durch staatliche Machtursupation organisch entfalten könne. Auch wenn man diese Zuversicht - ersichtlich erwachsen aus der amerikanischen „Staatsbildung von unten" – nicht teilt: Hoppes Großpamphlet, das in den USA mittlerweile in der 4. Auflage vorliegt, ist allein schon deshalb hoch empfehlenswert (und vergnüglich), weil es die hierzulande erprobten und festgebackenen Frontstellungen souverän (und zum beidseitigen Entsetzen der darin fest Eingegrabenen) völlig durcheinanderwirbelt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor Hans-Hermann Hoppe, der in Frankfurt am Main habilitiert hat und an der University of Nevada in Las Vegas lehrt, ist wohl der bekannteste lebende Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie. In diesem Buch, das im Original "Democracy - The God That Failed" den Untertitel "The Economics and Politics of Monarchy, Democracy, and Natural Order" trägt, vergleicht er zunächst die heutige westliche Demokratie mit der europäischen Monarchie des ausgehenden 19. Jahrhunderts, verkörpert z.B. von Österreich-Ungarn. In diesem Vergleich schneidet nicht nur die Demokratie in den meisten Hinsichten nachvollziehbar deutlich schlechter ab, es wird auch klar, daß der erste Weltkrieg im Grunde genommen eine Auseinandersetzung dieser beiden Systeme war, die den Niedergang der Monarchie (der übrigens zumindest zeitlich mit dem Niedergang des klassischen Liberalismus einhergeht) besiegelt hat. Ausgehend von diesem Vergleich konstruiert Hoppe ein System, das die Nachteile beider Systeme zu vermeiden versucht, nämlich den radikal-liberalistischen "Libertarianism" bzw. den "Anarcho-Kapitalismus", wie er auch von Murray N. Rothbard vertreten wurde, der vollständig auf Privateigentum beruht und dem Eigner einer Sache das uneingeschränkte Verfügungsrecht darüber gibt.
Während die Kapitel zum "Libertarianism" m.E. nicht viel beinhalten, was nicht schon Rothbard oder von Mises angemerkt haben, liegt die Qualität des Buches vor allem in der fundamentalen Kritik an der Demokratie - ein Thema, das unter dem Diktat der "Political Correctness" einen Tabubruch darstellt und kaum angesprochen werden darf, ohne daß der Verfasser des "Faschismus" bezichtet wird (vgl. hierzu die obenstehende Leserrezension!). Von uns schon als natürlich akzeptierte und noch nie in Frage gestellt Dinge werden in einem neuen Licht betrachtet, vermeintliche Errungenschaften der westlichen (Umverteilungs-) Demokratie als Enteignung und Bevormundung entlarvt und ihr parasitärer Charakter belegt.
Selbst wenn man mit dieser radikalen Schlußfolgerung nicht einverstanden ist, lohnt es dennoch, sich mit diesem Buch zu beschäftigen - auch als überzeugter Demokrat darf man die Augen vor den Mängeln dieser Staatsform nicht verschließen.
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65 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herausfordernd 16. August 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Hoppes Analyse ist glänzend: Etatismus, so sein Urteil, führt immer zur Sozialdemokratie und letztendlich zum Kommunismus.
Zwingend erscheint die Spirale, in der sich der Staat immer mehr selbst bereichert und Geschenke an Dumme, Faule, und an seine eigenen Bediensteten auf Kosten der Leistungsträger der Gesellschaft verteilt. Dabei suggeriert der Staat, daß er dies tue, um Sicherheit und Recht für seine Bürger zu gewährleisten. Das Recht selbst jedoch verrottet dadurch: je mehr der Staat selbst ohne Grenzen Steuern erhebt (Hoppe vergleicht Steuererhebung mit Schutzgelderpressung), desto weniger kommt der Staat seinen eigentlichen Aufgaben nach: "Im Namen sozialer, öffentlicher oder nationaler Sicherheit "beschützen" unsere Verwalter uns vor globaler Erwärmung und Abkühlung und dem Aussterben von Tieren und Pflanzen, vor Ehemännern und -frauen, vor Eltern und Arbeitgebern, vor Armut, Krankheit, Katastrophen, Unwissenheit, Vorurteilen, Rassismus, Sexismus, Homophobie und zahllosen anderen öffentlichen Gefahren. Und mit riesigen Vorräten an Aggressions- und Massenvernichtungswaffen "schützen" sie uns, sogar außerhalb der USA, vor immer neuen Hitlern und möglichen Hitler-Sympathisanten. Die einzige Aufgabe jedoch, die eine Regierung jemals wahrnehmen sollte - unser Leben und unser Eigentum zu schützen - wird von unseren Verwaltern nicht erfüllt" (191f.)

Nach der starken Analyse hätte ich, und das ist der Wermutstropfen des Buches, eine stärkere Perspektive auf die Privateigentumsanarchie, die Hoppe dem Etatismus entgegensetzen will, gewünscht. Zu knapp fällt das 12. Kapitel aus - vieles bleibt nur schwer vorstellbar. Eine weitere Schwäche: das Buch ist sehr stark auf die Verhältnisse in den USA hin geschrieben - so manches Detailproblem scheint für den europäischen Leser nur von geringer Relevanz, so z.B. Hoppes lange Auseinandersetzung mit Buchanan.

Dennoch: das Buch liest sich flüssig und ist sicher auch dann, wenn man Hoppe nicht in allem zustimmt, einer der herausforderndsten Beiträge zur politischen Theorie seit langem. Unbedingt empfehlenswert ist es für diejenigen, die kritisches Denken nicht nur als Lippenbekenntnis vertreten wollen, sondern bereit sind, sich auf einen wirklich unbequemen Denken einzulassen.

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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann gut verstehen, dass Nutznießer der Demokratie dieses Buch verteufeln.
Auch der Versuch dieses Buch nach weit rechts zu rücken zeigt, wie getroffen die Vertreter dieser Gesellschaft sind, die auf Basis der "demokratischen" Ordnung zu einem Stand gekommen sind, der ihnen durch die Demokratie ermöglicht wurde. Es gehört sich also nicht mehr an alten Werten fest zu halten und in Zweifel zu ziehen, was der Mehrheit freiheitlich denkender Menschen auf der Seele brennt. Auch das ist die Folge der Demokratie.

Wer dieses Buch ließt wird wahrscheinlich wirklich Kopfschmerzen bekommen, weil ihm als normal denkender Mensch, der unbehelligt sein Leben gestalten und "LEBEN" möchte all zu sehr klar wird, wie sehr man in diesem System gefangen ist und ausgebeutet wird. Dazu muss man nicht gleich ein „rechter"- oder „linker" Radikaler sein, sonder nur ein Mensch der die Freiheit liebt und die Früchte seiner Arbeit selber ernten möchte.

Ich kann nur jedem dieses Buch ans Herz legen, der Antworten darauf sucht, was in unserem Land und in unserer Zeit falsch läuft. Allerdings kann ich auch sagen, dass man sich nach lesen des Buches sicher nicht besser fühlt. Eher schlechter, denn man entrinnt diesem System nicht durch pures lesen und verstehen.

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Aus der Schweiz 0 19.02.2012
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