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Demenz in Altenpflegeheimen
 
 
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Demenz in Altenpflegeheimen [Gebundene Ausgabe]

Marcus Waselewski
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 76 Seiten
  • Verlag: Schlütersche; Auflage: vergriffen, keine Neuauflage (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3877066925
  • ISBN-13: 978-3877066928
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,7 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.912.506 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Altenpflegerin & Altenpfleger

„Für alle, die mit Kostenträger über Pflegesätze zu verhandeln haben, ist die Lektüre dieses Buches hilfreich.“

Kurzbeschreibung

Gerontopsychiatrische Pflegeprobleme dominieren den Pflegealltag schon heute und sie werden es in naher Zukunft noch stärker tun. Für diese Studie wurde eine pflegeaufwandsbezogene Erhebung durchgeführt. Der Assessmentbogen dazu entstand in Zusammenarbeit mit den Pflegedienstleitungen der beteiligten Altenheime. Die Ergebnisse geben zum ersten Mal einen Überblick über demenzielle Erkrankungen in Altenpflegeheimen. Die Studie leistet auch einen sachlichen Beitrag zur Diskussion über "Demenz in Altenpflegeheimen" und ist darüber hinaus eine Argumentationsbasis für die Pflegesatzverhandlungen

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Die demografische Entwicklung zeigt auf, dass die Menschen in der BRD, wie in den meisten anderen Staaten der Welt auch, mit einer zunehmend höhere Lebenserwartung rechnen können. Dadurch treten andere Faktoren deutlicher ans Licht. Neben der höheren Lebenserwartung kommt dabei auch dem Begriff der Multimorbidität eine große Bedeutung zu. Eine Erkrankung, die immer häufiger im Alter auftritt, ist die der Demenz. Diesem Krankheitsbild widmet der Autor sein Buch bzw. die Studie, welche dem Buch zu Grunde liegt.

Beginnend mit dem Aspekt der Definition und der Differenzierung in primäre und sekundäre Demenzen läutet Marcus Waselewski zunächst einige theoretische Grundlagen ein. Auf neueste Erkenntnisse und aktuelle Literatur greift der Autor bei der Darstellung der Epidemiologie zurück.
Unter dem Blickwinkel der Demenz aus medizinischer Sicht werden im zweiten Kapitel Klassifikationssysteme vorgestellt, wie z.B. die Klassifizierung nach den ICD 10-Diagnosen. Im weiteren Verlauf beschäftigt sich dieser Abschnitt mit psychometrischen Tests, welche der Feststellung der Demenz dienen (häufiges Problem ist heute, das bestimmte depressive Erkrankungen vielfach nicht erkannt, sondern als Demenz diagnostiziert werden). Populärstes Beispiel unter den genannten Tests dürfte der Mini-Mental-Status-Test (MMST) sein.

Nach diesen Grundlagen stellt der Autor die Erhebungsmethode der durchgeführten Studie vor. Zur Feststellung „gerontopsychiatrisch bedingter Pflegeprobleme" wurden einige Altenpflegeeinrichtungen ausgewählt, aus deren Bewohnern wiederum „blind" eine Stichprobe von Bewohnern die entgültige Gruppe darstellten sollte. An diesen wurde mittels eines standardisierten Fragebogens die „Einschränkung der Alltagskompetenz" ermittelt.

Den aus dieser Studie stammenden Ergebnissen soll hier nicht vorgegriffen werden. Darstellen lässt sich aber die Tatsache, dass durch diese quantitative Studie erfasst wurde, was beim ausführenden Pflegepersonal schon lange vermutet wird. Die mangelnde Berücksichtigung der Pflegeprobleme von dementen Menschen werden nur unzureichend durch die entsprechende Pflegestufe abgedeckt. Vielfach fallen Senioren mit diesem Krankheitsbild durch das „Raster" des MDK.
Abschließend stellt der Autor sowohl Konsequenzen für die Personal- und Kostenpolitik der Einrichtungen als auch für die gesamte Sozialpolitik dar.

Fazit: Innerhalb der theoretischen Darstellung der Demenz finden sich die aktuellsten Erkenntnisse, die sehr gut zusammengefasst und übersichtlich aufgeführt werden. Um den Autor bei der Beschreibung der Studie folgen zu können, bedarf es einiger Kenntnisse der empirischen Methoden, da hier sonst der Zusammenhang zwar erkennbar, für den Laien aber schwer nachvollziehbar ist. Insgesamt eine interessante Studie, die als lesenswert zu empfehlen ist.
Rezensiert von Andreas Neves da Costa

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