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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wie kommt der tote Taucher in den Wald?, 3. April 2009
Des Rätsels Lösung: Ein zur Bekämpfung eines Waldbrandes eingesetztes Löschflugzeug hat bei der Aufnahme neuen Löschwassers an einem See den Taucher vom Piloten unbemerkt angesaugt und erst wieder über dem Wald freigesetzt.
Nicht ohne Grund zitiert Tsokos solche auch als "Black Stories" bekannten kriminalistischen Rätsel um Todesfälle, die sich "so oder ähnlich" hätten zutragen können, denn die Fälle, die der Autor in seinem Buch schildert, sind ähnlich skurril. Der einzige Unterschied: Tsokos berichtet aus der Praxis und beweist damit, dass die besten Geschichten nach wie vor das Leben schreibt.
Aufmerksam geworden auf das Buch bin ich durch eine positive Besprechung im "SPIEGEL", gelesen habe ich es innerhalb sehr kurzer Zeit im Zuge zweier nicht besonders langer Bahnfahrten - womit ich auch schon beim einzigen Kritikpunkt angekommen wäre: Die 12 Fälle, von denen Tsokos in seinem flüssig geschriebenen, interessanten Buch berichtet, sind so faszinierend, dass ich mir mehr Kapitel gewünscht hätte.
Der Spassprediger meint:
Rechtsmediziner Tsokos räumt mit den aus "Tatort" & Co. bekannten Klischees auf und schildert verzwickte Fälle aus seiner 20-jährigen Tätigkeit. Das Ergebnis ist eine interessante, gut zu lesende Fallsammlung, die auch für Krimi-Fans interessant sein müsste. Hobby-Autoren mit kriminalistischem Faible lernen außerdem, welche aus einschlägigen (Dreh-)Büchern bekannte Klischees sie im eigenen Werk tunlichst vermeiden sollten.
Einziger Wermutstropfen: Das Lesevergnügen ist ziemlich schnell vorbei.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gut lesbar und fiktionsfrei, 9. April 2009
Vorweg: Das ist ein prima Buch. Michael Tsokos hat nicht einen Pitaval aus Sicht der Ermittler geschrieben, sondern ein kleines Lehrbuch der Rechsmedizin, bloß mit dem Unterschied, dass es für jeden Menschen verständlich, stilistisch sehr angenehm und mit einigen persönlichen Informationen versehen ist. Wer hätte beispielsweise geahnt, dass der Chef der Berliner Institute für Rechtsmedizin früher ein feste feiernder Student war, der sich als Kind für Robin Hood interessierte?
Die privaten Informationen sind natürlich nur Einsprengsel, die das Buch noch flüssiger lesbar machen, als es sowieso ist. Die zwölf von Tsokos ausgewählten, von ihm selbst bearbeiteten Fälle sind in erster Linie wirklich interessant und lehrreich -- das heisst: nicht einfach spektakulär.
Drei meiner Studentinnen (Anya Jones, Univ. Amsterdam, Isabell Lebküchner, Univ. Osnabrück und Katharina Pressler, Univ. Graz) lasen Probe und freuten sich über gut ausgewählte Beispiele zu Enthauptungen (samt Erwähnung der Bedingungen, unter denen Suizidenten ihren Kopf verlieren kann) samt stufenweiser Erklärung des dazu gehörenden Sektionsprotokolls, einen Tod durch Verhungern, der gar keiner war, unerwartete Anmerkungen zu Erfrierungen sowie zwei ungewöhnliche Fälle, in denen Feuer zwar eine Rolle spielte, aber erst nach rechtsmedizinischer Untersuchung Schlüssel zur Aufklärung des Geschehenen wurde.
Wie Tsokos zurecht schreibt, gibt es in Deutschland nur vergleichsweise wenige Fachärzte/innen für Rechtsmedizin, und wie ich ergänzen möchte, suchen viele Jüngere mit falschen (cineastisch motivierten) Erwartungen die Nähe zu den forensischen Feldern. Das vorliegende Buch hilft ausgezeichnet, das zu ändern, weil es es zeigt, dass das scheinbar schauerlichste medizinische Fach in Wirklichkeit nicht nur spannend, nützlich und lehrreich ist, sondern sehr viel Wissen, Erfahrung und professionelle Distanz zum Gegenstand der rechtsmedizinischen Untersuchung erfordert: den Leichen von Menschen, die durch Gewalt gestorben sind.
Ich bin erleichtert, dass ich meinen FreundInnen ein außergewöhnlich gut lesbares, sauber lektoriertes und wirklich lehrreiches Taschenbuch empfehlen kann, das Todesfälle aus der Sichtweise des Facharztes schildert.
Meine drei studentischen Probeleserinnen hätten sich über Abbildungen und ein Verzeichnis mit weiterführender Literatur gefreut; ich meine aber, dass das Buch eine derart runde Sache ist, dass es problemlos für sich steht und -- wie es früher hieß -- ausgewählte Kapitel der Rechtsmedizin modern, flott, sachlich richtig und vor allem ohne künstlich aufbauschenden Klimbim so erzählt, dass es genau das leistet, was es offenbar möchte: Zu zeigen, dass die Wirklichkeit spannender ist als jede Erfindung, dass Todesermittlungen durch den rechtsmedizinischen Blick grundsätzlich gewinnen und dass der Leiter der Berliner Rechtsmedizin über sein Fachwissen hinaus Herz und Verstand hat.
Mark Benecke, Kriminalbiologe
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was für ein Buch!!, 26. März 2009
Sehr spannend, habe das Buch an einem Abend gelesen. Die Beschreibung "Schauriges Buch" im Spiegel war nicht übertrieben, einige Szenen sind ziemlich heftig und man kann kaum glauben, dass das alles reale Fälle sind. Dennoch sehr viel medizinisches Fachwissen, mit dem sogar der Laie was anfangen kann.
Dem Tod auf der Spur: Zwölf spektakuläre Fälle und ihre rechtsmedizinische Untersuchung
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