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Dem Tod auf der Spur Taschenbuch – 4. November 2009

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: erweiterte Neuausgabe. (4. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354837347X
  • ISBN-13: 978-3548373478
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 3 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (107 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.799 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Dass zu einer standardmäßigen Sektion neben der Öffnung der drei Körperhöhlen stets auch die Entnahme von Blut, Urin, Magen- und Darminhalten gehört, sind nur einige der zahlreichen Details, die der Leser in dem ebenso spannenden wie lehrreichen Buch von Michael Tsokos erfährt. Dem Tod auf der Spur lautet der bezeichnende Titel dieser Sammlung spektakulärer Fälle aus dem Berufsalltag des Leiters von Deutschlands größter gerichtsmedizinischen Abteilung in der Berliner Charité.

Bei alledem räumt Tsokos auf mit den in TV-Serien kolportierten Klischees von exzentrischen oder verschrobenen Knochensägern, die mit ihrer unappetitlichen Arbeit, beinahe im Alleingang Kriminalfälle lösen. Das beginnt bereits damit, dass bei den wenigsten Fällen, mit denen es Tsokos und sein Team zu tun haben, Mord im Spiel ist. Wesentlich häufiger stellen sich Suizide oder schlichtweg Unfälle als die wahren Todesursachen heraus. Entsprechend fällt auch die Gewichtung innerhalb der zwölf Fälle aus, die Tsokos in seinem Buch präsentiert. Allen gemeinsam ist die Kniffligkeit und die Spannung ihrer Begleitumstände.

Pseudopsychologisierend und bis an die Grenzen des Sadismus in ekelerregenden Details schwelgend, spielt es kaum noch eine Rolle, dass sich der Autor obendrein über weite Strecken einer grauenhaften Mischung aus Medizinerjargon und Beamtendeutsch befleißigt. So ist etwa – um nur einen Fall herauszugreifen – von der „widernatürlichen Auffindeposition“ des Toten die Rede, dessen Körper auf der Suche nach „Faserspuren“ mit „Plastikklebeband abgetastet“ wird. Von „intensiven körperlichen Kontakten wie zum Beispiel Rangeleien“, von „Rektal- und Köperkerntemperaturen“ oder „postmortalen Artefakten“ in Form von Hauteinschlüssen, die mit „Fäulnisflüssigkeit gefüllt“ sind, welche sich wiederum von „thermischen Verletzungen“, sprich: Brandblasen, durch das Fehlen eines „stark eiweißreichen Exsudats (entzündliche Absonderung)“ unterscheidet.

Alles in allem ein Buch für Voyeure und Sensationsgierige, sofern es ihnen vor gar nichts graust und sie nicht allzu empfindliche Mägen haben. – Franz Klotz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

 »Kein Fachbuch, sondern eine spannende Dokumentation von zwölf realen Fällen« www.morgenpost.de/ 29.03.09 »Hochinformativ und spannend wie ein Krimi« TV - Hören und Sehen, 17.04.09  »Nach dem Lesen hat man so viel über seine Untersuchungsmethoden gelernt, dass man beim nächsten Krimi vielleicht sogar einen gewissen Vorsprung vor den Ermittlern hat.« Brigitte, 03.06.09 »Die Lektüre ist ein Erlebnis.« Deutschlandradio Kultur -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

90 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mark Benecke am 9. April 2009
Format: Taschenbuch
Vorweg: Das ist ein prima Buch. Michael Tsokos hat nicht einen Pitaval aus Sicht der Ermittler geschrieben, sondern ein kleines Lehrbuch der Rechsmedizin, bloß mit dem Unterschied, dass es für jeden Menschen verständlich, stilistisch sehr angenehm und mit einigen persönlichen Informationen versehen ist. Wer hätte beispielsweise geahnt, dass der Chef der Berliner Institute für Rechtsmedizin früher ein feste feiernder Student war, der sich als Kind für Robin Hood interessierte?

Die privaten Informationen sind natürlich nur Einsprengsel, die das Buch noch flüssiger lesbar machen, als es sowieso ist. Die zwölf von Tsokos ausgewählten, von ihm selbst bearbeiteten Fälle sind in erster Linie wirklich interessant und lehrreich -- das heisst: nicht einfach spektakulär.

Drei meiner Studentinnen (Anya Jones, Univ. Amsterdam, Isabell Lebküchner, Univ. Osnabrück und Katharina Pressler, Univ. Graz) lasen Probe und freuten sich über gut ausgewählte Beispiele zu Enthauptungen (samt Erwähnung der Bedingungen, unter denen Suizidenten ihren Kopf verlieren kann) samt stufenweiser Erklärung des dazu gehörenden Sektionsprotokolls, einen Tod durch Verhungern, der gar keiner war, unerwartete Anmerkungen zu Erfrierungen sowie zwei ungewöhnliche Fälle, in denen Feuer zwar eine Rolle spielte, aber erst nach rechtsmedizinischer Untersuchung Schlüssel zur Aufklärung des Geschehenen wurde.

Wie Tsokos zurecht schreibt, gibt es in Deutschland nur vergleichsweise wenige Fachärzte/innen für Rechtsmedizin, und wie ich ergänzen möchte, suchen viele Jüngere mit falschen (cineastisch motivierten) Erwartungen die Nähe zu den forensischen Feldern.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Spassprediger am 3. April 2009
Format: Taschenbuch
Des Rätsels Lösung: Ein zur Bekämpfung eines Waldbrandes eingesetztes Löschflugzeug hat bei der Aufnahme neuen Löschwassers an einem See den Taucher vom Piloten unbemerkt angesaugt und erst wieder über dem Wald freigesetzt.

Nicht ohne Grund zitiert Tsokos solche auch als "Black Stories" bekannten kriminalistischen Rätsel um Todesfälle, die sich "so oder ähnlich" hätten zutragen können, denn die Fälle, die der Autor in seinem Buch schildert, sind ähnlich skurril. Der einzige Unterschied: Tsokos berichtet aus der Praxis und beweist damit, dass die besten Geschichten nach wie vor das Leben schreibt.

Aufmerksam geworden auf das Buch bin ich durch eine positive Besprechung im "SPIEGEL", gelesen habe ich es innerhalb sehr kurzer Zeit im Zuge zweier nicht besonders langer Bahnfahrten - womit ich auch schon beim einzigen Kritikpunkt angekommen wäre: Die 12 Fälle, von denen Tsokos in seinem flüssig geschriebenen, interessanten Buch berichtet, sind so faszinierend, dass ich mir mehr Kapitel gewünscht hätte.

Der Spassprediger meint:

Rechtsmediziner Tsokos räumt mit den aus "Tatort" & Co. bekannten Klischees auf und schildert verzwickte Fälle aus seiner 20-jährigen Tätigkeit. Das Ergebnis ist eine interessante, gut zu lesende Fallsammlung, die auch für Krimi-Fans interessant sein müsste. Hobby-Autoren mit kriminalistischem Faible lernen außerdem, welche aus einschlägigen (Dreh-)Büchern bekannte Klischees sie im eigenen Werk tunlichst vermeiden sollten.

Einziger Wermutstropfen: Das Lesevergnügen ist ziemlich schnell vorbei.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Al Bundy am 30. April 2011
Format: Taschenbuch
Prof.Michael Tsokos berichtet in lehrreichem,spannendem Stil aus seinem Alltag als Rechtsmediziner und stellt gleich zu Beginn in amüsanter Manier fest,welche Unterschiede zwischen der Vorstellung von Rechtsmedizin und der Wahrheit herrschen.
Die beschriebenen Fälle zeigen die unfassbare Bösartigkeit und die erschreckenden Abgründe der Spezies Mensch,sind zugleich eine Warnung an alle Verbrecher,denn es wird dank der Rechtsmedizin immer schwerer, Straftaten ungestraft zu begehen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Pascalina am 28. April 2009
Format: Taschenbuch
Ich bin eigentlich sehr überrascht, dass Buch doch sehr sachlich und wissenschaftlich geschrieben ist, natürlich mit einem gesunden Quantum eigener Meinung und eigenen Erfahrungen.
Da hauen Tsokos "Schriftsteller"-Kollegen deutlich mehr auf den Verbrechensputz.
Trotzdem ist das Buch äußerst spannend, informativ und es gibt wohl einen recht guten Einblick in das Leben eines Gerichtsmediziners. Zudem ist es auch eine recht gute Grundlage, wenn man sich für die Thematik interessiert. Auch dass sich Tsokos auf 12 Fälle beschränkt und diese näher ausführt, finde ich sehr gelungen, zumindest wird einem dadurch sehr viel näher gebracht, wie menschlich Sterben ist und dass es einen immer und überall erwischen kann :)
Man kann nur hoffen, dass er bald ein zweites Buch herausbringt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sven Schirmer VINE-PRODUKTTESTER am 14. August 2012
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Da ich vor langer Zeit immer gerne die Fernsehsendung " Autopsie" gesehen habe, meine Freundin als Polizistin auch oft von solchen Fällen erzählt und auch ich als Berufsfeuerwehrmann oft eigenartige Einsätze erlebe, wurde mein Interesse an der Rechtsmedizin geweckt. Und Prof. Michael Tsokos vom Rechtsmedizinischen Institut Berlin gilt in Deutschland als einer der Besten seiner Zunft.
Anders als in den Crime-Serien erzählt uns der Autor selbst anhand von dreizehn Fällen, wie die Rechtsmedizin wirklich funktioniert bzw. arbeitet.
Die Fälle sind wirklich sehr interessant und haben oft ein unerwartetes Ergebnis, dass ohne der Hilfe der Rechtsmediziner vielleicht so nicht zu erwarten gewesen wäre.
Den wirklichen Wert dieses Buches kann man auch anhand einer einzigen Rezension erkennen, denn der sehr bekannte deutsche Kriminalbiologe Marc Benecke hat dieses Buch ebenfalls gelesen und mit 5 Sternen versehen. Und der Mann ist vom Fach und kann den Wert eines solchen Buches am besten beurteilen.
Für mich als "Laie" ist das Buch sehr verständlich gewesen. Auch wenn ich als Lehrrettungsassistent medizinische Ausbildung genossen habe, braucht man mit ein bißchen Verständnis für den menschlichen Körper wirklich kein Fachwissen, um dieses Buch zu verstehen.
Das Buch habe ich als Kindleversion gelesen und kann daher diese sehr empfehlen. Ich vergebe eine klare Kaufempfehlung!!!
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