Humorvoll und spannend beschreibt Annette Rexrodt von Fircks, wie sie den Beginn ihrer Erkrankung Brustkrebs erlebt und gelernt hat, mit dieser Erkrankung zu leben. Weil es bei der Autorin nun schon über 10 Jahre her ist, seit die Krankheit bei ihr diagnostiziert wurde, macht es allen Mut, die sich aktuell mit einer Krebserkrankung auseinandersetzen müssen. Das Leben kann (Jahre und Jahrzente) weitergehen - natürlich ändert es sich, es wird aber in vielen Bereichen intensiver, weil eine Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge stattfindet.
Die Autorin beschreibt gut nachvollziehbar, wie sie nach einem Behandlungsmarathon wieder in den Alltag mit der Familie zurück kehrt. Sehr eindringlich wird auch die Verwundbarkeit beschrieben, wenn man sich z.B. durch Zeitmangel der Ärzte persönlich verletzt und nicht verstanden fühlt. Wirkungsvoll werden Methoden der Selbstheilung beschrieben, die aber immer als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Schulmedizin angesehen werden. Neben konkreten und praktisch umsetzbaren Informationen zu Ernährung und Bewegung, die alle wissenschaftlich fundiert sind (ein Literaturverzeichnis findet sich am Ende des Buches), spielt die Achtsamkeit eine wesentliche Rolle. Es ist sehr wichtig, sich mit Würde und Achtung zu begegnen.
Besonders beeindruckend fand ich auch den Gedanken, das man durch Teilen von Liebe mit seinen Mitmenschen wesentlich zum emotionalen Gleichgewicht - und damit zur Genesung beitragen kann.
Das Buch hat mir großen Mut gemacht, mich (wieder) als etwas Besonderes zu lieben.
Ein großes Lob an die Autorin Annette Rexrodt von Fircks für ein gelungenes Buch - insbesondere für diejenigen, die als Patienten oder Angehörige von (Brust-)Krebs betroffen sind.
Astrid S.