Aus der Amazon.de-Redaktion
Dieser einzigartig schöne Film von Todd Haynes (
Velvet Goldmine), einem der intelligentesten und eigenwilligsten Regisseure der heutigen Zeit, benutzt den üppigen 50er-Jahrestil der so genannten "Women's Pictures" (vor allem die von Douglas Sirk), um eine Geschichte über sowohl sexuelle als auch Rassenvorurteile zu erzählen.
Julianne Moore, eine faszinierende Mischung aus weiblicher Verletzlichkeit und Willensstärke, spielt eine Hausfrau, deren Ehemann (Dennis Quaid) ein homosexuelles Doppelleben führt. Nachdem sie in der Gesellschaft eines schwarzen Gärtners (Dennis Haysbert) Trost findet, zerstören Gerüchte und gesellschaftlicher Druck alle ihre Chancen, glücklich zu werden.
Es ist schon erstaunlich, wie ein Film mit einer derart stilisierten Fassade emotional so bewegend sein kann. Die Besetzung und die Macher des Films beherrschen das Genre derart, dass jeder Moment zugleich künstlich und von Herzen empfunden daherkommt. Dem Himmel so fern ist so genial wie fesselnd. --Bret Fetzer
Kurzbeschreibung
"In einer Kleinstadt 1957 in Connecticut: Frank Whitaker ist Chef der lokalen Vertretung eines Fernsehgeräteherstellers, seine Gattin Cathy Mittelpunkt der Gesellschaft. Doch die Idylle trügt: Die sexuell vernachlässigte Ehefrau verfällt dem Charme ihres farbigen Gärtners, während Frank seine Homosexualität in einschlägigen Clubs auslebt."
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch eine solide Leistung , die mit sehr kleinen Bildfehlern und einem leichten Mangel an Wärme im Tonpart aufwartet. Sehr sinnvoll ist die Ausstattung mit dem deutschen und dem Original-Trailer. Man fragt sich, wozu dieser Film überhaupt gedreht wurde. Er ähnelt seinen Vorbildern den Douglas Sirk -Melodramen so sehr, daß er eigenmtlich redundant ist. Von der Farbdramaturgie bis hin zur schmalzigen Streicherpartitur begegnet man einfach nichts Neuem, außer vielleicht einem Hauch mehr Freizügigkeit in der Darstellung homoerotischer Szenen...
Bild: Die Schärfe ist recht griffig, könnte aber noch etwas knackiger sein. Bewegungsabläufe liegen unter einem sanftem, momentanem Schärfeverlust (01:01.10, Schwenk), bleiben aber ansonsten stabil. Der Kontrast versorgt das Bild mit einer gesunden Plastizität und die Farbsättigung wird der ausladenden Farbdramaturgie gut gerecht.
Ton: Es fehlt dem Klangbild etwas an Wärme. Trotz sehr guter Räumlicher Wirkung durch feinsinnige Kanalansteuerung wirkt der Sound zuweilen etwas unterkühlt und steril (00.56.08, Kulisse in Bar). Einzelne Effekt sind sehr handfest gesetzt und direktional bestens nachvollziehbar (die Autohupe bei 00.03.30 ist erschreckend lebensecht). Die Stimmen sind sehr sauber voluminiert. --movieman.de
VideoMarkt
Hartford, Connecticut; 1957. Frank Whitaker, seine Frau Cathy und die beiden Kinder führen ein glückliches Leben - inklusive Dienstmädchen Sybil und dem farbigen Gärtner Raymond. Frank ist Filial-Chef des Fernsehgeräteherstellers Magnatech TV, seine stets perfekt frisierte Gattin Mittelpunkt des Gesellschaftslebens der Kleinstadt. Doch die gutbürgerliche Idylle trügt. Die sexuell vernachlässigte Cathy verfällt zusehends dem Charme ihres einfühlsamen Gärtners, während Frank seine Homosexualität immer öfter in einschlägigen Clubs auslebt.
Video.de
Großartige Hommage an 50er Jahre Regisseur Douglas Sirk und dessen Melodram "Was der Himmel erlaubt", virtuos inszeniert von Todd Haynes ("Velvet Goldmine"). Die makellos fotografierte und stupend ausgestattete Love Story räumte bei der Biennale 2002 Preise für Kamera und Hauptdarstellerin (Julianne Moore) ab. Neben der exzellenten Moore begeistern auch Dennis Quaid und Denis Haysbert in einem nostalgischen und dennoch hochaktuellen Meisterwerk, das Herz und Hirn gleichermaßen anspricht. Für Kino-Gourmets ein Muss.
Blickpunkt:
Zu den großen Siegern der diesjährigen Filmfestspiele von Venedig gehörte, neben 'The Magdalene Sisters' von Peter Mullan und 'Oasis' von Lee Chang-dong, Todd Haynes' 'Far from Heaven'. Julianne Moore gewann als beste Hauptdarstellerin einen Coppa Volpi, während Kameramann Ed Lachman ('Erin Brockovich') für seinen 'außergewöhnlichen individuellen Beitrag' geehrt wurde. Großartig besetzt, traumwandlerisch sicher inszeniert und in allen technischen Belangen makellos gehandhabt, dürfte dem - noch zu findenden - deutschen Verleih dieses stimmigen Melodrams mit entsprechenden Marketing-Maßnahmen ein solides bis gutes Geschäft sicher sein.[BR][BR]In seinem Nachfolgefilm zu 'Velvet Goldmine' (1998) besetzt Todd Haynes Julianne Moore ('Boogie Nights', 'Hannibal') als geplagte, wohlsituierte Hausfrau, was sogleich Erinnerungen an deren erste Zusammenarbeit bei 'Safe' weckt. Doch die Cathy Whitaker aus 'Far from Heaven' hat nichts gemein mit der gestressten, in Los Angeles wohnenden Carol White aus seinem Indie-Hit von 1995. Wie schon der Titel vermuten lässt, ist Haynes' jüngster Kino-Streich vielmehr eine Hommage an Douglas Sirks Vorzeige-Melodram 'Was der Himmel erlaubt' (1955), wobei Moore in die Rolle von Jane Wyman und Dennis Haysbert in die von Rock Hudson schlüpft. Schauplatz der Handlung: Hartford, Connecticut. Das Jahr: 1957. Die Whitakers, Papa Frank (Dennis Quaid), Mama Cathy und die beiden Kinder, führen ein scheinbar glückliches Leben - Dienstmädchen Sybil (Viola Davis) und der farbige Gärtner Raymond (Dennis Haysbert) inklusive. Frank ist Chef der örtlichen Vertretung des Fernsehgeräteherstellers Magnatech TV, seine stets lächelnde, perfekt frisierte und gekleidete Gattin - Rotschopf Moore als platinblonder Lana-Turner-Klon - Mittelpunkt des Gesellschaftslebens der Kleinstadt. Doch die Idylle trügt, hinter der gutbürgerlichen Fassade tun sich Abgründe auf. Die frustrierte, sexuell vernachlässigte Cathy verfällt zusehends dem Charme ihres wortgewandten, einfühlsamen Gärtners, während Frank seine Homosexualität in einschlägigen Clubs auslebt und seinem geordneten Zuhause immer öfter fern bleibt...[BR]Eine 'einfache, unterhaltsame Liebesgeschichte' wollte er erzählen, behauptet Regisseur und Autor Haynes, der das Buch speziell für Moore geschrieben hat. Das war jedoch nicht so leicht, denn die Tabus der Fünfziger haben heute durchaus noch ihre Gültigkeit. Versteckt zwar, aber immerhin. Und so kam der Filmemacher darauf, seine Geschichte im scheinbar antiseptischen, von ihm geliebten 'Sirk-Land' anzusiedeln, jenem Land, von dem Rainer Werner Fassbinder schon schrieb, dass es 'einem das Gehirn öffnet'. Das Thema Rassismus - der begehrenswerte Gärtner ist ein Schwarzer - stammt aus Sirks 'Solange es Menschen gibt' (1958), der klar gegliederte Set aus den aufwändigen Studioproduktionen der fünfziger Jahre. Das Treppenhaus bildet das Zentrum des Anwesens, um es herum spielen sich die großen und kleinen Katastrophen ab. Hier beginnt Cathys gesellschaftlicher Abstieg, hier verfällt Frank zusehends dem Alkohol - und am Ende des Films sind drei Leben zerstört. [BR]Das makellose Außen, saubere Häuser, blankpolierte Autos, blütenweiße Handschuhe, herbstliche Blätter, stehen im harten Kontrast zum zerstörten Innen. Der Schein zählt, nicht das Sein - vor lauter Lächeln hätte ihr das Gesicht abends immer weh getan, erinnert sich Julianne Moore. Und so gilt es, bei diesem makellos fotografierten, stupend ausgestatteten, mit sicherer Hand inszenierten und vorzüglich gespielten Film hinter die Bilder zu schauen, um die Wahrheit zu sehen. Die kalte Rationalität von 'Safe' mischt sich hier mit dem camp von 'Velvet Goldmine'. Herz und Hirn werden gleichermaßen angesprochen und gleichzeitig dem klassischen Hollywood-Kino Tribut gezollt. Todd Haynes spielt nun in der A-Liga, jetzt müssen nur noch die Zuschauer mitspielen. geh.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Todd Haynes' makellose Hommage an die Melodramen von Douglas Sirk mit einer brillanten Julianne Moore als duldende Hausfrau in einer amerikanischen Kleinstadt der fünfziger Jahre.
Kurzbeschreibung
1957 in einer Kleinstadt in Conneticut. Hier sind Cathy und Frank nur "die Whitakers". Eine perfekte vorstädtische Einheit mit einem schönen Haus, einem gepflegten Garten, entzückenden Kindern und schwarzen Dienstboten. Während Frank ein erfolgloser Geschäftmann ist, ist seine makellose Gattin Cathy Mittelpunkt der Gesellschaft.
Doch die Idylle trügt. Hinter der gutbürgerlichen Fassade tun sich Abgründe auf. Die frustrierte, sexuell vernachlässigte Cathy verfällt dem Charme ihres schwarzen Gärtners, während Frank seine Homosexualität in einschlägigen Clubs auslebt und seinem geordneten Zuhause immer öfter fern bleibt.
Produktbeschreibungen
Es ist Herbst in Hartfort, Conneticut, wir schreiben das Jahr 1957. Frank Whitaker (Dennis Quaid) ist erfolgreicher Chef der Magnatech TV Sales Company, seine elegante Frau Cathy (Julianne Moore) strahlender Mittelpunkt der Gesellschaft. Zusammen sind sie "die Whitakers", ein perfektes Ehepaar mit einem schönen Haus, einem gepflegten Garten, entzückenden Kindern und schwarzen Dienstboten. Cathy wird darüber hinaus auch als liebende Ehefrau und Mutter in den Hausfrauengazetten als Vorbild gefeiert.
Cathys heile Welt gerät jäh ins Wanken, als sie eines Abends ihrem Mann, der wieder einmal länger über den Akten schwitzen muss, spontan das Abendessen in der Firma vorbeibringt. Denn der Besuch, den Frank bei sich im Büro hat, ist alles andere als geschäftlicher Natur: als Cathy die Tür öffnet, sieht sie ihren Gatten in inniger Umarmung mit einem anderen Mann. Cathy versucht, das Idyll aufrecht zu erhalten, gemeinsam suchen Cathy und Frank einen Therapeuten auf, der Frank von seiner "schrecklichen Krankheit" befreien soll.
Ihren Freundinnen kann Cathy sich nicht anvertrauen, sie fürchtet die Anfeindungen und die Vorurteile der Gesellschaft. Während Frank immer seltener zu Hause ist und auch sein Alkoholproblem immer deutlicher zutage tritt, freundet sich Cathy mit dem farbigen Gärtner Raymond Deagan an, bei dem sie Verständnis findet. Nachbarn und Freunde beäugen diese Verbindung kritisch, Frank untersagt ihr allen weiteren Kontakt mit Raymond (Denis Haysbert).
Mutig stemmt sich Cathy gegen die Verleumdungen und setzt sich für Toleranz ein, stößt dabei aber auf Unverständnis. Als Frank sich schließlich von ihr trennt, verliert sie alles,