Wurde höchste Zeit, dass dieses Album auch einem breiterem Publikum zugänglich gemacht wurde. Bisher war es leider nur als sündhaft teuerer Japanimport zu haben.
Als die musikalischen Vorstellungen von Klaus Dinger und Michael Rother immer schwerer unter einen Hut zu bringen waren, entschloss sich Letzterer, das inzwischen legendäre Duo "Neu" auf Eis zu legen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Zusammen mit Hans-Joachim Roedelius und Dieter Möbius fand er zwei kongeniale Mitstreiter, die ihm halfen weg von der, immer mehr ins Brachiale ableitenden "Neu"-Spur, hin zu mehr Melodie, Verpieltheit und sanften Rhytmussequenzen zu kommen. Klang das Ertlingswerk von "Harmonia" noch etwas unfertig, besticht "De Luxe" mit einem sonnigen und sympathischen Charm, der bis heute nichts an Wirkung eingebüsst hat. Keine tonnenschwere Berliner-Schule im Stil von Klaus Schulze oder "Tangerine Dream", sondern leichtfüssiger Düsseldorfer Elekroniksound irgendwo zwischen Brian Eno und "Kraftwerk".