Kurz und bündig:
+++ = Aufgeräumt angeflanscht, wenn der Monitor passt
+ = Klang für Größe und Ausführung gut
0 = Externes Steckernetzteil
- = vergrößert das Kabelchaos.
Zu Risiken und Nebenwirkungen hier das Kleingedruckte:
Eigentlich verwende ich zum DVD/BD-Schauen, Zocken und Musikhören am PC meinen
Logitech G35 PC-Gaming Kopfhörer schnurgebunden. Der setzt den Soundtrack sehr gut um und auch Musik lässt sich damit ganz passabel hören (siehe dazu auch meine ****-Bewertung zum G35). Aber manchmal möchte man doch mit Lautsprechern statt Kopfhörern arbeiten - dumm nur, dass die meisten Computermonitore heute keine eingebauten LS mehr haben. Da kam mir für meinen Dell U2412M diese Soundbar als Optional-Zubehör gerade recht.
Achtung: Diese Soundbar passt lt. Hersteller nur an Dell Monitore der Typen ST, SX und UltraSharp, dazu bitte die Kompatibiltätsliste von Dell konsultieren - nicht das jemand enttäuscht wird. Ich verwende die Soundbar mit einem
Dell UltraSharp U2412M 61 cm (24 Zoll) LED Monitor (DVI, VGA, 8ms Reaktionszeit).
Soviel zur Ausgangssituation.
Aufbau:
Der wohl größte Vorteil ist die Einbausituation: Einfach unter den (passenden) Monitor gesteckt und der Schreibtisch wird nicht mit noch mehr Krempel wie Brüllwürfel zugestellt. Das war auch meine größte Erwartungshaltung. Der Aufbau ist simpel und selbsterklärend: Soundbar in die Halterung am Monitor gesteckt, eingerastet, fertig. Das ca. 1,7m lange, lautsprecher-seitig festverdrahtete Audiokabel wird mit einem 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker mit dem Line Out- bzw. Kopfhörerausgang der Soundkarte verbunden und das Steckernetzteil eingesteckt. Wie man sich denken kann, verringert diese Form der Verkabelung das Kabelchaos auf/unter dem Schreibtisch nicht gerade (dazu später mehr).
Bedienung und Anschlüsse:
Die Soundbar wird über Sensorfelder bedient, deren gibt es sieben, welche bei Betätigung weiß beleuchtet sind. Von links nach rechts sind das: Stummschaltung, Lautstärke +, Lautstärke -, "TruSurround XT", "TruBass", "Dialogue Clarity" und Power On/Off. Die Bedienung der Sensortasten ist leidlich präzise, gerade bei Lautstärke +/- muss ich schon öfters zweimal hintippen. Neben dem gut erreichbaren Bedienfeld an der Vorderseite gibt an der linken Gehäuseseite noch einen 3,5 mm Kopfhöreranschluss und einen 3,5 mm Line-In für z. B. einen MP3 Player sowie an der Rückseite eine Chinch-Buchse für den Anschluss eines Subwoofers.
Klang:
Die Erwartung klanglicher Wunderwelten wird enttäuscht - natürlich, denn das geht bei dieser Bauform auch gar nicht. Aber: Der Klang ist absolut alltagstauglich, anders als beim Mitrezensenten rauscht und brummt nichts und für einfach mal einen YouTube-Clip vorführen, Nachrichten schauen oder nebenbei Musikhören ist der Klang völlig ausreichend. Natürlich wummert da nix, wenn man die Star Wars Blue Ray guckt, aber m. E. wird dieser Eindruck auch gar nicht erweckt. Ich habe nicht ausprobiert, was ein optionaler Subwoofer bringen würde; es interessiert mich auch nicht. Die Tasten "TruSurround XT" und "TruBass" verändern das Klangbild insgesamt positiv - aber bitte auch hier keine audiophilen Offenbarungen erwarten. Was auch immer die Taste "Dialogue Clarity" bewirkt, weiß Dell nur alleine. In der übersichtlichen Dokumentation steht nichts weiter dazu, auf der Dell-Webseite war ich noch nicht. Ich denke, das hat was mit Softphoning (SkyPE, OCS, etc.) zu tun.
Verbesserungspotential:
Mein Dell Ultrasharp U2412M verfügt über einen USB-Hub und einen 12V-Soundbar Stromanschluss. Wieso bitte brauche ich ein externes Netzteil? Wäre es wirklich zu viel verlangt, dem Gerät einen Stromadapter für USB bzw. dieses Sonderkabel für den Montior-Phantomstrom beizulegen, damit ich auf diesen blöden Klotz in der Steckerleiste (welcher noch dazu unzeitgemäß groß ist) verzichten kann? Mir wiedermal völlig unverständlich. An sich könnte man auf elegante Weise die ganze Soundbar mit einem USB-Anschluss und der entsprechenden Elektronik ausstatten und dann braucht es neben der Spannungsversorgung auch keine analogen Audio-Kabel mehr. Vielleicht wäre das Gerät dann teurer, aber auch wertiger.
Fazit:
Meine Ansprüche waren moderat und so habe ich genau das bekommen, was ich wollte. Einen Stern abgezogen wird für die m. E. nicht mehr zeitgemäße Anschlusslösung mittels Strippen-Ziehen. Das geht heutzutage besser.
Vielen Dank fürs Lesen und Eure Geduld!