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Opeth Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (2. Juni 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Zomba (Sony Music)
  • ASIN: B000FGGETU
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.685 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Anhören  3. A Fair Judgement10:21EUR 0,99
Anhören  4. For Absent Friends 2:17EUR 0,99
Anhören  5. By The Pain I See In Others10:29EUR 0,99
Anhören  6. Master's Apprentices13:50EUR 0,99


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DELIVERANCE

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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Von besonders stringenter Härte ist das 2002 erschienene Glanzstück von Opeth. Von gewohnter Dramaturgie, Düsternis und Melancholie ist auch dieses Album geprägt, wobei letztere - aufgrund der Heaviness - durch Verzweiflung und Wut in den Hintergrund treten. Nichtsdestotrotz erreicht hier Opeth etwas ganz besonderes, das jeden Fan begeistert wird. Nicht zuletzt wegen der persönlichen Texte Mikael Åkerfelds, die ziemlich unter die Haut gehen können und der unerreichbaren musikalischen Komplexität.

"Wreath" gibt ein nahezu tänzelndes Thema vor, das mittels melodischer Gitarrenläufen, harten Arrangements und wechselnden Stimmungen begeistern kann. Von gleicher Vehemenz breakt sich das nachfolgende Titelstück "Deliverance" durch die Spielminuten. Es wird von ruhigen Parts unterbrochen, worin Mikael mit klarer Stimme singt. Die Songkontraste sind scharf umrissen und weniger fließend. Das triste Pianothema am Anfang von "A Fair Judgement" wird von dem klaren Gesang Mikaels weitergetragen und nach dramatischem Aufwallen der Musik sowie dem abwechslungsreichen Zwischenpart am Ende wieder aufgenommen, um zu der doomigen Endsequenz zu gelangen. "For Absent Friends" ist ein nachdenklicher Akustikpart, der durch den nachfolgenden Doomsong "Master's Apprentices" jäh unterbrochen wird. Hier regieren wieder Deathgrowls, mächtige Gitarrenwände und stringente Härte. Göttliche Riffs türmen sich massiv auf und werden durch Leads und den krassen Wechselgesang Mikaels grandios ergänzt. Der unvermutete Akustikpart in der Songmitte bietet einen optimistisch gestimmten Ruhepol. Das plötzliche Abbrechen dessen durch die Wiederaufnahme des deathlastigen Dooms vom Songanfang belebt wieder die Sinne. Hart und melodiös geht es mit "By The Pain I See In Others" weiter, bis ein harter Break den treibenden Akustikpart einleitet, der von Mikaels verzerrter Stimme einen besonders kranken Ausdruck bekommt. Im Wechsel mit den E-Gitarrenwänden und zahlreichen Breaks entzieht sich dieser Song der anfänglichen Nachvollziehbarkeit und verlässt das Anfangsthema. Wie ein Deja-Vu kommen gewisse Melodien wieder vor, die man auf dieser Scheibe woanders bereits gehört hat. Das abrupte Ende des Soundkolosses wird nach einer längeren Pause von einem orientalisch anmutenden Stimmenecho endgültig abgeschlossen.

Die schiere Komplexität der einzelnen Songs macht dieses Album zum schwer zugänglichsten in der Opeth-Geschichte. Das ist nicht schlechtes. Hier zeigt sich wieder einmal, wie dicht und einfallsreich Heavy Metal klingen kann. Es ist die beste Umsetzung und Interpretation von Musik seit Jahren. Nichts ist aufregender als ein Stück moderne Musikgeschichte. Brillant!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abgrundtiefe Schönheit 7. Dezember 2002
Von Reptoid HALL OF FAME REZENSENT
Format:Audio CD
Diesem Album kann man mit Worten kaum mehr beikommen. Was hier an rohester Brutalität und agressivster Härte geboten wird, ohne dabei auch nur ansatzweise in die Nähe von irgendwelchen dümmlichen Genre-Klischees zu kommem, ist einzigartig. Auch die fiesesten Totschlägerriffs werden noch mit einem progressiven Ansatz rübergebracht, wo andere Bands einfach nur noch hirnlos zuschlagen, bleiben Opeth stets 'musikalisch'. Das technische und das kompositorische Niveau ist von einer Klasse, die Opeth in der Riege der Top-Prog-Metaller ganz vorne einreiht. Unglaublich der 'Gesang': Mike Akerfeldt wird von Platte zu Platte besser, von dem unbeholfenen Gekrächze der meisten Deather ist er mittlerweile meilenweit entfernt. Er klingt, als ob er aus der Hölle zu uns heraufbrüllt, gräßlich und schön zugleich, kaum zu glauben, daß ein menschliches Wesen solch schauderhafte Töne von sich geben kann. Opeth wären nicht Opeth, wenn dieser Höllentrip nicht ab und an durch Traumreisen mit klassisch-akustischen, jazzigen, oder 'proggy-frickeligen' Einlagen aufgelockert würde, allerdings ist das hier nicht so ausgewogen und abwechslungsreich wie etwa auf "Still Life" geworden. Bei "Deliverance" steht doch die Härte und Schwärze mehr im Vordergrund, als weiteres Stilelement bringt das Mellotron eine Spur 'Gothic' ins Spiel. Das Album ist von einer faszinierenden atmosphärischen Dichte, die den Hörer unwiderstehlich in den Bann zieht. Selbst in den abgrundtiefst schwärzesten Momenten strahlt die Musik noch eine fast überirdische Schönheit aus und die ruhigen Passagen vermitteln eine fast physisch schmerzhafte Melancholie. Das ist Musik, die direkt ins Herz des Hörers greift - rasend, süchtig und sprachlos machend, zum Teil regelrecht verstörend. Einzigartig!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Opeth zählen nun schon seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsbands, eine Band, bei der jedes Album ein absolutes Meisterwerk ist; jedesmal schaffen es die Schweden, etwas neues zu kreieren, was so noch nie dagewesen war, ohne aber, dass sie ihrem Stil nicht treu bleiben würden und stets unter hunderten von Acts herauszuhören wären.

Natürlich habe ich meine Favoriten mit "Still Life" und "Blackwater Park", die mit ihrer Verspieltheit bzw. düsteren Brachialgewalt begeistern und auch die ganz alten Scheiben haben mit ihrem folkigen Touch ihren Reiz. Lange habe ich gerätselt, was mir bei "Deliverance" fehlt, denn die Songs selbst sind schließlich alles andere als schlecht.

Los geht's mit dem selbst für Opeth-Verhältnisse extrem düsteren "Wreath", ein sehr geiler Kracher, es folgt der ebenfalls hervorragende Titeltrack, bei dem das End-Riff so unglaublich genial ist, dass mich es nicht im geringsten stört, dass es ziemlich oft wiederholt wird. "Deliverance" fehlt mittlerweile auf keinem Opeth-Konzert mehr und wer jemals bei einem Live-Auftritt zu diesem Riff gebangt hat, der weiß, wovon ich rede, wenn ich von Nackenschmerzen spreche...

Auch das wundervolle "A Fair Judgement", das gänzlich ohne Growls auskommt, weiß zu begeistern - und ich finde das doomige Riffing am Ende überhaupt nicht deplatziert; kommt live auch sehr geil, je langsamer sie es spielen.

Das instrumentale Zwischenstück hingegen reißt mich nicht so sehr vom Hocker, da gefallen mir "Ending Credits" oder "Patterns In The Ivy" besser.

"Master's Apprentices" dann bietet wieder gradliniges, kompromissloses Riffing und einen sehr schönen Harmony-Part in der Mitte. Besonders hervorheben will ich die Stelle, wenn sich die klare Stimme hochschraubt und dann das Growling direkt einsetzt - Hammer!

Ein bisschen Probleme habe ich irgendwie mit dem letzten Stück "By The Pain I See In Others": cooler Titel, aber der Song selbst klingt irgendwie uninspiriert. Auch wenn ich ihn nun schon x-mal gehört hab - es will sich einfach keine Begeisterung dafür einstellen. Und natürlich: Was soll dieser Blödsinn am Ende, zwei, drei Minuten Pause zu lassen und dann irgendwas rückwärts abzuspielen?

Doch um zum Hauptproblem zu kommen, das ich mit dem Album habe und das mir zunächst gar nicht so klar war: Es fehlt die Verspieltheit, die Opeth sonst auszeichnet. Sicher, man wollte mit den beiden Alben "Damnation" und "Deliverance" das Experiment wagen, harte und sanfte Klänge zu trennen und das ist ja auch nicht schlecht, dennoch fehlen mir bei "Deliverance" die Gitarrenfills und diese Verbundenheit mit der Natur, die ich sonst mit dieser Götterband assoziiere.

Die Produktion ist dementsprechend hart, kompromisslos und kalt. Die Gitarren klingen regelrecht schneidend und gnadenlos. Damit man mich nicht falsch versteht: "Deliverance" ist ein hervorragendes Metalalbum und den Arrangements gerecht klasse produziert, nur ist es sicherlich nicht durch die Bank das, was die meisten Fans von Opeth erwarten. Andererseits darf man bei Opeth immer etwas neues erwarten und ob einem das nun zu hundert Prozent gefällt oder nicht, ist letztlich das Problem des Hörers. Ich jedenfalls gehöre auf keinen Fall zu den Leuten, die - überspitzt formuliert -, immer nur dasselbe von ihren Lieblingsbands hören wollen.

Und ich gebe fünf Sterne, weil "Deliverance" viele andere Metalalben immer noch um Längen schlägt.
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