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Delirium [Gebundene Ausgabe]

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (195 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

November 2011
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551582327
  • ISBN-13: 978-3551582324
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (195 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.584 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Lauren Oliver stammt aus einer Familie mit vielen Autoren und war schon immer eine eifrige Leserin. Sie studierte Philosophie und Literatur an der Universität von Chicago. Nach dem Studium arbeitete sie als Redaktionsassistentin in einem New Yorker Verlag. Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie ist ihr erster Roman. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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84 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Damaris TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der erste Satz: Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.

In diesem USA der Zukunft gibt es nur noch zwei Sorten von Menschen. Potenziell Gefährdete, die an Amor Deliria Nervosa ("Liebe") erkranken können und Geheilte, alle Personen ab 18, die nach einem operativen Eingriff am Gehirn geben die Liebe immun sind.
Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Sie zählt die Tage bis zu ihrem Eingriff. Denn wie allen Menschen wurde ihr von klein auf eingebläut, dass eine Infizierung mit der Liebe zuerst einen schreckliche Krankheitsverlauf und danach den Tod bedeutet. Ein Treffen mit dem anderen Geschlecht, vor allem, wenn der Junge nicht bereits immun ist, ist für sie unnatürlich und falsch. Aber wenn Lena ehrlich zu sich ist, sieht sie auch die Probleme der Gesellschaft ganz deutlich. Die Abstumpfung der Gefühle, die der Eingriff mit sich bringt. Als sie Alex kennenlernt, gerät sie in eine echte Zwickmühle. Soll sie, laut Regierung, verantwortungsbewusst handeln? Kann sie überhaupt noch anders, als in den vorgelegten Normen denken? Und was sagt ihr Herz dazu?

Dystopien sind nach wie vor im Trend. Sie sind mittlerweile fast so zahlreich, wie Muscheln am Strand. Für einzelne Bücher wird es immer schwieriger mit ihrer Thematik aus der Masse herauszustechen. Doch ab und zu wird eine besondere Muschel an den Strand gespült. Sie enthält dann eine glänzende Perle - wie "Delirium"!

Beginnt man mit dem Lesen, wird einem im ersten Kapitel klar, dass hier zu den üblichen dystopischen Szenarien (wie absolute Kontrolle, Resignation, Grenzschließung, gesellschaftlichen Restriktionen und Gewalt) noch ein ganz entscheidender Faktor hinzukommt. Nämlich die bewusste Entfernung der Liebe und die Akzeptanz dieses Eingriffs durch die Gesellschaft. Dieses Thema ist neu, unmöglich vorstellbar und wunderbar provokativ. Liest man dann, dass diese operative Maßnahme nicht nur die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau sondern auch Eltern und Kindern, Geschwistern und Freunden zerstört, bleibt einem schon nach den ersten Seiten desöfteren der Mund offen stehen.

"Das ist eine der Kehrseiten des Eingriffs: Ohne die Deliria nervosa ist manchen Leuten die Vorstellung Eltern zu werden, zuwider. Glücklicherweise gibt es nur selten Fälle ausgeprägter Ablehnung - in denen ein Elternteil unfähig ist, eine normale, pflichtgemäße und verantwortungsvolle Bindung zu seinen Kindern aufzubauen, und sie schließlich ertränkt, ihnen die Luft abdrückt oder sie totschlägt, weil sie weinen." S. 11/12

Ja, das ist wahrlich keine leichte Kost! Verdeutlicht wird das alles durch ein herrlich eingängige Sprache, sie stellenweise ihresgleichen sucht und für so manches Gänsehautgefühl verantwortlich ist. Textstellen, Gedichte und Zitate, meist aus von der Regierung genehmigten Büchern, schmücken jeden Kapitelanfang und setzten hier dem Lesegefühl noch ein Krönchen auf.
Lena erzählt die Geschichte komplett aus ihrer Sicht (Ich-Form). So ist die Handlung sehr geradlinig, nicht kompliziert, aber keinesfalls vorhersehbar. Manche Wendungen bringen einen dazu, erstmal tief durchatmen zu müssen.
Dabei ist es wirklich nicht so, als würde einen die Geschichte von einer atemlosen Actionszene in die nächste werfen. Im Gegenteil, die Handlung ist eher ruhig, oft sogar melancholisch. Hin und wieder gibt es besondere Spannungsspitzen, diese sind dann für die Handlung wie das Tüpfelchen auf dem i und sorgen für die nötige Abwechslung.

Doch wo Leid ist, ist auch Freud (oder war das andersherum?). So darf auch bei "Delirium" eine gut verpackte und wohldosierte Liebesgeschichte nicht fehlen. Und mit gut verpackt ist nicht gemeint, dass Lena sofort aus ihrer antrainierten Haut springt und sich Lover Alex an den Hals wirft, dabei alle fadenscheinige Erziehung über Bord wirft und sofort ein komplett neuer Mensch ist. Nein. Natürlich ist es für Lena eine Horrorvorstellung, nur mit einem Jungen zu reden, vor allem, da sie noch nicht geheilt ist und so für sie die Gefahr einer Liebesinfizierung groß ist. Darum wirkt die langsame Annäherung zwischen Lena und Alex authentisch, aber auch kribbelig. Wohldosiert ist die Liebesgeschichte, weil sie sich perfekt in die Handlung einfügt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Dafür aber sehr herzerwärmend niedlich!
Lena und Alex überzeugen beide als Charaktere. Lena, die sich ängstlich und verschüchtert schlussendlich an die Oberfläche kämpft. Und Alex, der mit seiner lieben und vorsichtigen Art für Lena der Anker wird, den sie braucht. Alle weiteren Nebencharaktere passen hervorragend zur Geschichte. Man entwickelt Sympathien und vor allem Antipathien.

"Ein Teil von mir würde am liebsten sagen: Scheiß drauf, sich auf den Sattel setzen und den Berg hinunter aufs Wasser zufliegen, während der Wind die Haare zerzaust - scheiß auf die Ausgangssperre, scheiß auf die Aufseher, scheiß auf alles. Aber ich kann nicht; ich könnte es nicht; ich könnte es niemals. Ich habe keine Wahl. Ich muss nach Hause." S. 84

Auch dieses Buch sorgt für (schwer zu akzeptierende) Überraschungen. So kann es sein, dass man sich gerade gegen Ende zufrieden zurücklehnt, dass die Geschichte in trockenen Tüchern scheint und man dann, auf harte Weise, eines Besseren belehrt wird.
Das Ende ist filmreif, sehr actionlastig und emotional. Sensibelchen sollte die Taschentücher in Reichweite haben. Und nun heißt es sicherlich noch ein Jahr warten, und das wird ein langes Warten! Nach einem gemeinen Cliffhanger am Schluss wird die Geduld auf eine wirklich harte Probe gestellt.

Persönliches Fazit
Hätte ich "Delirium" im Delirium gelesen, hätte ich wohl einiges verpasst! Dieses Buch verdient keinen Verwirrtheitszustand. Lest es! Lest es mit wachem Verstand und offenem Herzen. Lasst euch schockieren, bezaubern und wieder erden. Wäre ich nicht schon lange infiziert, hätte ich garantiert jetzt die Amor Deliria Nervosa (ups, das klingt hier alles total nach Werbetext, aber ich kann nicht anders!). "Delirium" ist eines meiner Top-Titel 2011 und erhält verdiente 5 Sterne!

© Damaris liest.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toll, bis auf ein paar Details! 15. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
****************** Inhalt: ******************
In der Welt, in der die 17-jährige Lena lebt, ist Liebe eine schwere Krankheit, die schwerste, die es nur gibt. Amor deliria nervosa, wie die Krankheit auch noch genannt wird, ist der Grund, dass die Menschheit fast ausgestorben wäre, der Grund für alles Schlechte auf der Welt - und deshalb hat man lange genug nach einem Heilmittel gesucht. Mittlerweile gibt es einen Eingriff, der den Patienten vor der Krankheit schützt, ein Eingriff, der am 18. Geburtstag vorgenommen wird. Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und freut sich schon richtig darauf, da sie dann nicht mehr der ständigen Gefahr ausgesetzt ist, sich zu infizieren. Denn was Amor deliria nervosa anrichten kann, hat sie an ihrem eigenen Leib erfahren: Ihre Mutter hat sich selbst umgebracht, nachdem auch die dritte Operation nichts genützt hat und ihre Cousine bekam aus Liebeskummer einen tödlichen Herzanfall.

Umso schlimmer ist es für Lena, als ihre beste Freundin Hana plötzlich rebellische Verhaltensweisen zeigt. Hana macht sich Gedanken darüber, ob der Eingriff wirklich notwendig ist, ob er etwas bringt und ob die Liebe tatsächlich etwas so Schlimmes ist. Sie besucht plötzlich unerlaubte Partys, bei denen verbotene Musik gespielt wird und Jungen und Mädchen gemeinsam feiern, sich manchmal sogar berühren. Als Lena ihrer Freundin einmal nach langem hin und her doch auf eine solcher Partys folgt, trifft sie auf Alex. Alex mit den Haaren, die wie Herbstlaub leuchten und den hellen bernsteinfarbenen Augen. Alex, der Lena zeigt, wie man tanzt und sich gerne mit ihr unterhält.

Erst ist Lena skeptisch, aber als Alex ihr eine Narbe zeigt, die beweist, dass er schon operiert ist, lässt sie sich doch auf ihn ein. Sie trifft sich immer häufiger mit ihm, hat Spaß und erlebt zum ersten Mal etwas, das sie bisher noch nicht kennt: das Gefühl der Liebe. Als Alex Lena zeigt, wie sehr ihr Leben von der Gesellschaft eingeschränkt wird, beginnt sie zu begreifen, dass das System vielleicht doch nicht so gut ist, wie sie immer dachte. Dass die Liebe vielleicht doch nicht so schlecht ist, und es besser ist, als den Eingriff zu bekommen und zu einem gefühlslosen Erwachsenen zu werden. Aber Lena kann sich nicht gegen den Eingriff wehren, wenn sie weiterhin leben will...

***************** Meine Meinung: ******************
Mein erster Eindruck, als ich den Klappentext gelesen habe, war einfach nur "Wow". Ich fand die Idee, die Lauren Oliver hatte, ganz toll, denn schon oft haben Menschen unter der Liebe gelitten, für viele war sie bereits mehr als nur einmal eher Fluch als Segen. Dass eine Gesellschaft die Liebe in Zukunft als schreckliche Krankheit deklarieren und ein Heilmittel dafür suchen würde, erschien mir gar nicht so abwegig. Ich war sehr gespannt, wie die Autorin ihre Idee umsetzen würde und habe voller Erwartungen begonnen, das Buch zu lesen.

Bereits die ersten Kapitel konnten mich überzeugen, denn sie sind interessant und versprechen dem Leser mehr. Die kurzen Auszüge aus dem Buch "Psst" zu Beginn jedes Kapitels sind schön zu lesen, und geben ein klein wenig Einblick in die Welt, in der Lena lebt. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist aber, dass die Autorin die Welt, die sie erfunden hat, eigentlich nur hinsichtlich der Krankheit beschreibt, nicht aber in Bezug auf Technik und Fortbewegung oder ähnliche Dinge. Da der Roman weit in der Zukunft spielt, hätte ich es besser gefunden, wenn auch andere Entwicklungen der Gesellschaft beschrieben wären, denn so bekommt man meiner Meinung nach nicht allzu viel Einblick in die Welt. Natürlich ist die Krankheit Amor deliria nervosa jene Krankheit, die das gesamte Denken und Handeln der Menschen beeinflusst, aber trotzdem haben mir an dieser Stelle weitere Beschreibungen der Gesellschaft gefehlt, die in anderen dystopischen Romanen viel häufiger vorkommen.

Nichtsdestotrotz habe ich den Roman gerne weitergelesen und verfolgt, wie Lena sich im Laufe der Zeit entwickelt. Lena ist ein außerordentlich starker Charakter, der der Autorin gut gelungen ist. Die 17jährige hält das System zu Beginn für gut, freut sich regelrecht auf ihren Eingriff und ist schockiert, wie rebellisch sich ihre beste Freundin Hana verhält. Eine lange Zeit sprechen die beiden nicht einmal mehr miteinander, weil Lena die Rebellion ihrer Freundin nicht nachvollziehen kann. Erst mit der Zeit, und als Lena auf Alex trifft, beginnt ihre so starke Fassade und ihre Persönlichkeit leicht zu bröckeln. Lena fragt sich immer wieder, ob das System denn tatsächlich alles richtig macht, und ob es nicht auch noch andere Werte gibt, auf die man setzen sollte. Was spricht gegen die verbotene Musik? Und warum darf man sich nicht mit Jungs treffen, wenn man sich doch so gut mit ihnen unterhalten kann? Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Lena immer wieder in ihre alten Muster zurückfällt, plötzlich doch wieder extrem viel Angst hat, sich mit Alex zu treffen - sich ihrer neu gebildeten Meinung dann aber wieder völlig sicher ist. Das zeigt, wie langsam die innere Wandlung von Lena vonstatten geht, ist aber äußerst plausibel. Als Leser beobachtet man ihre Persönlichkeitsentwicklung sehr gern.

Auch die anderen Charaktere, allen voran Hana, konnten mich überzeugen. Ich fand die Beschreibung der Figuren war nicht zu ausführlich und man konnte sich trotzdem etwas unter den einzelnen Personen vorstellen. Jeder Charakter sein eigenen Persönlichkeits- merkmale, die ihn als besonders kennzeichnen. Ich hoffe sehr, im zweiten Teil mehr über die einzelnen Figuren zu erfahren, besonders, wie es mit Hana weitergeht, die ja eigentlich auch schon gemerkt hat, dass das System, in dem sie lebt, doch nicht das Wahre ist. Hier könnte es auch sein, dass die Kurzgeschichte mit dem Titel "Hana", die im Frühjahr nur als eBook erscheint, einige Informationen bereithält. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich habe die beste Freundin von Lena wirlich sehr liebgewonnen!

Nach einem etwas langwierigen Mittelteil (der aber absolut notwendig war), indem Lena in ihrer Persönlichkeit stärker wird, sich in Alex verliebt und wieder mit Hana spricht, kommen gegen Ende viele Überraschungen zutage. Ich hätte mit vielen der Wendungen überhaupt nicht gerechnet, aber am Schluss überschlagen sich die Ereignisse regelrecht. Ich konnte das Lesen zu diesem Zeitpunkt aufgrund der unaufhörlichen Spannung gar nicht mehr unterbrechen, außer es war unbedingt nötig. Das Ende selbst ist ein absoluter Cliffhanger, der den Leser sehr neugierig auf den zweiten Teil macht - und ihn nur ein klein wenig enttäuscht zurücklässt.

***************** Bewertung: ******************
Insgesamt ist "Delirium" ein spannender Auftakt zu einer neuen Trilogie, der den Leser am Schluss völlig entgeistert zurücklässt. Der Autorin ist die Geschichte gut gelungen, sie hat jedoch auf einige für mich wichtige Einzelheiten vergessen. Trotzdem verfolgt man die Entwicklung von Lena gern, kann den gemeinen Cliffhanger gerade noch so verkraften und hofft, dass der zweite Teil bald erscheint und viele Fragen klärt. Für diesen Roman vergebe ich gute 4 Sterne.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe ist heilbar! ... 1. November 2011
Von Julia
Format:Gebundene Ausgabe
....Sie ist nur eine Reaktion in unserem Hirn, nur ein Fleckchen
das ausradiert werden muss um zufrieden zu sein

In der Zukunft weiß man welche Krankheit auf der Welt die allerschlimmste ist. Sie ist für Kriege verantwortlich, Unstimmigkeiten und Unzufriedenheit: Amor deliria nervosa, was so viel bedeutet wie Liebe. Liebe ist die Krankheit die der Staat bekämpfen muss und mit einem Eingriff im 18. Lebensjahr der Menschen, soll die Krankheit aus jedem entfernt werden. Lena lebt in dieser Welt, sie ist eine von jenen die sich auf den Eingriff freut und darauf was folgt: Ein ausgewählter Partner von der Regierung, ein Job der einem zugeteilt wird, wie viele Kinder man bekommt sprich jedwede freie Wahl wird einem abgenommen. Doch als sie einen jungen Mann trifft der so anders ist beginnt Lena zu zweifeln. Was ist an tanzen, lachen und Spaß haben nur so falsch? Warum sollte man in Gleichmut und Desinteresse leben, wenn es da draußen so viel gibt wofür man leben will? Als Lena dann die ersten Anzeichen der Krankheit erkennt, weiß sie nicht was sie tun soll, denn Liebe ist keine Option. Liebe tötet.

Kleiner Vorgeschmack:
Unregulierte Menschen sind grausam und unberechenbar; gewalttätig und egoistisch; unglücklich und streitsüchtig. Erst wenn ihre Instinkte und Emotionenn kontrolliert wurden, können sie glücklich, großzügig und gut sein - Das Buch Psst (so etwa wie Die Bibel in der Welt von Lena) - s.S 332

****Meine Meinung****
Wie lange ich dieses Buch schon lesen wollte? Seit es auf Englisch erschienen ist und nun war es endlich soweit eine der Must-have Dystopien des Jahres zu lesen.

Zu allererst das Cover und der Titel. Gut das Gesicht ist jetzt nicht gerade aussagekräftig für das Buch, aber ich finde die Schriftzüge die sich über das gesamte Cover ziehen sehr schön. Hier steht überall Liebe und wer das Buch schon gelesen hat, wird wissen warum das so ist ;) Dass man hier den Titel aus dem englischen übernommen hat, finde ich umso besser, es passt gut, da hier die Leute wirklich in einer Art Delirium dahinvegetieren.

Zum Schreibstil der Autorin bleibt nur zu sagen, dass ich ihn sehr genossen habe. Die Seiten fliegen nur so dahin beim Lesen. Ich war wirklich extrem schnell fertig und bin jetzt schon wieder am warten auf Teil 2 (den ich wohl auf Englisch lesen werde weil ich schon so gespannt bin). Hier wird nämlich aus Sicht von Lena, unsrer der Regierung sehr hörige Prota, erzählt. Man merkt immer mehr wie sie sich gegen die Masse wendet. Zwar macht sie das sehr langsam und nur kleine tapsige Schritte, aber man kann es schon sehr bald spüren, dass ihre Hörigkeit ihren Grund hat.

Was die Charaktere betrifft so haben wir hier eine Vielfältige Palette. Zwar lernen wir nur eine Handvoll besser kennen, aber es sind genug um sie zu lieben, zu hassen oder sie mit Vorsicht zu genießen. Vor allem Hana gibt dem Leser wahre Rätsel auf und Lena entwickelt sich mehr als jeder andere. Dann wäre da noch der Junge mit den Herbstlaubhaaren, der Junge der Lena Dinge zeigt die sie gar nicht sehen sollte. Und die absolutistische Regierung? Die hält sich zwar im Hintergrund, doch wir werden mehr als einmal Zeuge mit welch harten Bandagen sie hier kämpfen um an der Macht zu bleiben. Zensur, Ausgangssperren, Geschlechtertrennung und Kontrolle, das sind ihre Asse in einer Welt die nicht mehr selbstständig zu denken scheint.

Jetzt habe ich sozusagen die Idee eh schon ein kleines bisschen beschrieben, denn die finde ich absolut großartig. Nicht nur wegen dem Verbot der Liebe, nein hier wird eine Welt aufgezeigt in der die Menschen nichts anderes machen als nach den Regeln zu spielen, denn sonst bedeutet das den Tod oder schlimmeres. In einer Lesung der Autorin hat sie erwähnt, dass es sogar schon so ein Mittel gegen die Liebe gibt und hat es hier aufgegriffen. Erschreckend, war dazu mein erster Gedanke. Erschreckend und für einen Leser absolutes Suchtmaterial.

****Fazit****
Ein verdammt guter Start voller Geheimnisse und erschreckender Erlebnisse. Lauren Oliver hat mit 'Delirium' (eng. 'Delirium') eine Trilogie gestartet die Ihresgleichen sucht. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen.

****Reihe****
1.'Delirium' (eng. 'Delirium')
2.eng. 'Pandamonium' (FEB2012)
3.eng. 'Requiem' (FEB2013)

Mein herzlicher Dank an Lovelybooks.de und den Carlsen Verlag für dieses Testleseexemplar.
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3.0 von 5 Sternen Leider etwas wenig Handlung
Eigentlich wollte ich dieses Buch nie lesen. Es hat mich irgendwie nicht wirklich angesprochen, als es jedoch in der Bücherei erhältlich war, dachte ich mir: Warum nicht? Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Toller Auftakt einer neuen Trologie
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Flüssig zu lesen ohne zu große Ausschmückungen (finde ich super). Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Sweetiy veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte.
Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der die Liebe als Krankheit eingestuft wurde und jeder Jugendliche sich ungefähr mit 18 Jahren einem Eingriff unterzieht um von der... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Tagen von Isa veröffentlicht
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Vor 1 Monat von Manuela Schmiemann veröffentlicht
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Vor 1 Monat von Bernhard Demsky veröffentlicht
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